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Neue Modelle stärken den Aufwärtstrend

Sowohl das Wachstum der Weltwirtschaft als auch die positive Tendenz auf den weltweiten Automobilmärkten setzten sich im Jahr 2006 fort. Dank seiner attraktiven neuen Modelle profitierte der Volkswagen Konzern überdurchschnittlich von dieser positiven Entwicklung.

WELTWIRTSCHAFT WEITER IM AUFSCHWUNG
Die Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2006 fortgesetzt. Mit 3,6 % lag das Weltwirtschaftswachstum um 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau. Weiter gestiegene Rohstoff- und Energiepreise sowie die in vielen Ländern restriktivere Geldpolitik führten allerdings zu einem im Laufe des Jahres nachlassenden Expansionstempo.

NORDAMERIKA
Die konjunkturelle Dynamik der US-Wirtschaft hat sich nach dem kräftigen Aufschwung zu Beginn des Jahres 2006 deutlich vermindert. Im Gesamtjahr lag das Wachstum dennoch mit 3,4 (3,2) % leicht über dem des Vorjahres. Der US-Dollar schwächte sich im Jahresverlauf erheblich gegenüber dem Euro ab, konnte sich jedoch gegenüber dem Yen in der zweiten Jahreshälfte erholen. Die kanadische Wirtschaft wuchs um 2,7 (2,9) %. Als Folge der stabilen Konjunkturentwicklung in den USA und der hohen Ölpreise stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Mexiko um 4,9 (3,0) %.

SÜDAMERIKA/SÜDAFRIKA
Nach einem deutlichen Rückgang des Wirtschaftswachstums im Vorjahr erhöhte sich das BIP in Brasilien 2006 um 2,7 (2,3) %. Trotz einer zweistelligen Inflationsrate entwickelte sich die argentinische Volkswirtschaft mit 8,8 (9,2) % weiter sehr dynamisch. In Südafrika lag das BIP-Wachstum mit 4,9 (5,1) % leicht unter dem des Vorjahres. Die stark angestiegenen außenwirtschaftlichen Defizite führten zu einer deutlichen Abwertung des Rand.

ASIEN-PAZIFIK
Die Wirtschaftsdynamik ließ in den meisten asiatischen Schwellenländern im zurückliegenden Jahr nach. China erreichte jedoch mit einem Wachstum von 10,7 (10,4) % die höchste Steigerung seit elf Jahren. Das sowohl von der Binnen- als auch von der Auslandsnachfrage getragene Wirtschaftswachstum Japans lag mit 2,1 % auf dem Niveau von 2005. Indien setzte mit einer Erhöhung des BIP um 8,5 (8,4) % seine kräftige wirtschaftliche Expansion fort.

DEVISENKURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2005 BIS DEZEMBER 2006
INDEX AUF BASIS DER MONATSENDKURSE, STAND: 31.12.2005 = 100

EUROPA
In Westeuropa verstärkte sich 2006 der Aufschwung. Sowohl die Exporte als auch die Binnennachfrage, insbesondere nach Investitionsgütern, lieferten Wachstumsimpulse. Die Zuwachsrate des BIP erhöhte sich im Euroraum auf 2,6 (1,4) %. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 7,9 %. Der Euro festigte sich gegenüber dem US-Dollar und dem Yen. In Zentral- und Osteuropa wuchs die Wirtschaft mit 6,0 (5,7) % weiterhin sehr kräftig.

DEUTSCHLAND
Die deutsche Wirtschaft erreichte im vergangenen Jahr mit 2,7 (0,9) % die höchste Wachstumsrate seit sechs Jahren. Neben den Exporten als wesentlicher Konjunkturstütze wurde der Aufschwung auch von der steigenden Inlandsnachfrage nach Investitionsgütern getragen. Der private Konsum dagegen belebte sich trotz der Vorzieheffekte aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 nur zögerlich. Die Arbeitslosenquote sank auf durchschnittlich 10,8 (11,7) %.

WELTWEITE PKW-VERKÄUFE ERNEUT GESTIEGEN
Im Berichtsjahr erhöhte sich die weltweite Pkw-Nachfrage um 2,6 % auf 54,4 Mio. Fahrzeuge. Überdurchschnittliche Zuwächse wiesen dabei insbesondere die südamerikanischen und osteuropäischen Märkte sowie China und Indien auf. Der weltweit größte Markt USA verzeichnete einen Rückgang der Neuzulassungen. In Westeuropa bewegte sich die Pkw-Nachfrage leicht über dem Vorjahresniveau. Die Weltautomobilproduktion erhöhte sich um 3,4 % auf 67,2 Mio. Einheiten, davon waren 56,8 Mio. Pkw (+ 3,4 %).

NORDAMERIKA
In Nordamerika lag das Marktvolumen im Berichtsjahr insgesamt um 2,5 % unter dem des Vorjahres. Der US-amerikanische Markt war wie in den Jahren zuvor von Verkaufsförderungsaktionen geprägt; dennoch schwächte sich die Nachfrage im Berichtszeitraum insgesamt ab. Während leichte Nutzfahrzeuge vor allem aufgrund der hohen Benzinpreise weniger gefragt waren, stiegen die Pkw-Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % auf 7,8 Mio. Fahrzeuge. Auch in Kanada nahmen die Pkw-Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr zu, und zwar um 2,1 % auf 863 Tsd. Einheiten. In Mexiko verringerte sich hingegen die Zahl der Pkw-Neuzulassungen um 4,8 % auf 680 Tsd. Einheiten.

