Volkswagen - Das Autoheadline

Mit dem Käfer fing alles an – das Wirtschaftswunder der Bundesrepublik und der Aufstieg des Volkswagen Konzerns zu Europas führendem Automobilhersteller. Im Golf fand sich nicht nur eine ganze Generation wieder, er ist heute auch das weltweit meistverkaufte Fahrzeug des Konzerns. Der up!, das zukunftsweisende Kleinwagenmodell aus Wolfsburg, ist die zeitgerechte Antwort auf ökologische Herausforderungen und veränderte Mobilitätsbedingungen.

 

Fortbewegung ist ein menschliches Grundbedürfnis. Zu allen Zeiten waren Ortsveränderungen erforderlich, um in arbeitsteiligen Gesellschaften Güter, Dienstleistungen und Informationen auszutauschen. Jahrtausendelang waren Pferde das bevorzugte Transportmittel; im 19. Jahrhundert kam die Eisenbahn, Telegrafie und Telefon gesellten sich bald als Übermittlungsbeschleuniger von Botschaften hinzu. Doch erst mit dem Auto gelang dem Menschen ein qualitativer Sprung in Sachen Beförderung: Zunächst noch Luxusprodukt für wenige, gelang der Durchbruch der Breitenmotorisierung mit dem Aufstieg der Wohlstandsgesellschaften nach dem Zweiten Weltkrieg.

Kein Fahrzeug hat diese einmalige historische Chance so zu nutzen verstanden wie das Auto dieser Ära: der Volkswagen, zunächst in Gestalt des „Käfers“ – so nannten ihn als Erste die Amerikaner. Seinem Erfinder Ferdinand Porsche schwebte ein „vollwertiges Gebrauchsfahrzeug“ vor, mit „narrensicheren Einrichtungen“, zuverlässig und erschwinglich. Kurzum: ein Auto für jedermann. Mit dem Käfer wurde der Volkswagen Konzern zu einer Institution der jungen Bundesrepublik, zum Mittreiber des westdeutschen Wirtschaftswunders und zum Spiegel wechselnder Zeitströmungen und Stilarten.

 

DER KÄFER – Symbol für die Werte einer ganzen Generation: Stabilität, Nüchternheit und Lebensfreude


Volkswagen – schon bald bürgerte sich das einprägsame Kürzel VW ein – stand und steht für das Lebensgefühl von Generationen und ist bis heute die Verkörperung von „Made in Germany“, wenngleich dies im Zeitalter der Globa­lisierung nicht mehr ein geografischer Begriff, sondern eher ein internationales Qualitätssiegel ist. Heute und in Zukunft symbolisiert die Marke Volkswagen „German Engineering“ unter den Vorzeichen von Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung: Mythos verpflichtet.

 

 

„Der Käfer war mein erstes eigenes Auto, die Faszination Käfer hat mich bis heute nicht losgelassen. Heute fahre ich ‚Frieda‘. Sie ist riff-blau und feiert dieses Jahr ihren dreißigsten Geburtstag!

ELKE PETERSEN

 

ER LÄUFT UND LÄUFT UND...

Seine Attraktivität verdankte der Käfer dem Umstand, dass ihn eine Aura von Klassenlosigkeit umgab, die das Auto für Familien, Arbeiter und Angestellte, Individualisten und Aufsteiger gleichermaßen begehrenswert machte. Mit seiner zweckmäßigen Ausstattung, seinem schnörkellosen, aber ästhetisch durchaus ansprechenden Erscheinungsbild, das sich in Gedanken zu einem Ei abrunden ließ, schwamm er fröhlich auf den ersten Wellen des aufblühenden westdeutschen Wohlstands, der zu dem führte, was der Soziologe Helmut Schelsky seinerzeit als „nivellierte Mittelstandsgesellschaft“ bezeichnete. Nach und nach aber fächerte sich die Gesellschaft wieder stärker auf, entwickelten sich unterschiedliche Bedürfnisse. Der Käfer passte sich phantasievoll den wechselnden Moden an: Chrom kam verstärkt ins Spiel, und es gab als Zubehör sogar eine Blumenvase, die neben der Lenksäule angebracht wurde. Beliebt waren auch das „Tigerfell“ fürs Lenkrad oder die Picknickablage. Während Conny Froboess „Zwei kleine Italiener“ trällerte, fuhren die Deutschen derart ausgestattet nach Rimini und bald auch gen Spanien. Nach dem Urlaub wurde dann erzählt, wie problemlos der Wagen die Bergpässe gemeistert habe.

