Geschäftsverlaufheadline

Erstmals mehr als 6 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert

Das Wachstum der Weltwirtschaft schwächte sich im Jahr 2007 leicht ab. Der Volkswagen Konzern profitierte von der gestiegenen weltweiten Pkw-Nachfrage und verzeichnete dank seiner konsequent fortgesetzten Modelloffensive einen Verkaufsrekord.

WACHSTUM DER WELTWIRTSCHAFT VERLANGSAMT SICH

Der Aufschwung der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2007 fortgesetzt. In der zweiten Jahreshälfte wurde er allerdings durch die anhaltend hohen Rohstoff- und Energiepreise sowie die Krise auf dem US-Hypothekenmarkt in vielen Ländern gedämpft. Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft um 3,4%, nach 3,7% im Vorjahr.

Nordamerika

Das Wachstum der US-Wirtschaft verringerte sich deutlich von 2,9% im Jahr 2006 auf 2,2% im Berichtsjahr. Belastend wirkte vor allem die Krise am Immobilienmarkt. Das Leistungsbilanzdefizit blieb hoch, obwohl der Dollar spürbar an Wert verlor. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Kanadas wuchs um 2,6 (2,8)%. Die Expansionsrate der mexikanischen Wirtschaft ging aufgrund der hohen Abhängigkeit von den USA von 4,8% auf 3,2% zurück.

Südamerika/Südafrika

In den beiden großen südamerikanischen Ländern Brasilien und Argentinien setzte sich das kräftige Wachstum fort. Brasilien verzeichnete bei nur moderatem Inflationsanstieg einen BIP-Zuwachs von 5,2 (3,7)%. Argentinien wuchs mit einer Rate von 8,4% nach 8,5% im Vorjahr. Der starke Inflationsdruck konnte nur leicht vermindert werden. In Südafrika lag die Expansionsrate mit 5,0 (5,4)% leicht unter der des Vorjahres.

Asien-Pazifik

In den asiatischen Schwellenländern entwickelte sich die Wirtschaft 2007 mit ungebremster Dynamik. Chinas Wachstum lag mit 11,4% nochmals über dem Vorjahreswert (11,1%). Japan erreichte dagegen trotz des schwachen Yen sowie des sehr niedrigen Zins- und Inflationsniveaus nur eine BIP-Zunahme von 2,1 (2,4)%. Indien setzte seine kräftige Expansion mit einer Wachstumsrate von 8,8 (9,4)% fort.

Europa

In Westeuropa schwächte sich der Aufschwung im Laufe des Jahres 2007 ab. Das Wachstum blieb mit 2,7% aber nur leicht unter dem des Vorjahres (2,9%). Die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Euroraum sank auf 7,4 (8,3)%. Der Euro erreichte neue Höchstkurse gegenüber dem US-Dollar und dem Yen. In Mittel- und Osteuropa hielt das kräftige Wachstum an (6,3%). Lediglich Ungarn verzeichnete mit 1,3 (3,9)% einen starken Rückgang der Expansionsrate.

Deutschland

Die Wachstumsrate der deutschen Wirtschaft verringerte sich 2007 von 2,9% auf 2,5%. Trotz des starken Euro blieb der Export ein wesentlicher Wachstumsfaktor, während der private Konsum nicht in Schwung kam. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote ging deutlich von 10,8% auf 9,0% zurück.

 

DEVISENKURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2006 BIS DEZEMBER 2007
Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2006 = 100

 

REGIONAL UNTERSCHIEDLICHE ENTWICKLUNG DER PKW-NACHFRAGE

Die weltweiten Pkw-Verkäufe erhöhten sich im Jahr 2007 um 4,2% auf 58,4 Mio. Fahrzeuge. Insbesondere die Märkte in Südamerika, Zentral- und Osteuropa sowie Asien-Pazifik erzielten überdurchschnittliche Wachstumsraten. Dagegen entwickelte sich die Pkw-Nachfrage in Nordamerika und vor allem in Japan rückläufig. In Westeuropa lagen die Pkw-Neuzulassungen auf dem Niveau des Vorjahres. Die Weltautomobilproduktion stieg im Berichtszeitraum um 5,6% auf 71,9 Mio. Einheiten; darin waren 60,4 Mio. Pkw (+5,5%) enthalten.