SÜDAMERIKA/SÜDAFRIKA
Die Pkw-Neuzulassungen in Südamerika wuchsen im Berichtszeitraum dynamisch. In Brasilien wurden im Berichtsjahr 1,8 Mio. Pkw und leichte Nutzfahrzeuge neu zugelassen (+ 13,1 %). Diesem Anstieg stand ein Rückgang von 5,1 % bei den Lkw-Verkäufen gegenüber. Die Fahrzeugexporte unterschritten mit 845 Tsd. Einheiten (– 5,8 %) den Rekordwert des Geschäftsjahres 2005 deutlich. In Argentinien wurden im Berichtsjahr 312 Tsd. Pkw und damit 16,1 % mehr Fahrzeuge als im Jahr zuvor nachgefragt. Das Pkw-Gesamtmarktvolumen in Südafrika erreichte mit 482 Tsd. Fahrzeugen (+ 14,0 %) im dritten Jahr in Folge einen neuen Höchstwert.

WIRTSCHAFTSWACHSTUM
BIP-VERÄNDERUNG IN PROZENT

ASIEN-PAZIFIK
Das überproportionale Nachfragewachstum im asiatisch-pazifischen Raum setzte sich insbesondere aufgrund der positiven Gesamtmarktentwicklung in China und Indien im Jahr 2006 fort. Mit einem Zuwachs von 861 Tsd. auf 4,2 Mio. Fahrzeuge verzeichnete der Pkw-Markt in China erneut die weltweit höchste absolute Nachfragesteigerung. Damit ist China hinter den USA und Japan zum drittgrößten Pkw-Markt der Welt aufgestiegen. Der japanische Automobilmarkt schwächte sich insbesondere aufgrund höherer Kraftstoffpreise leicht ab. Mit 4,6 Mio. verkauften Einheiten lag das Pkw-Marktvolumen dort um 2,2 % unter dem Niveau des Vorjahres. Auf dem zweitgrößten asiatischen Wachstumsmarkt Indien führte vor allem die Senkung der Verbrauchsteuer auf Kleinwagen dazu, dass im Vergleich zum Vorjahr 19,9 % mehr Fahrzeuge verkauft wurden.

EUROPA/ÜBRIGE MÄRKTE
Im Berichtszeitraum lag die Pkw-Nachfrage in Westeuropa mit 14,7 Mio. Fahrzeugen (+ 0,7 %) insgesamt nur leicht über dem Vorjahresniveau. Der Anteil der Dieselfahrzeuge an den Pkw-Neuzulassungen überschritt dabei erstmals die Marke von 50 %. Während in den großen Märkten Italien und Deutschland das Zulassungsvolumen gegenüber dem Vorjahr wuchs, verringerte es sich in Großbritannien, Frankreich und Spanien. Dort wirkten sich die erhöhten Zinsen und die gegenüber 2005 nochmals gestiegenen Kraftstoffpreise dämpfend auf die Nachfrage aus. In Zentral- und Osteuropa wurden 2006 wesentlich mehr Pkw neu zugelassen als im Vorjahr. Das insgesamt hohe Marktwachstum ist jedoch fast ausschließlich auf die starken Steigerungen in der Ukraine (+ 39,7 %), in Russland (+ 26,6 %) und in Rumänien (+ 16,2 %) zurückzuführen. Die Pkw-Verkäufe in der Türkei gingen deutlich zurück (– 14,9 %).

DEUTSCHLAND
Im Berichtsjahr erhöhte sich die Automobilnachfrage in Deutschland um 4,4 % auf 3,8 Mio. Fahrzeuge. Sowohl gestiegene Pkw-Neuzulassungen als auch eine deutliche Belebung auf dem Nutzfahrzeugmarkt trugen zum besten Gesamtmarktergebnis der vergangenen sieben Jahre bei. Neben der Vielzahl der im Berichtsjahr neu in den Markt eingeführten Modelle ist der Anstieg der Pkw-Nachfrage um 3,8 % auf 3,5 Mio. Fahrzeuge hier auch auf vorgezogene Käufe im Hinblick auf die Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 zurückzuführen. Die Neuzulassungen von Lkw bis zu einem Gesamtgewicht von sechs Tonnen erhöhten sich um 12,3 % auf 204 Tsd. Einheiten. Insgesamt fertigten die inländischen Hersteller im vergangenen Jahr 5,8 Mio. Automobile (+ 1,1 %), von denen 4,2 Mio. exportiert wurden (+ 2,4 %); damit erzielten sie neue Höchstwerte.

AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS NACH MONATEN
IN TSD. FAHRZEUGE

MODELLNEUHEITEN 2006
Weltweit umfasst das Fahrzeugangebot des Volkswagen Konzerns mehr als 100 Pkw- und Nutzfahrzeug-Modelle. Bei den Pkw reicht es vom Fox bis zum Bugatti Veyron und bei den Nutzfahrzeugen vom Caddy bis zu den schweren Lkw der Constellation-Baureihe. Die Volkswagen Financial Services AG ergänzt das Angebot mit zahlreichen Produkten und Dienstleistungen rund um die Automobilität.