Und in der Tat: An technischer Zuverlässigkeit war der Käfer nicht zu übertreffen. Robust und nahezu unverwüstlich machte er seinem Besitzer lange Freude und bescherte ihm deshalb auch einen hohen Wiederverkaufswert. Der Käfer war der sichtbarste Ausdruck für die automobile Demokratisierung in der westdeutschen Nachkriegszeit, in der Werte wie Stabi­lität und Nüchternheit die Lebensfreude keineswegs ausschlossen. „Er läuft und läuft und…“, verbreitete die Werbung ohne Übertreibung. Auch die aufbegehrende Jugend der sechziger und siebziger Jahre konnte sich der Faszination des Autos ihrer Zeit nicht entziehen. Der Käfer wurde diesseits und jenseits des Atlantiks zum Kultobjekt einer Generation, die ihn bunt aufpeppte und Protest mit Flower-Power-Spaß verband.

 

1965 ging es mit dem VW-Bulli bis nach Finnland. Fünf Personen, Camping­ausrüstung und Faltboot hatten darin bequem Platz. Das war für uns ein echtes Stück Freiheit – und ein unvergessliches Erlebnis!“

PETER GAST

 

NUR WER INNOVATIV UMDENKT, HAT AUF DAUER ERFOLG

Die Zeiten ändern sich – und mit ihnen Bedürfnisse und Anforderungen der Märkte. Wenn das passiert, müssen neue Antworten auf neue Fragen her. 1972 stand der Käfer in seinem Zenit: Mit 15.007.034 produzierten Exemplaren war er das meistgebaute Auto weltweit. Nicht nur die Herzen der Fahrerinnen und Fahrer waren ihm zugeflogen, auch das Kino hatte ihn entdeckt und in Streifen wie „Ein toller Käfer“ oder „Ein Käfer auf Extratour“ zum Filmhelden erkoren. 1973 dann ein Wendejahr: Die Ölkrise rief zum ersten Mal ins Bewusstsein, dass fossile Energien nicht unbegrenzt vorhanden sein würden, und man begann sich allmählich Gedanken über den Schutz der Umwelt zu machen. Das Zeitalter kurzsichtiger Ressourcenverschleuderung neigte sich unweigerlich dem Ende zu. Wandel wahrzunehmen ist Tradition bei Volkswagen – das zeigte sich einmal mehr im Generationswechsel zum Golf, der 1974 seine Premiere feierte. Mit ihm wurde nichts Geringeres als eine Revolution präsentiert: ein kühner Sprung in Form und Technologie. Aber wie beim Käfer folgte das Design der Funktion, entsprach die Technik den Anforderungen der Zeit. Kantig und mit geraden Linien kam der Golf daher, anstelle des luftgekühlten Heckmotors bewegte ihn ein wassergekühlter Frontmotor. Das war die windschlüpfrige Alternative für veränderte Alltagsbedürfnisse: ein energieeffizientes, sparsames, leistungsstarkes und zugleich wendiges Auto. Was damals wohl nur wenige ahnten, trat ein: Der Golf knüpfte nicht nur an die Erfolgsgeschichte seines Vorgängers an – er übertraf dessen Erfolge sogar.