Nordamerika

Die Nachfrage auf dem nordamerikanischen Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge war 2007 um 2,1% geringer als im Vorjahr. Vor allem die Fahrzeugverkäufe auf dem US-amerikanischen Automobilmarkt, der unter anderem durch die Krise am Immobilienmarkt belastet wurde, schwächten sich ab. Einbußen gegenüber dem Vorjahr verzeichneten sowohl das Pkw-Segment (–2,6% auf 7,6 Mio. Fahrzeuge) als auch das Segment für leichte Nutzfahrzeuge (–2,3% auf 8,6 Mio. Einheiten). In Kanada hingegen erhöhten sich die Verkaufszahlen im Berichtsjahr um 3,0% auf 1,7 Mio. Fahrzeuge. Auf dem mexikanischen Markt ging erstmals seit 2003 das Verkaufsvolumen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die Nachfrage verringerte sich hier um 3,5% auf 1,1 Mio. Einheiten.

Südamerika/Südafrika

Die positive Entwicklung der südamerikanischen Automobilmärkte hielt auch 2007 und damit im vierten Jahr in Folge an: In Brasilien stiegen die Fahrzeugverkäufe auf einen neuen Rekordwert. Mit 2,3 Mio. neu zugelassenen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (+27,8%) wurde der bisherige Höchststand aus dem Jahr 1997 (1,9 Mio. Fahrzeuge) deutlich übertroffen. Der Gesamtabsatz im Lkw-Segment lag mit einem Anstieg von 31,9% auf 100 Tsd. Einheiten ebenfalls über dem Vorjahr. Dagegen unterschritten die Fahrzeugexporte mit 787 Tsd. Einheiten (–6,6%) den Wert aus 2006. Die Pkw-Nachfrage in Argentinien erreichte im Berichtsjahr mit einem Zuwachs um 28,9% auf 402 Tsd. Einheiten ebenfalls einen neuen Spitzenwert. Der südafrikanische Pkw-Markt entwickelte sich dagegen mit 435 Tsd. Fahrzeugen (–9,7%) im Vergleich zum Vorjahr rückläufig.

Asien-Pazifik

Im Raum Asien-Pazifik setzte sich das Wachstum bei den Pkw-Neuzulassungen auch 2007 fort. Den mit Abstand höchsten Nachfrageanstieg mit 927 Tsd. auf 5,1 Mio. Pkw verzeichnete dabei der chinesische Automobilmarkt. China ist dadurch hinter den USA zum zweitgrößten Pkw-Markt der Welt aufgestiegen. Dagegen nahm die Zahl der neu zugelassenen Pkw auf dem drittgrößten Markt Japan im Berichtszeitraum deutlich ab. Mit einem Verkaufsvolumen von 4,4 Mio. Pkw wurde der Vorjahreswert um 5,2% verfehlt. Auf dem indischen Automobilmarkt hielt die Wachstumsdynamik an. Im Vergleich zu 2006 erhöhten sich die Pkw-Verkäufe hier um 16,0% auf 1,2 Mio. Einheiten.

 

WIRTSCHAFTSWACHSTUM
BIP-Veränderung in Prozent

Europa/Übrige Märkte

In Westeuropa stagnierte die Pkw-Nachfrage und blieb im Berichtszeitraum mit 14,9 Mio. Fahrzeugen (+0,2%) auf dem Niveau des Vorjahres. Weiter gestiegene Kraftstoffpreise trugen dazu bei, dass sich der Anteil der Dieselfahrzeuge auf 53,3 (51,3)% erhöhte. Der italienische Pkw-Markt profitierte von der Verschrottungsprämie, die Anfang des Jahres eingeführt wurde. Die anderen großen Märkte entwickelten sich uneinheitlich: Großbritannien und Frankreich verzeichneten einen leichten Nachfrageanstieg, während sich das Neuzulassungsvolumen in Deutschland und Spanien gegenüber dem Vorjahr verringerte. In Zentral- und Osteuropa nahmen die Pkw-Neuzulassungen dagegen deutlich zu. Ein hohes Marktwachstum erzielten wie im Vorjahr Russland (+37,5%) und die Ukraine (+46,2%). Auch die Pkw-Märkte der zentraleuropäischen EU-Länder entwickelten sich im Berichtszeitraum dynamisch, vor allem die beiden Volumenmärkte Polen (+22,7%) und Rumänien (+23,3%). Die Pkw-Verkäufe in der Türkei schwächten sich wie schon im Vorjahr ab (-4,2%).