Zu den wichtigsten Modellneuheiten des Jahres 2006 der Markengruppe Volkswagen zählten: der Eos – das weltweit erste viersitzige Cabriolet mit fünfteiligem CSC-Dach –, der Golf GT, der CrossPolo und der Škoda Roomster sowie die zwei Cabrios Bentley Continental GTC und Bentley Azure. Die Markengruppe Audi überzeugte mit dem Oberklasse-SUV Q7 sowie dem Nachfolger des Audi TT Coupé, einem Sportwagen mit klarer, kompromissloser Form und fortschrittlicher Technik. Weitere neue Modelle waren der SEAT Altea XL und der Lamborghini Gallardo Spyder. Die Geschäftssparte Nutzfahrzeuge präsentierte den Crafter, das Nachfolgemodell des LT. Die Volkswagen Financial Services AG leistete mit dem „Volkswagen-Sorglos-Paket“ ihren innovativen Beitrag: Für eine günstige monatliche Pauschale erhält der Kunde neben der Finanzierung und der Versicherung umfangreiche Dienstleistungen.

FAHRZEUGAUSLIEFERUNGEN WELTWEIT
Der Volkswagen Konzern steigerte im Geschäftsjahr 2006 die Auslieferungen an Kunden um 9,4 % auf 5.733.600 Fahrzeuge und erzielte damit einen neuen Verkaufsrekord. Die Grafik oben zeigt, dass die Auslieferungszahlen in allen Monaten des Berichtsjahres, mit Ausnahme des Dezembers, die des jeweiligen Vorjahresmonats übertrafen. Bis auf SEAT erzielten alle Marken des Konzerns neue Rekordwerte. Der Pkw-Weltmarktanteil des Konzerns erhöhte sich dadurch auf 9,7 (9,1) %.

Einen Überblick über die Auslieferungszahlen auf unseren wesentlichen Märkten und die dort erzielten Pkw-Marktanteile geben wir in der Tabelle auf Seite 56. Nachfolgend erläutern wir die besonderen Gegebenheiten der einzelnen Märkte.

AUSLIEFERUNGEN IN EUROPA/ÜBRIGE MÄRKTE
Auch im Geschäftsjahr 2006 lieferten wir mit 54,2 (56,0) % den größten Teil unserer Fahrzeuge auf den westeuropäischen Märkten (einschließlich Deutschland) an Kunden aus. Alle Marken des Konzerns konnten hier die Verkaufszahlen des Vorjahres übertreffen. Vor allem die Modelle Fox, Jetta, Passat Variant und SEAT Leon erzielten überdurchschnittliche Zuwachsraten. Zudem wurden Audi A3, Audi A4 Cabriolet, Audi A6 sowie Škoda Octavia und Caddy verstärkt nachgefragt.

Die neuen Modelle Eos, Škoda Roomster, Audi Q7, Audi TT Coupé und Crafter wurden ebenfalls sehr positiv im Markt aufgenommen. Mit einem Anstieg des Pkw-Marktanteils auf 19,9 (18,9) % baute der Volkswagen Konzern seine Marktführerschaft in Westeuropa aus.

In Zentral- und Osteuropa wurden die Konzernmodelle auf den einzelnen Märkten unterschiedlich stark nachgefragt: Gesamtmarktbedingt rückläufigen Verkäufen in Ungarn standen deutliche Steigerungen der Auslieferungen an Kunden in Russland und Rumänien gegenüber. Insgesamt erhöhten sich die Verkaufszahlen auf diesen Märkten um 16,7 %. Dabei wurden vor allem mehr Fahrzeuge der Modelle Polo, Jetta, Passat Limousine und Passat Variant, Touareg, Škoda Octavia und Audi A6 an Kunden ausgeliefert.

Die Nachfrage nach Konzernmodellen auf den Übrigen Märkten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 %.

AUSLIEFERUNGEN IN DEUTSCHLAND
Der Volkswagen Konzern konnte von dem leichten Anstieg der Nachfrage in Deutschland überproportional profitieren und seine Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 % steigern. Der Marktanteil erhöhte sich dementsprechend auf 32,6 (30,8) %. Für den Zuwachs sorgten vor allem die neuen Modelle Fox, Jetta, Passat Variant, Audi A4 Cabriolet und SEAT Leon. Darüber hinaus erzielten Golf Plus, Touran, Škoda Fabia, Škoda Octavia und Audi A3 überdurchschnittliche Zuwachsraten. In sieben von elf Segmenten der deutschen Zulassungsstatistik des Jahres 2006 lagen Konzernmodelle an der Spitze: Fox, Polo, Golf, Passat, Audi A6, Touran und Multivan/Transporter. Der Golf führte erneut die Liste aller in Deutschland neu zugelassenen Pkw an.