 

„Der Golf I hat für mich ein einmaliges, zeitloses Design. Das Auto sieht sehr dynamisch und gleichzeitig freundlich aus. Deshalb habe ich gleich zwei davon in der Garage stehen.“

EDIN BUKVIĆ

 

DER NEUE VOLKSSPORT: GOLF

Sehr viel schneller als beim Käfer wurden Varianten des Golfs entwickelt. Das bundesrepublikanische Wirtschaftswunder hatte zunächst Massenkonsum und breite Motorisierung ermöglicht, nun differenzierte sich die Gesellschaft zusehends und schuf Raum für Lebensstile. Unter dem Leitwert des sympathischen Autos sprach der Golf unterschiedliche Käuferschichten an: vernunftbetonte Jungfamilien, solide Senioren, aber auch Lifestyle-Anhänger eines hedonistischen Individualismus – die „Generation Golf“. Diese Bedürfnisvielfalt konnte Volkswagen nur bedienen, weil es mittlerweile möglich war, Produktionsprozesse flexibler zu steuern. An die Stelle der starren Massenfertigung trat die computergestützte Herstellung nach dem Baukastenprinzip, die Automatisierung und Flexibilität verband. Bereits 1976 kam der Golf GTI auf den Markt, der auf eine jüngere und betont sportliche Zielgruppe zugeschnitten war. Es folgten das Cabrio für die sonnen- und lufthungrigen Schicken der Großstadt, später der Caddy und der Variant. Golf – das bedeutete gehobenes Fahren für alle, bodenständig und spritzig zugleich. Im Slogan für die Einführungskampagne klang dieser Brückenschlag an: „Der neue Volkssport: Golf“. Mit heute mehr als 25 Millionen Fahrzeugen ist der Golf das meist­gebaute Auto des Volkswagen Konzerns. „Wir sind Golf“ – so könnte es in Anlehnung an die populäre Boulevard-Schlagzeile heißen. Wie für den Käfer, so gilt auch für den Golf: „Er läuft und läuft und…“. Der einen „Generation Golf“ sind mittlerweile vier weitere gefolgt – dank der verschiedenen Entwicklungsstufen, die das Modell bislang durchlaufen hat. Durch Käfer und Golf hat die Welt an demokratischer Mobilität gewonnen. Wurde der Käfer noch als originär deutsches Auto wahrgenommen, ist der Golf längst ein Europäer. Jetzt hält Volkswagen die Zeit für gekommen, ein Metropolenauto für die Mobilitätsbedürfnisse der globalisierten Welt auf den Markt zu bringen.

 

"Der up! ist für mich 100 Prozent Volkswagen. Er überzeugt durch sein klares, schnörkelloses Design und ist zusätzlich ein kleines Raumwunder. Einfach ein tolles Auto für jedermann!“

SANDRA STURMAT – sie war beteiligt am Design der Schein­werfer und Heckleuchten des up!

 

UP! – AUFBRUCH FÜR DIE WELT IM WANDEL

Klimaschutz und knapper werdende Ressourcen verlangen nach neuen Impulsen für den Individualverkehr. Mit der Konzeptstudie up!, die bereits auf den Automobilmessen in Frankfurt, Tokio und Los Angeles große Resonanz fand, bleibt der Volkswagen Konzern seiner Tradition im Zeichen von Innovation und Nachhaltigkeit treu. Der up! soll ein Weltauto werden, das, sofern es realisiert wird, den Käfer-Mythos wiederaufleben lassen würde – mit modernster Technologie und höchsten ökologischen Standards. Als kompakter Zero-Emission-Van wird er laut Konzeptstudie dank eines großen Solarpanels auf dem Dach mit Sonnen­energie fahren. Nachgetankt wird mit Strom oder über eine Hoch­temperatur-Brennstoffzelle (HT-BZ). Mit diesem Antriebssystem leitet Volkswagen eine Wende in der angewandten Forschung ein, die sich mit Großserien-Brennstoffzellen befasst. Die HT-BZ wird leicht genug und ausreichend speicherstark sein, um hohe Fahrleistungen zu garantieren – die Voraussetzung für nachhaltige Alltagstauglichkeit. Der up! soll dafür sorgen, dass die Kunden auch künftig davon überzeugt sind: Das Auto ist ein Volkswagen.