Deutschland

Im Jahr 2007 verringerte sich der Automobilmarkt in Deutschland um 7,6% auf 3,5 Mio. Kraftfahrzeuge. Während sich im gewerblichen Bereich sowohl die Nutzfahrzeug- als auch die Pkw-Neuzulassungen positiv entwickelten, war die Pkw-Nachfrage bei den Privatkunden deutlich rückläufig. Hauptursache für den Negativtrend im Pkw-Gesamtmarkt (–9,2% auf 3,1 Mio. Fahrzeuge) war neben der allgemeinen Kaufzurückhaltung auch die hohe Zahl der Fahrzeugkäufe, die noch in den letzten Monaten des Jahres 2006 im Vorfeld der Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 getätigt worden waren. Die Neuzulassungen von Lkw bis zu einem Gesamtgewicht von sechs Tonnen stiegen um 12,4% auf 222 Tsd. Einheiten. Dank eines Exportrekords (+11,1% auf 4,6 Mio. Fahrzeuge) erzielten die inländischen Hersteller mit 6,2 Mio. Fahrzeugen (+6,5%) auch einen neuen Spitzenwert in der Produktion.

 

MODELLNEUHEITEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS 2007

Der Volkswagen Konzern hat auch im Jahr 2007 seine Modellpalette erneuert und weiter ausgebaut. Sie umfasst inzwischen deutlich mehr als 100 Pkw- und Nutzfahrzeug-Modelle, die nahezu alle wesentlichen Segmente abdecken: vom Kleinwagen bis zum Supersportwagen im Pkw-Bereich und vom Stadtlieferwagen bis zum schweren Lastkraftwagen im Nutzfahrzeugsektor. Offene Marktfelder werden wir, sofern dies wirtschaftlich ist, sukzessiv erschließen.

Die wichtigsten Modellneuheiten der Marke Volkswagen Pkw in Europa waren im abgelaufenen Geschäftsjahr neben den Crossversionen des Touran und des Golf insbesondere der neue Golf Variant sowie der Tiguan. Letzterer wird in der stark expandierenden Kompakt-SUV-Klasse mit seinem kundenorientierten Ausstattungsprogramm eine Spitzenposition einnehmen. Die Marke Audi stellte 2007 mit dem Audi R8, einem Sportwagen in faszinierendem Design, sowie mit der neuen Baureihe Audi A5 einmal mehr ihre Sportlichkeit unter Beweis.

 

AUSLIEFERUNGEN DES VOLKSWAGEN KONZERNS NACH MONATEN
in Tsd. Fahrzeuge

Außerdem überzeugte Audi mit der neuen Audi A4 Limousine und dem neuen Audi TT Roadster. Škoda präsentierte mit dem neuen Škoda Fabia Kurzheck einen gelungenen Nachfolger seines erfolgreichen Volumenmodells. Bei SEAT debütierte der SEAT Altea Freetrack mit offroadtypischen Eigenschaften. Außerdem wurde der sportliche SEAT Leon Cupra* in den Markt eingeführt. Die Marke Lamborghini stellte 2007 den Gallardo Superleggera* vor, der höchste Ansprüche an Technik und Sportlichkeit erfüllt. Mit dem 610 PS (449 kW) starken Bentley Continental GT Speed Coupé* präsentierte die Marke Bentley den schnellsten Viersitzer der Welt. Volkswagen Nutzfahrzeuge zeigte mit dem Caddy Maxi und dessen langem Radstand ein überlegenes Konzept für die zeitgemäße Lösung vieler Transportprobleme in Beruf und Freizeit. Mit den sehr erfolgreichen und mehrfach weiterentwickelten Mobilitätspaketen leistete die Volkswagen Financial Services AG im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut ihren innovativen Beitrag zur Produktpalette des Konzerns.

