Diesel - jeden Tag in der Pole-Position

Der Slogan „Vorsprung durch Technik“ wird bei Audi auch im Rennsport großgeschrieben. Die Siege der 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2006 und 2007 hat Audi vor allem dank der herausragenden Dieseltechnologie eingefahren, die durch die Serie inspiriert wurde. Von der Weiterentwicklung im Rennsport profitieren nun wiederum die Käufer der Marke. Die Erfolgsgeschichte dieser wechselseitigen Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende.
Le Mans ist das härteste Straßenrennen der Welt. Fahrer, Techniker und Motoren gehen an ihr absolutes Limit. Boxenstopp, Fahrerwechsel, ein Handschlag, die sengende Hitze des Tages, die Kühle der Nacht – und ständige totale Präsenz: Das sind 24 endlos erscheinende Stunden höchster Konzentration. Stunden, in denen sich zeigt, ob die Arbeit der Monate davor das hält, was sie versprochen hat. Gerade dann, wenn man zum ersten Mal mit einem neuen Wagen und einer neuen Motortechnologie unterwegs ist.
Audi hatte eine große Herausforderung zu bewältigen: Wer mit einem Diesel an den Start ging, hatte bislang die Lacher schon vorab auf seiner Seite. „Als wir unsere Zulieferer über das Dieselprojekt informierten, haben sie uns gefragt, ob wir das wirklich ernst meinen“, erinnert sich Dr. Wolfgang Ullrich, seit 14 Jahren Audi Motorsportchef. Im Unternehmen selbst denkt man anders. Wagnis und Risiko sind nicht die Parameter, anhand derer dort eine Strategie entwickelt wird. „Unser Ziel ist nicht in erster Linie, Lorbeeren zu ernten. Wir wollen Technologien, die in Serie gehen sollen, verbessern, um damit eine neue Benchmark zu setzen. Wenn wir dafür auch noch sportliche Lorbeeren ernten, umso besser“, sagt Ullrich und lächelt. Was macht Dieseltechnologie für den Rennsport so attraktiv ? „Höchste Leistungen und bulliges Drehmoment bei gleichzeitig niedrigem Verbrauch“, erklärt Richard Bauder, der bei Audi nur „der Dieselpapst“ genannt wird. Der Rennsport biete zudem den Charme, im Zeitraffertempo Entwicklungen voranzutreiben, die den Rennmotoren und den Kunden weltweit gleichermaßen zugute kommen.
ERSTKLASSIGE FAHRLEISTUNGEN, SPARSAMER VERBRAUCH
Audi und Diesel – das gehört schon lange zusammen. Seit 1976 hat der Autobauer den Diesel nach und nach salonfähig gemacht und ihm dabei ein komplett neues Image verpasst. Bereits 1989 wurde mit dem 2,5 l Fünfzylinder-TDI-Motor der weltweit erste Dieselmotor mit vollelektronischer Dieselregelung in Serie gebracht. Er wurde zum Trendsetter der DI-Technologie. Die Gründe für seine hohe Akzeptanz bei den Autofahrern waren und sind die hervorragenden Fahrleistungen bei niedrigstem Verbrauch und bestem Fahrkomfort. Diese Kombination war auch der eigentliche Ansporn dafür, die Erfolge der Serie auf den Rennsport zu übertragen, die Technik unter diesen herausragenden Bedingungen weiter zu optimieren und ihre Leistung vor einem Weltpublikum unter Beweis zu stellen. „Wer in Le Mans gewinnen will, braucht die besten Fahrer und die beste Technik. Kleinste Fehler und Unstimmigkeiten können das Aus bedeuten, bevor das Rennen in die entscheidenden Runden gegangen ist“, sagt Dr. Wolfgang Ullrich.
Der Durchbruch ließ nicht lange auf sich warten: Mit den Fahrern Emanuele Pirro, Frank Biela und Marco Werner gewann das Audi Team 2006 Le Mans. Mit diesem Sieg überholte Audi sich selbst: Das über 650 PS (480 kW) starke V12 TDI-Triebwerk des Audi R10 TDI verbrauchte auf 100 Kilometer fast fünf Liter weniger Kraftstoff als der Audi R8 bei seinem Sieg im Jahr 2002, obwohl dessen TFSI-Motor auch schon sehr sparsam war.