 

Mega-Party für einen Star: der 25-millionste Golf

Ein Fest der Superlative für ein Auto der Superlative. Weniger wäre auch nicht gegangen – schließlich galt es, den 25-millionsten Golf zu feiern, 33 Jahre nach dem Debüt dieses bisher erfolgreichsten Volkswagen Modells, dieser Ikone, die bis heute rund um den Globus Automobilgeschichte schreibt. Alle ehemaligen und aktiven Mitarbeiter, ihre Familien und Freunde lud Volkswagen zum großen Fest zu Ehren des VW- Klassikers ein. Eine ganze Region war auf den Beinen: 135.000 Menschen feierten auf einer 4.500 Meter langen Eventmeile. Eine musikalische Zeitreise führte die Besucher durch 33 Jahre Rock- und Golf-Geschichte; internationale Künstler wie die Weather Girls, Peter Maffay und Chris de Burgh spielten ihre größten Hits.

25 Millionen Golf – damit sind viele persönliche Geschichten verbunden. Zahlreiche Gäste fühlten sich an die gemeinsame Zeit mit ihrem eigenen Golf erinnert. Die schönsten dieser Rückblicke – manche davon aus der „Generation Golf“ – sind im Buch „25.000.000 Golf“ gesammelt. Um diesem Erfahrungsschatz den passenden Einband zu geben, wurde das Buch als Goldbarren gestaltet. Übrigens: Der 25-millionste Golf lief signalrot lackiert vom Band – und glänzte am Ende des Jubiläumstages im Licht des größten Feuerwerks, das die Region Wolfsburg je gesehen hatte.

 

MEIN ERSTES MAL

Mit dem Käfer auf und davon – VON PETER ZOLLING

Sommer 1974. Ein Jahr vor dem Abitur. Abenteuerliche Zeit. Freunde auf ihrer ersten Fahrt in den Urlaub nach Südfrankreich und Spanien – mit dem VW-Käfer großzügiger Eltern. Die Führerscheine sind frisch erworben, manche erst im zweiten Anlauf. Dem zurückblickenden Zeitzeugen (vorne rechts im Bild) ist der Käfer von Kindesbeinen an ein zuverlässig rollender Lebensbegleiter. Verbunden mit unvergesslichen Erlebnissen. Und einigen Schrecksekunden, wenn etwa ein Pferdekopf durchs offene Wagenfenster lugt und alles in Dunkelheit hüllt, als man Ende der fünfziger Jahre die Grenze zum deutschen Ferienparadies Italien passiert. So kurz vor der Reifeprüfung aber lässt sich keiner mehr ins Bockshorn jagen. Und schließlich flößt der Käfer ja generationenübergreifendes Vertrauen ein. Als treues Vehikel in der Heimat und in der Fremde – und als Trutzburg, falls die Zelte den Biskaya-Stürmen mal nicht standhalten sollten. Die Rückbank ist ausgebaut; Kocher, Gasflasche und Vorräte erinnern eher an Vor­bereitungen für schlechte Zeiten. Doch davon kann keine Rede sein: Vier Wochen lang touren die Freunde durch die flimmernde Hitze Spaniens, Meer und Sonne auf der Haut, die Doors und Barry White in den Ohren, Sangria und Paella auf der Zunge. Wohlbehalten und ohne Motorschaden bringt der Käfer sie zurück. Brav und gutmütig schnurrend macht er alle Kapriolen mit, die Jungs halt ab und zu schlagen, wenn sie zum ersten Mal am Steuer eines Autos sitzen. Des Autos, wie wir damals fühlten, dessen Siegeszug im Golf und im up! weiter Geschichte schreibt.

Der langjährige SPIEGEL-Journalist Peter Zolling lebt heute als Publizist und Autor in Hamburg. Ende vergangenen Jahres erschien die aktualisierte Neuausgabe seines Buchs „Deutsche Geschichte von 1871 bis zur Gegenwart – Wie Deutschland wurde, was es ist“.