AUSLIEFERUNGEN AN KUNDEN NACH MÄRKTEN1

WELTWEITE AUSLIEFERUNGEN DER IM JAHR 2006 ERFOLGREICHSTEN KONZERNMODELLE
IN TSD. FAHRZEUGE

AUSLIEFERUNGEN IN NORDAMERIKA
Auf dem von Verkaufsförderungsmaßnahmen geprägten US-amerikanischen Pkw-Markt konnten wir im vergangenen Jahr unsere Auslieferungen an Kunden im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 % steigern. Gegen Ende des Berichtsjahres war die Entwicklung jedoch rückläufig, da die Markteinführung und der Erfolg des neuen Passat 2005 zu einem hohen Verkaufsvolumen und damit zu einer Trendwende unserer Absatzsituation geführt hatten. Die Modelle Golf und Audi A3 wurden verstärkt nachgefragt. Deutliche Steigerungen erzielten auch Bentley- und Lamborghini-Modelle. Moderate Zuwächse verzeichneten wir beim Passat, beim New Beetle und beim Audi A4. Auf dem kanadischen Pkw-Markt lieferten wir 11,3 % mehr Einheiten aus als im Jahr 2005. Vor allem unsere Modelle Jetta, Golf und Audi A3 trugen zu dieser Entwicklung bei. Unsere Verkäufe auf dem rückläufigen Pkw-Markt in Mexiko verringerten sich um 8,2 %. Zuwächsen bei den Modellen Fox, New Beetle, Jetta und Passat standen hier Rückgänge beim Gol und Polo gegenüber.

AUSLIEFERUNGEN IN SÜDAMERIKA/SÜDAFRIKA
Im Geschäftsjahr 2006 setzte sich auf den wesentlichen Pkw-Märkten in Südamerika/Südafrika die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Die Auslieferungen des Volkswagen Konzerns stiegen um 14,9 %.

In Brasilien blieb das Einstiegsmodell Fox das beliebteste Konzernmodell mit einem Anteil von 27,0 % am Gesamtauslieferungsvolumen. Insgesamt stiegen die Verkaufszahlen von Konzernmodellen hier um 15,1 %. Die in den Auslieferungen enthaltenen Verkäufe der leichten Nutzfahrzeuge Saveiro und T2 nahmen um 38,7 % zu. Die Nachfrage nach schweren Nutzfahrzeugen aus brasilianischer Fertigung (Lkw der Gewichtsklassen 5 bis 45 Tonnen) verringerte sich um 4,0 %. Die Verkäufe von Bussen erhöhten sich auf 4.906 (3.499) Einheiten.

Die Auslieferungen des Konzerns auf dem argentinischen Pkw-Markt lagen um 16,1 % über dem Vorjahreswert. Überdurchschnittliche Zuwachsraten wiesen dabei die Modelle Fox, Jetta, Passat Limousine und Audi A3 auf. Mit einem Marktanteil von 26,8 % konnte der Konzern seine Marktführerschaft in Argentinien bestätigen. Dort wurden im Berichtsjahr 2.917 (3.251) schwere Lkw und Busse des Konzerns ausgeliefert.

In Südafrika lieferte der Volkswagen Konzern im Vergleich zum Vorjahr 17,1 % mehr Einheiten an Kunden aus. Damit konnten wir unseren Marktanteil auf 22,0 % ausbauen und die Marktführerschaft behaupten. Die Modelle Polo, Jetta, Passat und Audi A3 verzeichneten die höchsten Zuwächse.

AUSLIEFERUNGEN IN ASIEN-PAZIFIK
Die Auslieferungen des Volkswagen Konzerns auf den Pkw-Märkten im Raum Asien-Pazifik stiegen im Geschäftsjahr 2006 im Vergleich zum Vorjahr um 22,5 %. Vor allem die lebhaftere Nachfrage nach Konzernmodellen auf dem chinesischen Pkw-Markt trug zu dieser positiven Entwicklung bei. Die Modelle Polo, Jetta Sagitar, Passat Lingyu, Audi A4 und Audi A6 wiesen hier die deutlichsten Steigerungsraten auf. Trotz des anhaltenden Wettbewerbsdrucks aufgrund verstärkter Kaufanreize anderer Hersteller blieb der Volkswagen Konzern mit einem Anteil von 17,1 % Pkw-Marktführer in China. Unsere Verkäufe auf dem Pkw-Markt in Japan stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 %. Daran hatten die Modelle Polo, Jetta, Passat, Audi A3 und Bentley Continental GT den größten Anteil.

Auf den weiteren Märkten Asien-Pazifiks, wie Australien und Taiwan, erzielten vor allem die Modelle Polo und Golf hohe Zuwachsraten.

AUFTRAGSLAGE DES VOLKSWAGEN KONZERNS IN WESTEUROPA
Die Nachfrage in Westeuropa (einschließlich Deutschland) entwickelte sich 2006 für den Konzern sehr positiv. Das spiegelte sich auch in den Auftragseingängen wider, die gegenüber dem Vorjahr um 6,3 % anstiegen. Besonders erwähnenswert sind die Ordereingänge aus Deutschland (+ 7,4 %), Großbritannien (+ 12,5 %), Schweden (+ 12,0 %) und Irland (+ 15,5 %).

Alle Konzernmarken erhielten mehr Aufträge als im Vorjahr. Dabei wiesen die Geschäftssparte Nutzfahrzeuge (+ 11,5 %) und die Marke Škoda (+ 11,4 %) die größten Steigerungsraten auf.

Die Auftragsbilanz des Volkswagen Konzerns zum 31. Dezember 2006: inländischer Auftragsbestand 128.240 Fahrzeuge und 258.245 vorliegende Fahrzeugbestellungen aus dem westeuropäischen Ausland. Dies entspricht einem gegenüber dem Vorjahr um 10,6 % höheren Auftragsbestand.

Dabei sind in Deutschland vorgezogene Käufe aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 zu berücksichtigen, die den Auftragsbestand zum 31. Dezember 2006 verringert haben.