VORREITERROLLE AUF DEM US-MARKT
Das war nicht nur ein enormer sportlicher Coup – nebenbei ging auch eine Strategie von Audi auf: dem Diesel als neuem, sportlichem und dennoch sehr umwelt- und fahrerfreundlichem Hochleistungsmotor eine unverrückbare Position in der Zukunft des Automobils einzuräumen. „Alles, was Audi im Rennsport macht, muss einen Nutzen für unsere Kunden haben. Motorsport zum Selbstzweck hat es bei Audi nie gegeben und wird es auch nicht geben. Beispiele sind der Quattro-Antrieb und die FSI-Technologie, die beide über den Rennsport in die Serie und damit zu unseren Kunden kamen“, erklärt Rennmotorenchef Ulrich Baretzky nicht ohne Stolz. Für Audi ist diese Pole-Position ein wichtiges verkaufsstrategisches Argument für den weiteren Ausbau der Vorreiterrolle im Marktsegment Diesel: Dank des intensiven Austauschs zwischen Rennsport und Serie konnte der Audi Q7 für seinen Marktstart in den USA 2009 mit dem saubersten Dieselmotor der Welt ausgerüstet werden. Dort tritt Audi als lang etablierte Premiummarke mit dem Zauberwort „ultra low emission system“ an - einem System, das bereits heute die extrem strengen US-Grenzwerte Bin 5 und LEV II erfüllt und in allen Staaten der USA zugelassen wird. Dabei unterschreitet dieses Motorkonzept schon heute auch die für September 2014 erwarteten EU6-Grenzwerte. Der Motor wird in Europa optional im Audi Q7, im A4 und im A5 angeboten. Audi übersetzt „TDI“ auch gern mit „Technologie – Dynamik – Innovation“. Innovativ war der Autohersteller schon 1913, als Rudolf Diesel an einer neuen Technologie bastelte: Biodiesel. Mittlerweile arbeitet Audi schon am Biodiesel der zweiten Generation. Der hydrierte Biodiesel (BtL) wird 2008 als Treibstoff in Le Mans eingesetzt. Die Zuschauer werden staunen: Der Audi R10, der dort an den Start gehen wird, ist so sagenhaft leise, dass die Hasen an der Rennstrecke in Le Mans erst im letzten Augenblick in Deckung gehen werden.
TDI – AUDIS MILLIONENFACHER ERFOLG
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Jeder zweite verkaufte Audi ist mit einem TDI-Motor ausgerüstet. Aus gutem Grund: TDI-Motoren haben einen geringen Verbrauch, ein hohes Drehmoment und eine außerordentliche Kraftentfaltung – Eigenschaften, die im Motorsport genauso gefragt sind wie im Alltag. Audi-Fahrzeuge mit TDI-Motoren waren ihren Wettbewerbern in puncto Verbrauch und Fahrleistung von Beginn an überlegen. Dieser Vorsprung wird sich in den nächsten Jahren noch vergrößern. |
LE MANS – 24 STUNDEN BIS ZUR EWIGKEIT

Seit 1999 ist Audi in Le Mans dabei – einem Rennen, das längst zum Mythos geworden ist. Dabei gelang sogar das Kunststück, die berühmte Le Mans-Trophäe gleich dreimal – 2000, 2001 und 2002 – zu gewinnen. Der Pokal bleibt deshalb, dem Reglement folgend, für immer in Ingolstadt. 2006 und 2007 siegte Audi mit seinem revolutionären R10 (V12 TDI-Motor) wieder zweimal in Folge.
Die Fahrer Frank Biela, Emanuele Pirro und Marco Werner (von links) mit ihrem Audi R10 TDI – das erste Team, das Le Mans mit einem Diesel-Rennwagen gewonnen hat.