* Verbrauchs- und Emissionsangaben

 

FAHRZEUGAUSLIEFERUNGEN WELTWEIT

Der Volkswagen Konzern lieferte im Geschäftsjahr 2007 weltweit 6.188.959 Fahrzeuge an Kunden aus und konnte damit erstmals die Marke von 6 Mio. Verkäufen übertreffen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 7,9%. Wie die Grafik auf dieser Seite zeigt, waren die Auslieferungszahlen 2007 in allen zwölf Monaten höher als im jeweiligen Vorjahresmonat. Alle Marken des Konzerns konnten ihre Verkaufszahlen steigern und verzeichneten, mit Ausnahme von SEAT, neue Rekordwerte.

Besonders erfreuliche Zuwachsraten erzielten die Marken Škoda und Volkswagen Nutzfahrzeuge mit 14,6% beziehungsweise 10,7%. Auch unsere Marken Bentley, Lamborghini und Bugatti wiesen in den oberen Fahrzeugsegmenten beachtliche Steigerungsraten auf. Einen Überblick über die Auslieferungen an Kunden nach Märkten sowie über die jeweiligen Pkw-Marktanteile des Geschäftsjahres 2007 gibt die folgende Tabelle. Nachfolgend erläutern wir die Verkaufsentwicklung in den einzelnen Märkten.

Auslieferungen in Europa/Übrige Märkte

In Westeuropa lagen die Auslieferungen an Kunden des Konzerns leicht über denen des Vorjahres. Mit einem Anteil von 50,3 (54,2)% am Gesamtauslieferungsvolumen verkauften wir dort den größten Teil unserer Fahrzeuge. Alle Konzernmarken, mit Ausnahme der Marken Volkswagen Pkw und SEAT, übertrafen die Verkaufszahlen des Jahres 2006. Deutliche Zuwachsraten erzielten die Modelle Eos, Phaeton, Audi TT Coupé, Audi A6 allroad quattro, Audi Q7 und Škoda Roomster. Die neuen Modelle Golf Variant, Audi A5, Audi TT Roadster, Škoda Fabia Kurzheck und SEAT Altea XL wurden ebenfalls verstärkt nachgefragt. Der Marktanteil des Volkswagen Konzerns am Pkw-Gesamtmarkt in Westeuropa erreichte mit 19,5 (19,8)% nahezu das hohe Vorjahresniveau; damit ist der Konzern weiterhin Marktführer. In Zentral- und Osteuropa erhöhten sich unsere Auslieferungen an Kunden im Vergleich zum Vorjahr um 20,9%.

 

AUSLIEFERUNGEN AN KUNDEN NACH MÄRKTEN1

1 Die Auslieferungen und Marktanteile von 2006 wurden aufgrund der statistischen Fortschreibung aktualisiert.
2 Gesamtmärkte in den USA, Mexiko und Kanada enthalten Pkw und leichte Nutzfahrzeuge.

 

WELTWEITE AUSLIEFERUNGEN DER IM JAHR 2007 ERFOLGREICHSTEN KONZERNMODELLE
in Tsd. Fahrzeuge

Besonders gut entwickelten sich die Verkaufszahlen in Russland, Polen und Rumänien. Die Modelle Golf, Touran, Jetta, Audi Q7 und SEAT Toledo erzielten dort die größten Zuwachsraten. Auf den Übrigen Märkten war die Nachfrage nach Konzernmodellen um 1,3% höher als im Vorjahr.

Auslieferungen in Deutschland

In Deutschland lagen unsere Auslieferungen an Kunden mit 1.055.037 Fahrzeugen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 4,8% unter denen des Vorjahres. Die wesentlichen Gründe für den Rückgang waren vorgezogene Fahrzeugkäufe im zweiten Halbjahr 2006 angesichts der Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 sowie die allgemeine Kaufzurückhaltung. Steigende Verkaufszahlen verzeichneten wir jedoch bei den Modellen Eos, Phaeton, Audi Q7, Audi TT Coupé, Škoda Roomster und Škoda Superb. In der deutschen Zulassungsstatistik für das Jahr 2007 standen die Modelle Golf, Passat, Audi TT, Touran und Multivan/Transporter jeweils an der Spitze ihres Segments. Der Golf blieb der meistzugelassene Pkw in Deutschland. Insgesamt konnten wir im Berichtsjahr unseren Marktanteil auf den Rekordwert von 32,7 (32,6)% erhöhen und somit die Marktführerschaft weiter ausbauen.

