Erläuterungen zur Bilanz
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[ 21 ] EIGENKAPITAL

Das Gezeichnete Kapital der Volkswagen AG lautet auf Euro. Die Aktien sind nennwertlose Stückaktien und lauten auf den Inhaber. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von 2,56 € am Gesellschaftskapital. Neben Stammaktien existieren Vorzugsaktien, die mit dem Recht auf eine um 0,06 € höhere Dividende als die Stammaktien, jedoch nicht mit einem Stimmrecht ausgestattet sind.
Das Gezeichnete Kapital setzt sich aus 286.980.067 nennwertlosen Stammaktien und 105.238.280 Vorzugsaktien zusammen und beträgt 1.004 Mio. € (Vorjahr: 1.093 Mio. €). Die Volkswagen AG hat im Berichtsjahr 41.719.353 Stück (106.801.543,68 €) Eigene Stammaktien eingezogen. Dem standen 6.769.620 Stück (17.330.227,20 €) neue Stammaktien aus der Ausübung von Wandelschuldverschreibungen im Rahmen des Aktienoptionsplans gegenüber.
ENTWICKLUNG DER STAMMAKTIEN UND DES GEZEICHNETEN KAPITALS:

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. April 2004 besteht bis zum 21. April 2009 ein Genehmigtes Kapital zur Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien von bis zu 400 Mio. €. Darüber hinaus besteht durch Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2006 bis zum 2. Mai 2011 ein Genehmigtes Kapital zur Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stammaktien von bis zu 90 Mio. €.
Zusätzlich besteht ein Bedingtes Kapital von 100 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 39.062.500 Stamm- und/oder Vorzugsaktien. Diese bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der bis zum 1. Juni 2004 begebenen Wandelschuldverschreibungen ihr Bezugsrecht ausüben.
Die Kapitalrücklage setzt sich aus dem Aufgeld von insgesamt 4.616 Mio. € aus den Kapitalerhöhungen, dem Aufgeld aus der Begebung von Optionsanleihen von 219 Mio. € sowie einem Einstellungsbetrag von 107 Mio. € aufgrund der vereinfachten Kapitalherabsetzung zusammen. Die Kapitalerhöhungen im Geschäftsjahr resultieren aus dem Aufgeld aus der Kapitalerhöhung durch Ausübung von Wandelrechten aus dem Aktienoptionsplan. Es wurden keine Beträge aus der Kapitalrücklage entnommen.
AKTIENOPTIONSPLAN
Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 19. Juni 1997 zur Auflegung eines Aktienoptionsplanes Gebrauch gemacht. Hierfür besteht ein Bedingtes Kapital in Höhe von 4,1 Mio. €. Darüber hinaus besteht durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. April 2002 ein weiteres Bedingtes Kapital von 24,5 Mio. € zur Ausgabe von Stammaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung zur Durchführung eines Aktienoptionsplans begeben werden, von ihren Wandlungsrechten Gebrauch machen.
Der Aktienoptionsplan räumt den Begünstigten – dem Vorstand, Top-Management und Management sowie den tariflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Volkswagen AG – das Recht ein, durch Zeichnung von Wandelschuldverschreibungen zum Einzelpreis von 2,56 € Rechte auf den Bezug von Aktien der Volkswagen AG zu erwerben. Jede Schuldverschreibung verbrieft das Recht zur Wandlung in zehn Stammaktien.
Die Wandelschuldverschreibungen werden zum Zeitpunkt der Ausgabe an die Mitarbeiter zum Fair Value bewertet. Die zum Fair Value bewerteten Wandelschuldverschreibungen werden im Personalaufwand und im Eigenkapital erfasst.
Mit Zustimmung des Aufsichtsrats hat der Vorstand im Geschäftsjahr 2006 die achte Tranche des Aktienoptionsplans aufgelegt. Der anfängliche Wandelpreis der achten Tranche, der das Kursverhältnis der Volkswagen-Aktie zum Zeitpunkt der Beschlussfassung im Jahr 2006 widerspiegelt, wurde mit 58,18 € je Volkswagen-Stammaktie festgelegt. Er erhöht sich in den Folgejahren um jeweils fünf Prozentpunkte. Nach einer 24-monatigen Sperrfrist können die Wandelrechte ab dem 8. Juli 2008 bis zum 30. Juni 2011 ausgeübt werden. Für den ersten Wandelzeitraum ab dem 8. Juli 2008 wird der Wandelpreis 64,00 € betragen.
Nach dem Auslaufen der ersten zwei Tranchen ergeben sich die Wandelpreise und Wandelzeiträume aus der nachstehenden Tabelle. Die Angaben zur dritten Tranche sind als Daten des Berichtsjahres verzeichnet, obwohl auch diese Tranche inzwischen ausgelaufen ist.
WANDELPREISE UND WANDELZEITRÄUME FÜR DIE TRANCHEN DES AKTIENOPTIONSPLANS