ABSATZ AN DIE HANDELSORGANISATION
Der Volkswagen Konzern steigerte im Geschäftsjahr 2006 den weltweiten Absatz an die Handelsorganisation im Vergleich zum Vorjahreswert um 10,2 % auf 5.720.096 Fahrzeuge.

Mit 80,9 (80,4)  % setzten wir den überwiegenden Teil unserer Modelle im Ausland ab. Insbesondere durch die Verkaufszuwächse in China, Brasilien sowie Zentral- und Osteuropa erhöhte sich der Auslandsabsatz um 10,9 % auf 4.627.322 Fahrzeuge. In Deutschland setzte sich der positive Trend des Vorjahres ebenfalls fort. Hier verzeichneten wir einen Anstieg der Verkäufe um 7,2 % auf 1.092.774 Fahrzeuge.

Mit 718.467 weltweit abgesetzten Einheiten war der Golf erneut unser Hauptvolumenträger. Das entspricht einem Anteil von 12,6 % am Konzernabsatz. Die deutlichsten Steigerungsraten erzielten der Audi allroad mit 86,5 %, das Audi TT Coupé (+ 77,1 %), der Passat Variant (+ 53,8 %) und der Audi A3 Sportback (+ 31,0 %). Auch bei unseren Modellen Jetta, Golf Plus, Škoda Octavia Kombi, SEAT Leon, Lamborghini Murciélago, Crafter und Saveiro konnten wir beträchtliche Zuwächse verzeichnen. Aufgrund der erfolgten beziehungsweise anstehenden Modellwechsel und -pflegen war der Absatz der Modelle Phaeton, Touareg, Sharan, Golf Variant, Audi A4 Limousine, Audi A3 Limousine und Audi TT Roadster rückläufig.

PRODUKTION
Weltweit produzierte der Volkswagen Konzern im Berichtsjahr 5.659.578 Fahrzeuge. Dies entspricht einem Anstieg von 8,4 % gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere die steigende Nachfrage nach unseren neuen Modellen verbesserte die Auslastung der betreffenden Werke. Dies galt vor allem für die Fertigungen bei Volkswagen Slovakia a.s., Volkswagen de Mexico S.A., Škoda a.s. und Audi Hungaria Motor Kft. Aufgrund der positiven Absatzentwicklung in China stieg auch das Produktionsvolumen der chinesischen Joint-Venture-Gesellschaften gegenüber dem Vorjahr deutlich um 44,8 % auf 697.458 Fahrzeuge. Die Gesamtfertigungszahl enthält 1.194 Modelle des Ford Galaxy, die in den Absatz, jedoch nicht in die Auslieferungen an Kunden einbezogen werden. Nicht in den Produktionszahlen enthalten sind die gefertigten Modelle des Crafter, der in den DaimlerChrysler-Werken in Düsseldorf und Ludwigsfelde produziert wird. Der Inlandsanteil der Produktion verringerte sich auf 34,2 (36,6) %. Pro Arbeitstag produzierten die Werke weltweit durchschnittlich 24.521 Einheiten; das entspricht einem Anstieg von 9,0 % gegenüber dem Vorjahr.

LAGERBESTÄNDE
Im Vergleich zum Vorjahr bewegten sich im Geschäftsjahr 2006 die weltweiten Lagerbestände bei den Konzerngesellschaften und in der Handelsorganisation auf einem niedrigeren Niveau. Auch am Jahresende 2006 lagen sie unter denen des Vorjahres. Die Versorgung unserer Kunden war weiterhin sichergestellt.

MITARBEITERZAHL
Der Volkswagen Konzern beschäftigte im Berichtsjahr einschließlich der fahrzeugproduzierenden Joint-Venture-Gesellschaften in China durchschnittlich 328.599 Personen (– 4,8 %). 173.790 Mitarbeiter waren bei unseren inländischen Gesellschaften tätig, was einem Anteil von 52,9 (52,0) % entsprach. Zum Bilanzstichtag beschäftigte der Volkswagen Konzern 324.875 Mitarbeiter (– 5,8 %). Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus dem Verkauf der gedas-Gruppe und der Europcar-Gruppe sowie der im Rahmen der Leistungssteigerungsmaßnahmen eingeleiteten Reduzierung der Belegschaft, insbesondere bei der Volkswagen AG. Zum 31. Dezember 2006 waren 168.940 Personen bei Gesellschaften im Inland (– 5,5 %) angestellt. Die Zahl der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter betrug 155.935 (– 6,2 %). Konzernweit erhöhte sich die Zahl der Auszubildenden um 2,2 % auf 9.199.

RECHTLICHE UNTERNEHMENSSTRUKTUR IN GRUNDZÜGEN
Die Volkswagen AG ist die Muttergesellschaft des Volkswagen Konzerns. Sie entwickelt einerseits Fahrzeuge und Motoren für den Konzern, andererseits produziert und vertreibt sie insbesondere Pkw und Nutzfahrzeuge der Marke Volkswagen. In ihrer Funktion als Muttergesellschaft hält die Volkswagen AG Beteiligungen an der AUDI AG, der SEAT S.A., der ŠKODA AUTO a.s., der Volkswagen Financial Services AG sowie zahlreichen weiteren Gesellschaften im In- und Ausland. Eine Übersicht der wesentlichen Beteiligungen finden Sie im Anhang des Konzernabschlusses.

Der Vorstand der Volkswagen AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen und den Konzern sind, unmittelbar eingebunden.