Auslieferungen in Nordamerika

Auf dem US-amerikanischen Markt gingen die Verkaufszahlen des Volkswagen Konzerns im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück (–0,3%). Die Modelle Golf, Audi A4 Cabriolet und Audi Q7 konnten jedoch Zuwächse verzeichnen. Auch die Verkaufszahlen der neuen Modelle Eos, Audi TT Coupé und Audi R8 entwickelten sich positiv. Außerdem wurden verstärkt Modelle der Marke Bentley nachgefragt. Auf dem Markt in Kanada stiegen die Auslieferungen an Kunden um 4,2%. Dafür war vor allem die hohe Nachfrage nach Golf-Modellen verantwortlich. In Mexiko verkauften wir 2,3% weniger Fahrzeuge als im Vorjahr. Allerdings wurden dort die Modelle Fox MPV, New Beetle und Jetta im Vergleich zum Vorjahr stärker nachgefragt.

Auslieferungen in Südamerika/Südafrika

Auf den wesentlichen Pkw-Märkten in Südamerika entwickelten sich die Auslieferungen an Kunden des Konzerns weiter positiv. Unsere Verkäufe stiegen dort insgesamt um 29,9%. In Brasilien erhöhten sich die Auslieferungen aufgrund der starken Nachfrage nach den Modellen Fox, Polo und Gol im Vergleich zum Vorjahr um 32,0%. Die Verkaufszahlen der in den Auslieferungen enthaltenen leichten Nutzfahrzeuge Saveiro und T2 nahmen insgesamt um 31,9% zu. Bei den in Brasilien gefertigten schweren Nutzfahrzeugen (Lkw der Gewichtsklassen 5 bis 45 Tonnen) verzeichneten wir einen Anstieg der Nachfrage um 30,8%. Darüber hinaus lieferten wir dort 6.761 (4.906) Busse aus.

In Argentinien nahmen die Verkaufszahlen des Volkswagen Konzerns im Vergleich zum Vorjahr um 23,6% zu. Die höchsten Zuwachsraten erzielten die Modelle Fox, Gol, Jetta und Saveiro. Der Marktanteil des Konzerns verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr zwar auf 25,8 (26,8)%, dennoch blieben wir in Argentinien Marktführer. Im Bereich Nutzfahrzeuge haben wir dort 3.223 (2.917) schwere Lkw und Busse verkauft.

Die Auslieferungen von Konzernmodellen auf dem rückläufigen südafrikanischen Markt gingen im Vergleich zum Vorjahr um 8,7% zurück. Die Modelle Audi TT Coupé, SEAT Ibiza und Multivan/Transporter wurden jedoch verstärkt nachgefragt. Der Marktanteil des Volkswagen Konzerns konnte auf 22,1% erhöht und damit die Marktführerschaft weiter ausgebaut werden.

Auslieferungen in Asien-Pazifik

Auf den Pkw-Märkten im Raum Asien-Pazifik stiegen die Verkaufszahlen der Konzernmodelle im Vergleich zum Vorjahr um 24,1%. Vor allem die anhaltend hohe Nachfrage nach unseren Fahrzeugen auf dem chinesischen Pkw-Markt war für diese Entwicklung verantwortlich. Die Modelle Polo, Jetta, Touran und Audi A6 wiesen dabei die deutlichsten Zuwachsraten auf. Darüber hinaus trug die 2007 neu eingeführte Marke Škoda zum Erfolg des Konzerns in China bei. Obwohl die Kaufanreize anderer Hersteller weiterhin einen erheblichen Wettbewerbsdruck auf dem chinesischen Markt erzeugten, konnte der Volkswagen Konzern im Berichtszeitraum mit einem Anteil von 17,8 (17,0)% seine Marktführerschaft ausbauen.