 

„Perfekte Funktionalität“

„Unsere Zeit verlangt nach Innovationen – das ist die perfekte Motivation für Designer!“ WALTER DE SILVA, chef-designer volkswagen aktiengesellschaft

Volkswagen Chef-Designer Walter De Silva über die Formensprache von Volkswagen Modellen

Herr De Silva, ist Design mehr Schein oder Sein?

WALTER DE SILVA: Wir wollen beides: die Attraktivität einer emotionalen Form und die Authentizität innerer Werte. Denn Design kann nur dann überzeugen, wenn es Substanz hat.

Die Marke Volkswagen wurde im vergangenen Jahrhundert vor allem mit den Klassikern „Käfer“ und „Golf“ assoziiert. Im Erscheinungsbild liegen zwischen diesen beiden Modellen Welten. Sind solche radikalen Schritte – wie seinerzeit von einer runden zu einer zunächst sehr kantigen und geradlinigen Formensprache – im Automobilbau auch in Zukunft zu erwarten?

So gravierend die Unterschiede auch scheinen mögen – es sind nur Äußerlichkeiten. Verbindend sind die Gemeinsamkeiten bei den inneren Werten, dem Arbeitsansatz und der Qualität der Marktakzeptanz. Beide Modelle – Käfer und Golf – haben in ihrer Grundform seit Jahrzehnten Bestand, beide haben sich in kurzer Zeit den privilegierten Status erworben, klassenlos zu sein. Gemeinsam sind ihnen die Einzigartigkeit ihrer Form und die bestechende Konsequenz ihres Designs. Jedes der beiden Modelle hat auf seine Art Maßstäbe für die Konzeption und das Design zukünftiger Volkswagen gesetzt.

Sie sind für das Design aller Marken und Töchter des Volkswagen Konzerns verantwortlich. Wo sehen Sie das Verbindende in der Ästhetik?

Ich denke, alle acht Marken zeichnen sich aus durch hohe Designqualität, perfekte Funktionalität und einzigartige Ästhetik. Jede Marke erfüllt in ihrer Weise diesen hohen Anspruch.

Können Sie das am Beispiel der Marke Volkswagen konkretisieren?

Nehmen wir die Begriffe „bescheiden“ und „maßvoll“, die im Zusammenhang mit ökologischen Aspekten und gesellschaftlichen Veränderungen eine große Bedeutung bekommen. Hier steht gerade die Traditionsmarke Volkswagen in der Pflicht, Zeichen zu setzen. Die Konzeption der New Small Family und das Design der up! – Modelle tragen dem Rech­nung. Sie zeigen eine aktuelle Interpre­tation von „Begehrlichkeit“. Unsere Zeit verlangt nach Innova­tionen – das ist die perfekte Motivation für Designer!

WALTER DE SILVA ist Design-Chef des Volkswagen Konzerns. Der ehemalige Chef-­Designer von Audi verantwortet die Gestal­tungslinien für alle Pkw-Marken des Konzerns. Vor seiner Tätigkeit für Volkswagen und Audi war De Silva unter anderem für SEAT und Alfa Romeo tätig.


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Info-Center

Ein Golf-Veteran

Einen Spiegel wollte Florian Illies sich und seinesgleichen mit der Inspektion der „Generation Golf“ vorhalten – einem Buch, das die Sehnsucht der heute Mitt- bis Enddreißiger auf einen gemeinsamen automobilen Nenner brachte: den Golf.

Er verbinde „moderne Ästhetik mit Tradi­tionsbewusstsein“, verkündete der Herold eines neuen Hedonismus, der das Ego als Markenzeichen erfand.

Dass ein Golf zwar Individualität verkörpert, aber auch praktische Familienwerte, entging dem Popliteraten Illies keineswegs. „Ich wollte alles anders machen als mein alter Herr“, erinnert er sich voller Selbstironie, „und nun fahren wir das gleiche Auto.“


TEXT: PETER ZOLLING


Generation Golf. Eine Inspektion.
von Florian Illies (Autor)
Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt
ISBN: 978-3-596-15065-6

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Geschäftsbericht 2007
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