Informationen zur Vergütungsstruktur des Vorstands und des Aufsichtsrats finden Sie im Anhang des Volkswagen Konzernabschlusses sowie im Anhang des Abschlusses der Volkswagen AG. Dieser ist im Internet auf der Website www.volkswagen-ir.de abrufbar oder kann unentgeltlich bei der Volkswagen AG unter der im Impressum des Berichts genannten Adresse angefordert werden.

ERGÄNZENDE ANGABEN NACH § 289 ABS. 4 HGB BEZIEHUNGSWEISE § 315 ABS. 4 HGB
Mit dem In-Kraft-Treten des Übernahmerichtlinien-Umsetzungsgesetzes am 14. Juli 2006 wurde die Richtlinie 2004/25/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. April 2004 betreffend Übernahmeangebote („EU-Übernahmerichtlinie“) in deutsches Recht umgesetzt. Das Gesetz sieht unter anderem Änderungen im HGB vor und erfordert hier ergänzende Angaben im Lagebericht, die wir nachfolgend darstellen.

KAPITALVERHÄLTNISSE
Am 31. Dezember 2006 betrug das Grundkapital der Volkswagen AG 1.004.078.968,32 € (1.093.550.284,80 €) und setzte sich aus 286.980.067 Stammaktien und 105.238.280 Vorzugsaktien zusammen. Eine Aktie gewährt einen anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,56 €.

AKTIONÄRSRECHTE UND -PFLICHTEN
Dem Aktionär stehen Vermögens- und Verwaltungsrechte zu. Zu den Vermögensrechten gehören vor allem das Recht auf Teilhabe am Gewinn (§ 58 Abs. 4 AktG) und an einem Liquidationserlös (§ 271 AktG) sowie das Bezugsrecht auf Aktien bei Kapitalerhöhungen (§ 186 AktG).

Zu den Verwaltungsrechten gehören das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen und das Recht, dort zu reden, Fragen und Anträge zu stellen sowie die Stimmrechte auszuüben. Der Aktionär kann diese Rechte insbesondere durch Auskunfts- und Anfechtungsklagen durchsetzen.

Jede Stammaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die von ihr zu bestellenden Mitglieder des Aufsichtsrats und den Abschlussprüfer; sie entscheidet insbesondere über die Gewinnverwendung, die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, über Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen, über Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien sowie gegebenenfalls über die Durchführung einer Sonderprüfung, über eine vorzeitige Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrats und über die Auflösung der Gesellschaft.

Den Vorzugsaktionären steht in der Regel kein Stimmrecht zu. Soweit jedoch den Vorzugsaktionären nach dem Gesetz ausnahmsweise ein Stimmrecht zwingend zusteht (so zum Beispiel bei Ausfall des Vorzugsbetrags in einem Jahr und nicht vollständiger Nachzahlung im folgenden Jahr), gewährt auch jede Vorzugsaktie eine Stimme in der Hauptversammlung. Darüber hinaus sind die Vorzugsaktien mit dem Recht auf eine um 0,06 € höhere Dividende als die Stammaktien ausgestattet (weitere Einzelheiten dieses Rechtes auf Vorzugsdividende ergeben sich aus § 28 Abs. 2 der Satzung).

§ 3 Volkswagen-Gesetz und § 25 der Satzung der Volkswagen AG sehen für die Vertretung bei der Stimmrechtsausübung Folgendes vor:
Niemand darf das Stimmrecht im eigenen Namen für Aktien ausüben, die ihm nicht gehören. Wer das Stimmrecht für Aktien ausübt, die ihm nicht gehören, bedarf, sofern er nicht gesetzlicher Vertreter des Aktionärs ist, einer schriftlichen Vollmacht des Aktionärs. Die Vollmacht gilt nur für die jeweils nächste Hauptversammlung.

Wer Aktionäre geschäftsmäßig vertritt, darf das Stimmrecht aufgrund einer Vollmacht nur ausüben, wenn der Aktionär ihm gleichzeitig mit der Vollmacht schriftlich Weisungen zu den einzelnen Gegenständen der Tagesordnung erteilt hat. Vollmacht und Weisungen dürfen frühestens mit den Mitteilungen nach § 128 AktG eingeholt werden.

Die Hauptversammlung fasst ihre Beschlüsse in der Regel mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Beschlüsse der Hauptversammlung, für die nach dem Aktiengesetz eine Mehrheit erforderlich ist, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst, bedürfen einer Mehrheit von mehr als vier Fünftel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals der Gesellschaft.

STIMMRECHTSBESCHRÄNKUNG
Gehören einem Aktionär mehr als der fünfte Teil der Aktien der Gesellschaft, so beschränkt sich sein Stimmrecht auf die Anzahl von Stimmen, die der fünfte Teil der Aktien gewährt (§ 2 Abs. 1 Volkswagen-Gesetz in Verbindung mit § 24 der Satzung). Zu den Aktien, die einem Aktionär gehören, rechnen auch die Aktien, die ein Dritter für Rechnung des Aktionärs hält. Ist ein Unternehmen Aktionär, so rechnen zu den Aktien, die ihm gehören, auch die Aktien, die ein beherrschendes, ein von ihm abhängiges oder ein mit ihm konzernverbundenes Unternehmen oder die ein Dritter für Rechnung solcher Unternehmen innehat. Zur Umgehung der Stimmrechtsbeschränkung dürfen Aktien der Gesellschaft nicht übertragen werden.