Der Bestandswert an ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen belief sich bei einem Einzelwert von 2,56 € je Stück am 31. Dezember 2006 auf insgesamt 2.109.539,84 € (= 824.039 Stück), die das Recht auf den Bezug von 8.240.390 Stammaktien vermitteln. Die Verbindlichkeiten aus Wandelschuldverschreibungen sind unter den Sonstigen Verbindlichkeiten erfasst. Im Geschäftsjahr sind 667.085 Wandelschuldverschreibungen im Wert von 1.707.737,60 € nach dem Fristablauf der dritten Tranche sowie von zwischenzeitlich ausgeschiedenen Mitarbeitern zurückgegeben worden.
Aus der vierten, fünften und sechsten Tranche sind 676.962 Wandelrechte im Nominalwert von 1.733.022,72 € ausgeübt worden. Damit wurden 6.769.620 Aktien im Nennwert von 17.330.227,20 € ausgegeben.
Die Entwicklung der gewährten Ansprüche auf Aktienoptionen (dritte bis achte Tranche) ergibt sich aus der folgenden Tabelle:

BEWERTUNG DER WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGEN DER FÜNFTEN BIS ACHTEN TRANCHE
Nach den Übergangsvorschriften des IFRS 2 wurden die Wandelschuldverschreibungen bewertet, die nach der Veröffentlichung des Standardentwurfs am 7. November 2002 gewährt wurden.
Der Fair Value der Wandelschuldverschreibungen wird durch ein Binomial-Optionspreismodell, das auf den oben aufgeführten Ausgabe- und Wandlungsbedingungen basiert, ermittelt. Bezüglich des Wandlungsverhaltens der Berechtigten wurde unterstellt, dass gewandelt wird, wenn der Aktienkurs 50 % über dem Wandelpreis liegt. Für die Ermittlung der Fair Values der Wandelschuldverschreibungen wurden historische und implizite Volatilitäten herangezogen, welche im Hinblick auf die erwartete Restlaufzeit der Wandlungsrechte ermittelt wurden. Die verwendeten Prämissen und der ermittelte Fair Value sind in folgender Tabelle dargestellt:

Der Fair Value der Wandelschuldverschreibungen wird zeitanteilig über die zweijährige Sperrfrist als Personalaufwand erfasst. Im Jahr 2006 fielen Aufwendungen in Höhe von 15 Mio. € an.
Nachfolgend werden die Entwicklung der ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen sowie ihre Ausübungspreise dargestellt.

Für 775.072 Wandelschuldverschreibungen erhöhte sich im Jahr 2006 der durchschnittliche Wandelpreis um 40,60 €.

Im Geschäftsjahr 2006 wurden 428.524 Wandelschuldverschreibungen zu einem gewichteten durchschnittlichen Kurs bei Ausübung von 664,21 € gewandelt.
DIVIDENDENVORSCHLAG
Die Dividendenausschüttung der Volkswagen AG richtet sich gemäß §58 Abs. 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Volkswagen AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Nach dem handelsrechtlichen Abschluss der Volkswagen AG ist ein Bilanzgewinn von 506 Mio. € ausschüttungsfähig. Vorstand und Aufsichtsrat der Volkswagen AG schlagen der Hauptversammlung vor, eine Dividendenausschüttung in Höhe von 1,25 € je Stammaktie und 1,31 € je Vorzugsaktie, also insgesamt 497 Mio. €, zu beschließen und den Restbetrag von 9 Mio. € als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
ANTEILE FREMDER GESELLSCHAFTER
Die Anteile fremder Gesellschafter am Eigenkapital entfallen im Wesentlichen auf Anteilseigner an der AUDI AG.
[ 22 ] LANG- UND KURZFRISTIGE FINANZSCHULDEN
Die Details der lang- und kurzfristigen Finanzschulden ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

Von den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind insgesamt 389 Mio. € im Wesentlichen durch Grundpfandrechte gesichert.
Für die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen sind marktübliche Zinssätze bis 7,4 % vereinbart.
Zur Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäfts durchgeführte Asset-Backed-Securities-Transaktionen in Höhe von 12.216 Mio. € (Vorjahr: 12.782 Mio. €) sind in den Anleihen, Schuldverschreibungen und Verbindlichkeiten aus Darlehen enthalten. Als Sicherheit dienen Forderungen aus dem Kundenfinanzierungs- und dem Leasinggeschäft in Höhe von 13.867 Mio. € (Vorjahr: 14.731 Mio. €).
Die Konditionen der Anleihen, Schuldverschreibungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Darlehen sowie deren Buchwerte und Fair Values ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

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