Die Auslieferungen an Kunden des Konzerns in Japan gingen um insgesamt 3,2% zurück. Bei den Modellen Touran und Eos verzeichneten wir jedoch eine lebhafte Nachfrage. Auf den weiteren Märkten der Region Asien-Pazifik entwickelten sich die Verkäufe unterschiedlich. Insbesondere in Australien wurden die Konzernmodelle verstärkt nachgefragt.

 

RECHTLICHE EINFLUSSFAKTOREN AUF DAS GESCHÄFT

Wie bei anderen international tätigen Unternehmen wirken zahlreiche in- und ausländische Rechtsordnungen auf das Geschäft der Volkswagen Gesellschaften ein. Dabei handelt es sich vor allem um entwicklungs-, produktions- und vertriebsbezogene Vorschriften, aber auch beispielsweise um steuer-, gesellschafts-, handels- und kapitalmarktrechtliche sowie arbeits-, banken- und versicherungsrechtliche Regelungen.

Im Geschäftsjahr 2007 wirkte sich vor allem die Erhöhung der deutschen Umsatzsteuer zum Jahresbeginn negativ auf den Verkauf von Fahrzeugen im Inland aus. Die Berichterstattung über die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Braunschweig und die Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit den Vorkommnissen (Tarnfirmen, Veruntreuung), die Volkswagen Ende Juni 2005 zur Anzeige gebracht hatte, hatten bislang keinen wesentlichen Einfluss auf das Geschäft.

Die Europäische Kommission plant, den Designschutz für sichtbare Fahrzeugteile aufzuheben. Sollte das Vorhaben tatsächlich umgesetzt werden, könnte sich dies negativ auf das Originalteilegeschäft des Volkswagen Konzerns auswirken.

 

AUFTRAGSLAGE DES VOLKSWAGEN KONZERNS IN WESTEUROPA

In Westeuropa (einschließlich Deutschland) entwickelte sich die Nachfrage nach Konzernmodellen 2007 deutlich verhaltener als im Vorjahr und damit analog zum Gesamtmarkt. Das ist vor allem auf die schwache Nachfrage in Deutschland aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 und auf die allgemeine Kaufzurückhaltung der privaten Verbraucher zurückzuführen. Dies spiegelte sich auch in den Auftragseingängen des Konzerns wider, die gegenüber dem Vorjahr um 2,3% zurückgingen. Positiv entwickelten sich die Aufträge in Großbritannien (+6,0%), Schweiz (+8,6%), Schweden (+7,7%) und Irland (+7,3%).

In Westeuropa ohne Deutschland konnte der Konzern seine Auftragseingänge um 2,0% steigern. Dabei wiesen Volkswagen Nutzfahrzeuge (+11,8%) und Škoda (+7,1%) die höchsten Wachstumsraten auf.

Die Auftragsbilanz des Volkswagen Konzerns zum 31. Dezember 2007: inländischer Auftragsbestand 159.360 Fahrzeuge und 276.490 vorliegende Fahrzeugbestellungen aus dem westeuropäischen Ausland. Der Auftragsbestand war damit um 12,1% höher als im Vorjahr.

 

ABSATZ AN DIE HANDELSORGANISATION

Der Volkswagen Konzern setzte im Geschäftsjahr 2007 – einschließlich der Joint Ventures in China – weltweit 6.191.618 Fahrzeuge an die Handelsorganisation ab und verzeichnete damit im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 8,2%. Der Anteil der im Ausland abgesetzten Fahrzeuge nahm von 80,9% im Vorjahr auf nunmehr 83,4% zu. Dies ist im Wesentlichen auf die erhöhte Nachfrage nach Konzernmodellen in China, Brasilien sowie in Zentral- und Osteuropa zurückzuführen. In Deutschland ging der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 5,7% auf 1.030.113 Fahrzeuge zurück.

Der Golf war mit 745.488 weltweit abgesetzten Einheiten und einem Anteil von 12,0% am Konzernabsatz erneut unser Hauptvolumenträger. Deutliche Zuwachsraten verzeichneten die Modelle Suran (65,6%), Eos (+60,9%), Audi A6 allroad quattro (52,8%) und Audi Q7 (+25,9%).