BETEILIGUNGEN AM KAPITAL, DIE 10% DER STIMMRECHTE ÜBERSCHREITEN
Beteiligungen an der Volkswagen AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, haben wir im Anhang der Volkswagen AG sowie im Anhang des Volkswagen Konzerns dargestellt.

BESETZUNG DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat setzt sich aus 20 Mitgliedern zusammen und besteht zur einen Hälfte aus Kapitaleignervertretern. Gemäß § 4 Volkswagen-Gesetz in Verbindung mit § 12 der Satzung sind die Bundesrepublik Deutschland und das Land Niedersachsen berechtigt, je zwei der Kapitaleignervertreter zu entsenden, solange ihnen Aktien der Volkswagen AG gehören. Dies trifft derzeit nur auf das Land Niedersachsen zu. Die übrigen Kapitaleignervertreter werden von der Hauptversammlung gewählt. Die andere Hälfte des Aufsichtsrats besteht aus Arbeitnehmervertretern, die von den Arbeitnehmern nach dem Mitbestimmungsgesetz gewählt werden. Insgesamt sieben dieser Arbeitnehmervertreter sind Beschäftigte des Unternehmens; die anderen drei Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer vertreten die Gewerkschaften. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, in der Regel ein vom Aufsichtsrat aus seiner Mitte gewählter Kapitaleignervertreter, hat unter den Bedingungen des Mitbestimmungsgesetzes bei Stimmengleichheit im Aufsichtsrat letztlich zwei Stimmen.

GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND BESTIMMUNGEN DER SATZUNG ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER MITGLIEDER DES VORSTANDS UND ÜBER DIE ÄNDERUNG DER SATZUNG
Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in § 84 und § 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Ergänzend hierzu bestimmt die Satzung in § 6, dass die Zahl der Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat festgesetzt wird und dass der Vorstand aus mindestens drei Personen bestehen muss.

Für Satzungsänderungen ist gemäß § 4 Abs. 3 Volkswagen-Gesetz und § 26 Abs. 2 der Satzung eine Mehrheit von über 80 % der in der Hauptversammlung abgegebenen Stimmen erforderlich.

BEFUGNISSE DES VORSTANDS INSBESONDERE ZUR AUSGABE NEUER AKTIEN UND ZUM RÜCKERWERB EIGENER AKTIEN
Nach den aktienrechtlichen Vorschriften kann die Hauptversammlung den Vorstand für höchstens fünf Jahre ermächtigen, neue Aktien auszugeben. Sie kann ihn auch für höchstens fünf Jahre dazu ermächtigen, Wandelschuldverschreibungen auszugeben, aufgrund derer neue Aktien auszugeben sind. Inwiefern dabei den Aktionären ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu gewähren ist, entscheidet ebenfalls die Hauptversammlung. Das für diese Zwecke höchstens zur Verfügung stehende genehmigte beziehungsweise bedingte Kapital ergibt sich aus der jeweils gültigen Fassung des § 4 der Satzung der Volkswagen AG.

Der Erwerb eigener Aktien bestimmt sich nach § 71 AktG. Auf der letzten Hauptversammlung am 3. Mai 2006 in Hamburg wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Stammaktien und/oder stimmrechtslose Vorzugsaktien der Volkswagen AG einmalig oder mehrmals bis zu einem Anteil von höchstens 10 % des Grundkapitals – das heißt insgesamt bis zu 38.554.872 Aktien – über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots zu erwerben. Diese Ermächtigung wurde am 22. Oktober 2006 wirksam und gilt bis zum 3. November 2007, soweit die Hauptversammlung vorher keinen anderen Beschluss fasst. Einzelheiten zur Ausgabe neuer Aktien und zur Einziehung eigener Aktien sind im Anhang dargestellt.

WESENTLICHE VEREINBARUNGEN DES MUTTERUNTERNEHMENS, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHEN
Ein Bankenkonsortium hat der Volkswagen AG am 14. Juni 2005 eine syndizierte Kreditlinie über 12,5 Mrd. € eingeräumt. Diese Kreditlinie besteht bis Juni 2011 und kann um ein Jahr verlängert werden. Die Kreditgeber können die Kreditlinie mit sofortiger Wirkung kündigen und die Rückzahlung in Anspruch genommener Beträge verlangen, wenn die Kontrolle (im Sinne der EU-Übernahmerichtlinie) über die Volkswagen AG erlangt wird. Ein solches Kündigungsrecht ist marktüblich (vgl. Empfehlung der Loan Market Association).

RECHTLICHE EINFLUSSFAKTOREN AUF DAS GESCHÄFT
Wie bei anderen international tätigen Unternehmen wirken zahlreiche in- und ausländische Rechtsordnungen auf das Geschäft der Volkswagen Gesellschaften ein. Dabei handelt es sich vor allem um entwicklungs-, produktions- und vertriebsbezogene Vorschriften, aber auch beispielsweise um steuer-, gesellschafts- und kapitalmarktrechtliche sowie arbeits-, banken- und versicherungsrechtliche Regelungen.

Im Geschäftsjahr 2006 wirkte sich vor allem die für das Jahr 2007 beschlossene Erhöhung der deutschen Umsatzsteuer positiv auf den Verkauf von Fahrzeugen im Inland aus.

