Volkswagen AG<br>(Kurzfassung nach HGB)
Weltweit höhere Fahrzeugverkäufe lassen Umsatzerlöse steigen
JAHRESERGEBNIS
Im Geschäftsjahr 2006 steigerte die Volkswagen AG ihre Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 5,6 % auf 53,0 Mrd. €. Dieser Anstieg resultierte vor allem aus weltweit höheren Fahrzeugverkäufen. 60,4 (60,5) % der Umsatzerlöse wurden im Ausland erwirtschaftet. Die insbesondere aufgrund durchgeführter Restrukturierungsmaßnahmen erhöhten Herstellungskosten führten zu einem Bruttoergebnis von – 1,2 Mrd. €. Der Anstieg der Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten um 10,8 % ist überwiegend auf die wettbewerbsbedingt intensivierten Verkaufsförderungsmaßnahmen zurückzuführen. Der Anteil der Vertriebs- und Allgemeinen Verwaltungskosten am Umsatz erhöhte sich demzufolge leicht. Insbesondere positive Wechselkurseffekte im Zusammenhang mit dem Lieferungs- und Leistungsverkehr bewirkten, dass das Sonstige betriebliche Ergebnis um 34,7 % auf 1,2 Mrd. € anstieg. Das Finanzergebnis erhöhte sich um 11,3 % auf 4,1 Mrd. €.
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER VOLKSWAGEN AG

BILANZSTRUKTUR DER VOLKSWAGEN AG ZUM 31. DEZEMBER

Insgesamt lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Volkswagen AG bei 45 (941) Mio. €. Vor allem aufgrund einer Änderung im deutschen Körperschaftsteuergesetz ergab sich für die Volkswagen AG ein Steuerertrag von 900 Mio. €, so dass der Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr um 27,5 % auf 945 Mio. € stieg.
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Im Berichtsjahr wuchs die Bilanzsumme der Volkswagen AG um 4,4 % auf 45,6 Mrd. €. Insbesondere das konsequent fortgeführte Leistungssteigerungsprogramm ForMotionplus, die noch effizienter umgesetzten Produktvorhaben sowie Einsparungen im Nicht-Produktbereich führten dazu, dass sich die Investitionen in Sachanlagen um 34,7 % reduzierten. Die Investitionen entfielen im Wesentlichen auf neue Produkte in den Werken Kassel und Wolfsburg sowie auf Spezialbetriebsmittel bei Lieferanten. Die Finanzinvestitionen lagen insbesondere durch die erworbene Beteiligung an der MAN Aktiengesellschaft um 34,2 % über denen des Vorjahres. Insgesamt erhöhte sich das Anlagevermögen im Vergleich zum 31. Dezember 2005 um 10,5 % auf 23,6 Mrd. €.
Das Umlaufvermögen blieb mit 22,0 Mrd. € nahezu unverändert. Gestiegenen Forderungen standen gesunkene Vorräte und Flüssige Mittel gegenüber.
Da die Volkswagen AG im Berichtsjahr ihren Bestand an eigenen Aktien eingezogen hat, reduzierte sich das Eigenkapital (einschließlich Sonderposten mit Rücklageanteil) um 6,6 % auf 10,3 Mrd. €. In der Folge ging die Eigenkapitalquote um 2,6 Prozentpunkte auf 22,7 % zurück. Zum Jahresende erhöhten sich die Rückstellungen gegenüber dem Vorjahreswert um 11,8 % auf 18,8 Mrd. €. Die Verbindlichkeiten nahmen auf 16,4 Mrd. € (+ 4,3 %) zu, davon waren 12,0 (11,5) Mrd. € verzinslich.
DIVIDENDENVORSCHLAG
Gemäß § 58 Abs. 2 AktG wurden aus dem Jahresergebnis insgesamt 450 Mio. € in die Anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 497 Mio. €, das bedeutet 1,25 € je Stammaktie und 1,31 € je Vorzugsaktie, auszuschütten.
GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG

LEISTUNGEN AN DIE BELEGSCHAFT DER VOLKSWAGEN AG

ABSATZ AN DIE HANDELSORGANISATION
Die Volkswagen AG setzte im Berichtsjahr 2.268.830 Fahrzeuge an die Handelsorganisation ab. Das waren 5,4 % mehr als im Vorjahr. Der Auslandsanteil blieb mit 66,5 (66,6) % nahezu unverändert.
PRODUKTION
In den fahrzeugproduzierenden Werken der Volkswagen AG (Emden, Hannover und Wolfsburg) ging die Produktion leicht um 0,3 % auf 953.131 Fahrzeuge zurück. Erhöhten Fertigungszahlen insbesondere beim Passat und Multivan/Transporter standen dabei rückläufige Zahlen beim Touran, Golf Plus und Golf Variant gegenüber. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die durchschnittliche Tagesproduktion der Volkswagen AG bei einer gegenüber dem Vorjahr verringerten Anzahl von Arbeitstagen um 6,6 % auf 4.402 Einheiten.
MITARBEITERZAHL
Zum 31. Dezember 2006 waren an den Standorten der Volkswagen AG – ohne die Mitarbeiter, die für Tochtergesellschaften tätig sind – insgesamt 94.000 Personen beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich die Belegschaft um 7,0 %. Die Zahl der Auszubildenden belief sich auf 4.445.
Der Anteil der weiblichen Arbeitnehmer an der Gesamtbelegschaft der Volkswagen AG lag bei 13,3 (13,8) %. In Teilzeit waren 2.249 Personen (2,4 %) beschäftigt. Die Quote der ausländischen Mitarbeiter lag bei 6,4 (6,9) %. Insgesamt hatten 64,9 (64,8) % der Mitarbeiter im gewerblichen Bereich eine abgeschlossene Volkswagen-relevante Ausbildung. Einen Hoch- oder Fachhochschulabschluss besaßen 11,1 (11,2) % der Beschäftigten. Im Berichtsjahr lag das Durchschnittsalter der Belegschaft bei 41,7 Jahren.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Forschungs- und Entwicklungskosten der Volkswagen AG nach HGB um 4,6 % auf 2,1 Mrd. €. Am 31. Dezember 2006 waren 8.980 Personen in diesem Bereich tätig.
BESCHAFFUNGSVOLUMEN
An den sechs inländischen Standorten der Volkswagen AG weitete sich das Einkaufsvolumen 2006 auf 23,9 Mrd. € aus (+ 0,7 %); der Inlandsanteil betrug 71,9 (74,8) %. Vom gesamten Beschaffungsvolumen entfielen 20,6 (20,4) Mrd. € auf Produktionsmaterial und 2,7 (2,7) Mrd. € auf Investitionsgüter und Dienstleistungen.
AUSGABEN DER VOLKSWAGEN AG FÜR DEN UMWELTSCHUTZ

BETRIEBSKOSTEN DER VOLKSWAGEN AG FÜR DEN UMWELTSCHUTZ 2006
ANTEIL DER UMWELTSCHUTZBEREICHE IN PROZENT

AUSGABEN FÜR DEN UMWELTSCHUTZ
Die Investitionen für den Umweltschutz betreffen sowohl produktbezogene als auch produktionsbezogene Maßnahmen. Bei den produktbezogenen Maßnahmen investierten wir hauptsächlich in die Reduzierung von Abgasemissionen. Ausgaben für den Gewässerschutz und für die Abfallwirtschaft bildeten die Schwerpunkte der Investitionen für den Umweltschutz in der Produktion. Die Betriebskosten für den Umweltschutz resultierten ausschließlich aus produktionsbezogenen Maßnahmen. Sie teilen sich auf in Ausgaben für den Betrieb von Anlagen, die dem Schutz der Umwelt dienen und in nicht anlagenbezogene Ausgaben. Durch Prozessoptimierungen sanken die Betriebskosten für den Umweltschutz um 12,3 % auf 170 Mio. €.
RISIKEN DER GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER VOLKSWAGEN AG
Die Geschäftsentwicklung der Volkswagen AG ist im Wesentlichen den gleichen Risiken ausgesetzt wie die Entwicklung des Volkswagen Konzerns. Diese Risiken erläutern wir im Risikobericht dieses Geschäftsberichts.
RISIKEN AUS FINANZINSTRUMENTEN
Für die Volkswagen AG bestehen grundsätzlich die gleichen Risiken bei der Verwendung von Finanzinstrumenten wie für den Volkswagen Konzern. Die Erläuterung dieser Risiken finden Sie ebenfalls im Risikobericht.
Der Jahresabschluss der Volkswagen AG (HGB) ist beim elektronischen Unternehmensregister unter der Internetadresse www.unternehmensregister.de abrufbar. Darüber hinaus ist er auf der Internetseite www.volkswagen-ir.de veröffentlicht oder kann unentgeltlich bei der Volkswagen AG unter der im Impressum des Berichts genannten Adresse angefordert werden.