Darüber hinaus erzielten die Modelle Golf Variant, Audi TT Coupé, Audi TT Roadster, Škoda Roomster, SEAT Altea sowie die Fahrzeuge der Marken Lamborghini, Bentley und Bugatti beachtliche Steigerungsraten. Bei den Modellen Golf Plus, New Beetle, New Beetle Cabrio, Audi A4 Limousine, Audi A4 Avant, Škoda Fabia Combi und SEAT Toledo war der Absatz aufgrund des bereits vollzogenen beziehungsweise anstehenden Modellwechsels oder der Modellpflege rückläufig.

 

PRODUKTION

Im Berichtszeitraum produzierte der Volkswagen Konzern – einschließlich der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen – weltweit 6.213.332 Fahrzeuge; das entsprach einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 9,8%. Vor allem dank der großen Nachfrage nach unseren neuen Modellen konnte die Auslastung der Werke verbessert werden. Die positive Absatzentwicklung in China führte dazu, dass die Produktionszahlen der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 37,1% auf 956.002 Fahrzeuge stiegen. Auch die Fertigungsstätten der Marken Volkswagen Pkw und Škoda erhöhten ihre Produktion deutlich. Der Anteil der im Inland gefertigten Fahrzeuge verringerte sich marginal auf 33,6 (34,2)%. Die arbeitstägliche Produktion der Werke lag im Durchschnitt weltweit bei 25.391 Fahrzeugen; das waren 3,5% mehr Einheiten als ein Jahr zuvor. Die in den Daimler-Werken in Düsseldorf und Ludwigsfelde gefertigten Modelle des am Markt sehr erfolgreichen Crafter sind in den Produktionszahlen nicht enthalten.

 

LAGERBESTÄNDE

Die weltweiten Lagerbestände bei den Konzerngesellschaften und in der Handelsorganisation waren zum Ende des Berichtsjahres höher als Ende 2006. Dies ist im Wesentlichen auf das gestiegene Geschäftsvolumen zurückzuführen. Das für die Versorgung unserer Kunden erforderliche Niveau war damit weiterhin sichergestellt.

 

MITARBEITERZAHL

Im Durchschnitt beschäftigte der Volkswagen Konzern 2007 einschließlich der chinesischen Joint-Venture-Gesellschaften 328.594 Personen. Bei inländischen Gesellschaften waren 175.206 Mitarbeiter tätig; das entsprach einem Anteil von 53,3 (52,9)%. Zum 31. Dezember 2007 beschäftigte der Volkswagen Konzern 310.156 aktive Mitarbeiter. Darüber hinaus befanden sich 9.847 Mitarbeiter in der passiven Phase der Altersteilzeit sowie 9.302 Personen in einem Ausbildungsverhältnis. Insgesamt umfasste die Belegschaft des Volkswagen Konzerns zum Bilanzstichtag 329.305 Mitarbeiter. Der Anstieg um 1,4% im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem auf volumenbedingt befristete Einstellungen in Brasilien, Mexiko und China sowie auf Erstkonsolidierungen (im Wesentlichen Autostadt GmbH und Din Bil Sverige Aktiebolag, Stockholm) zurückzuführen. Im Inland waren 168.737 Mitarbeiter tätig
(-0,1%).

 

GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

Im Geschäftsjahr 2007 ist es dem Volkswagen Konzern gelungen, die gesetzten Ziele umfassend zu erreichen. Da die Nachfrage nach Konzernmodellen die Entwicklung auf den Weltautomobilmärkten übertraf, konnte der Volkswagen Konzern die gute Wettbewerbsposition ausbauen und erstmals in der Unternehmensgeschichte mehr als 6 Mio. Fahrzeuge an Kunden ausliefern. Durch die positive Marktakzeptanz unserer attraktiven Modellpalette und dank der nachhaltig optimierten Kostenstrukturen konnten auch die finanziellen Ziele realisiert werden.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die für das Berichtsjahr angestrebten Kennzahlen und deren Erreichungsgrad:

Detaillierte Informationen zu den finanziellen Kennzahlen finden Sie im Kapitel „Vermögens-, Finanz- und Ertragslage“.


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