Die Berichterstattung über die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Braunschweig im Zusammenhang mit den Vorkommnissen (Tarnfirmen, Veruntreuung), die Volkswagen Ende Juni 2005 zur Anzeige gebracht hatte, sowie die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen Schmiergeldzahlungen von Zuliefererfirmen hatten bislang keinen wesentlichen Einfluss auf das Geschäft.

Die Europäische Kommission plant, den Designschutz für sichtbare Fahrzeugteile aufzuheben. Sollte das Vorhaben tatsächlich umgesetzt werden, könnte sich dies negativ auf das Originalteilegeschäft des Volkswagen Konzerns auswirken.

ORGANISATORISCHE UNTERNEHMENSSTRUKTUR
Die Volkswagen AG und der Volkswagen Konzern werden vom Vorstand der Volkswagen AG auf Basis der Satzung der Volkswagen AG und der durch den Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand der Volkswagen AG geleitet. Danach bedürfen bestimmte Geschäfte der Zustimmung des Aufsichtsrats. Darüber hinaus nimmt der Vorstand im Gremium Konzernleitung bestimmte Umfänge seiner Konzernleitungsverantwortung wahr. Dieses Gremium besteht aus den Mitgliedern des Vorstands und Top-Managern, denen der Vorstand bestimmte Leitungsfunktionen übertragen hat.

Informationen zur zukünftigen Struktur von Vorstand und Leitungsgremien finden Sie im Prognosebericht.

Im Geschäftsjahr 2006 wurde die Konzernleitung um folgende Funktionen erweitert: Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Financial Services AG (Herr Burkhard Breiing), Konzern Komponente (Herr Dr. Werner Neubauer), Konzernsteuerung China (Herr Dr. Winfried Vahland), Konzernsteuerung Nordamerika (Herr Frank Witter) und Konzernsteuerung Südamerika (Herr Dr. Viktor Klima). Die Konzernleitung trägt im gesetzlichen Rahmen Sorge dafür, dass das Konzerninteresse bei Entscheidungen der Marken und Gesellschaften des Volkswagen Konzerns beachtet wird, und koordiniert wichtige markenübergreifende Themen.

Jede Marke des Volkswagen Konzerns wird von einem Markenvorstand geleitet. Dabei sind die vom Vorstand der Volkswagen AG beziehungsweise von der Konzernleitung festgelegten Konzernziele und -vorgaben zu berücksichtigen; gleichzeitig sind die jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen zu beachten. Die Rechte und Pflichten der gesetzlichen Aufsichtsgremien der betreffenden Markengesellschaft bleiben unberührt. Angelegenheiten von konzernweiter Bedeutung werden der Konzernleitung vorgelegt.

Die Gesellschaften des Volkswagen Konzerns werden von ihrer jeweiligen Geschäftsleitung in eigener Verantwortung geführt. Dabei berücksichtigen die Geschäftsleitungen in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen neben den Interessen der Gesellschaft auch Konzern- und Markeninteressen.

WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN IM BETEILIGUNGSBEREICH
Im Zuge der Fokussierung auf das Kerngeschäft hat die Volkswagen AG am 31. März 2006 ihre 100-prozentige Tochter gedas Aktiengesellschaft an die T-Systems AG, eine Tochtergesellschaft der Deutsche Telekom AG, verkauft. Außerdem hat die Volkswagen AG am 31. März 2006 ihre 50%-Beteiligung an der Volkswagen Bordnetze GmbH an die japanische Sumitomo-Gruppe veräußert.

Am 31. Mai 2006 hat die Volkswagen AG die Europcar International S.A.S.U. an die Eurazeo-Gruppe verkauft.

Im Mai 2006 hat die Volkswagen AG die OOO Volkswagen RUS mit Sitz in Kaluga, 160 Kilometer südwestlich von Moskau, gegründet. Zweck der Gesellschaft ist zunächst die Errichtung einer Fabrik in Kaluga, deren Grundsteinlegung am 28. Oktober 2006 stattfand. Für 2007 ist die Aufnahme der Produktion von Fahrzeugen der Marken Volkswagen und Škoda in der Russischen Föderation geplant. 

Im November 2006 wurde die Global Automotive C.V. in Amsterdam, Niederlande, gegründet. Sie soll die Beteiligungen verschiedener ausländischer Konzerngesellschaften halten. Die Autogerma S.p.A. firmiert seit 1. Januar 2007 als Volkswagen Group Italia S.p.A.

GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF
Für das Geschäftsjahr 2006 hatten wir uns das Ziel gesetzt, bei einem leichten Wachstum der weltweiten Automobilnachfrage unsere Auslieferungen an Kunden zu steigern. Diese Erwartung hat sich mehr als bestätigt. Von der positiven Nachfrageentwicklung auf den Weltautomobilmärkten konnte der Volkswagen Konzern überproportional profitieren. Sämtliche Marken des Konzerns steigerten ihre Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr. Außerdem gelang es uns, die Auslieferungszahlen des Vorjahres in allen wesentlichen Regionen zu übertreffen und somit einen neuen Rekordwert zu erzielen. Dabei konnten wir insbesondere auf dem westeuropäischen und dem deutschen Pkw-Markt unsere Spitzenposition noch weiter ausbauen. Dies ist vor allem auf den Erfolg unserer neuen Modelle zurückzuführen, die wir im Rahmen der Produktoffensive auf den Markt gebracht haben.


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