AUDI Q7 3.0 L TDI: Mit modernster Dieseltechnik Amerika erobern
Im Frühjahr 2009 hat der Q7 in der 3.0 l TDIVariante Premiere in den USA. Zwar kennen viele US-Amerikaner die überzeugende Audi Dieseltechnik bereits von ihren Europa-Besuchen; in ihrem Markt aber sind überzeugende Angebote – zumal im SUV-Segment – noch rar. Mit dem Hochleistungsdieselaggregat im Q7 nimmt Audi jetzt nicht nur die hohen amerikanischen Schadstoffhürden, sondern leitet auch einen Imagewandel ein. „Ein Dieselfahrzeug muss nicht aussehen wie ein Traktor“, so Matthias Braun, Audi Vertriebschef USA. „Der Q7 präsentiert sich mit einem sportlichen Auftritt.“ Viele Amerikaner, so Brauns Beobachtung, seien vom Motorsport begeistert und würden sehr genau verfolgen, wie gut die Audi Fahrzeuge mit Dieselantrieb bei internationalen Rennen abschneiden. Außerdem seien die US-Bürger für das Thema sparsamer Verbrauch mittlerweile verstärkt sensibilisiert. Damit dürfte einem Erfolg – Motto: „Vier Ringe für 50 Sterne“ – nichts mehr im Wege stehen.
INTERVIEW MIT EMANUELE PIRRO UND SEINER FRAU MARIE-HÉLÈNE

Ein Spitzengespräch der besonderen Art: Das Ehepaar Pirro – er Le Mans-Sieger 2006 und 2007, sie Mutter und Familienmanagerin – diskutiert über die Audi Dieseltechnologie.
Herr Pirro, was dachten Sie, als Audi sagte, die Rennwagen würden auf Diesel umgestellt ? Waren Sie am Anfang skeptisch?
EMANUELE PIRRO: Ehrlich, wenn diese Nachricht nicht von Audi gekommen wäre, hätte ich gedacht, das sei ein Witz. Ich fahre seit 14 Jahren für Audi und weiß, wie sehr Audi auf die besten und neuesten Technologien setzt. Diesel im Rennsport einzusetzen war einfach so neu und innovativ, dass es schon sehr außergewöhnlich war. Als ich den Wagen das erste Mal fuhr, war das ein sehr bewegender Augenblick für mich und ich wusste: Das wird eine Erfolgsgeschichte.
Welchen Unterschied haben Sie gegenüber dem Benzinmotor bemerkt?
EMANUELE PIRRO: Er ist viel sanfter als ein Benziner und sehr viel leiser. Ein Rennauto mit Wohlfühlfaktor. Das war eine neue Erfahrung für mich. Ein wirklicher Meilenstein.
Frau Pirro, Sie leben mit Ihrer Familie in Monte Carlo und Rom. Da kann Autofahren ganz schön stressig sein. Warum fahren Sie einen Diesel?
MARIE-HÉLÈNE PIRRO: In meinen Augen ist ein Diesel ein ausgesprochen frauenfreundliches Auto. Ich habe den Diesel ja schon lange gefahren, bevor mein Mann den R10 fuhr. Er ist sehr ökonomisch und leise, bietet aber dennoch Dynamik und Fahrspaß.
Was für ein Gefühl ist es, nach einem Rennen mit einem R10 in Ihren Audi zu steigen?
EMANUELE PIRRO: Es gibt eigentlich keinen großen Unterschied. Man spürt sofort denselben Charakter. Es ist dieselbe Marke, und als Rennfahrer bin ich natürlich Teil dieser Marke.
Sie sind Mutter von zwei Söhnen. Welche Bedeutung hat für Sie als Familienmanagerin ein Diesel von Audi?
MARIE-HÉLÈNE PIRRO: Na, als Familienmanagerin sage ich natürlich: Er ist sehr ökonomisch. Ich brauche nur alle 600 Kilometer zu tanken, das ist schon etwas Besonderes und ein unschlagbares Argument für einen Diesel. Der sehr robuste Motor gibt mir natürlich auch immens viel Sicherheit.
Herr Pirro, was wird sich für Sie als Fahrer in der Diesel-Rennwagen-Technologie in den nächsten Jahren ändern ?
EMANUELE PIRRO: Das ist ein fortlaufender Prozess, natürlich wird der Motor immer weiter verbessert. Der Slogan „Vorsprung durch Technik“ wird bei Audi gelebt.
Frau Pirro, was sagen eigentlich Ihre Söhne Christoforo und Goffredo, wenn sie gefragt werden, mit welchem Kraftstoff der Rennwagen ihres Papa angetrieben wird ?
MARIE-HÉLÈNE PIRRO: Diesel – was sonst ?
