Volkswagen AG (Kurzfassung nach HGB)
Weltweit höhere Fahrzeugverkäufe lassen Umsatzerlöse steigen
JAHRESERGEBNIS
Die Volkswagen AG steigerte im Jahr 2007 ihre Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 4,1% auf 55,2 Mrd.€. Ausschlaggebend waren dafür insbesondere die weltweit höheren Fahrzeugverkäufe. Der Anteil der im Ausland erwirtschafteten Umsatzerlöse belief sich auf 61,5 (60,4)%. Die Herstellungskosten reduzierten sich gegenüber dem durch Restrukturierungsmaßnahmen belasteten Vorjahreswert um 1,1%. Das Bruttoergebnis lag mit 1,6 Mrd.€ deutlich über dem des Jahres 2006. Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten gingen um 2,9% zurück. In der Folge verringerte sich auch ihr Anteil am Umsatz. Neben positiven Wechselkurseffekten im Zusammenhang mit dem Lieferungs- und Leistungsverkehr bewirkten vor allem Weiterberechnungen an verbundene Unternehmen und an Dritte, dass sich das Sonstige betriebliche Ergebnis um 11,3% auf 1,3 Mrd.€ erhöhte. Das Finanzergebnis ging um 6,2% auf 3,8 Mrd.€ zurück. Höheren Erträgen aus Beteiligungen und Gewinnabführungsverträgen sowie niedrigeren Abschreibungen auf Finanzanlagen standen geringere sonstige Beteiligungserträge gegenüber. Im Vorjahr hatten Gewinne aus Beteiligungsverkäufen das Finanzergebnis positiv beeinflusst.
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER VOLKSWAGEN AG
* Einschließlich Abschreibungen auf Finanzanlagen.
BILANZSTRUKTUR DER VOLKSWAGEN AG ZUM 31. DEZEMBER
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Volkswagen AG stieg im Jahr 2007 auf 2,8 Mrd.€ (45 Mio.€). Nach Abzug der Steuern ergab sich ein Jahresüberschuss von 1,5 Mrd.€. Das bedeutet einen Anstieg von 54,0% im Vergleich zum Vorjahr.
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Die Bilanzsumme der Volkswagen AG erhöhte sich im Berichtsjahr um 6,2% auf 48,4 Mrd.€. Die Investitionen in Sachanlagen lagen um 17,9% über dem niedrigen Vorjahreswert. Im Wesentlichen entfielen die Investitionen auf neue Produkte und den Aufbau einer dritten Fertigungslinie im Werk Wolfsburg. Die Finanzinvestitionen lagen um 12,2% unter denen des Vorjahres. Im Jahr 2006 hatte sich die durchgeführte Neuorganisation unseres ausländischen Beteiligungsbesitzes erhöhend auf den Bilanzansatz ausgewirkt. Das Anlagevermögen wuchs im Vergleich zum 31. Dezember 2006 insgesamt um 14,8% auf 27,1 Mrd.€.Das Umlaufvermögen ging um 3,0% auf 21,4 Mrd.€ zurück. Gestiegenen Forderungen und Vorräten standen bedingt durch die Rückzahlung von Schulden niedrigere Flüssige Mittel gegenüber.
Aufgrund der positiven Kursentwicklung der Volkswagen Aktie nutzten im Berichtsjahr eine Vielzahl von Mitarbeitern die Möglichkeit, ihre zuvor gezeichneten Schuldverschreibungen in Stammaktien zu wandeln. Zusammen mit dem gestiegenen Bilanzgewinn führte dies dazu, dass das Eigenkapital (einschließlich Sonderposten mit Rücklageanteil) um 11,3% auf 11,5 Mrd.€ zunahm. In der Folge stieg die Eigenkapitalquote auf 23,7 (22,7)% an. Die Rückstellungen erhöhten sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahreswert um 13,2% auf 21,3 Mrd.€. Die Verbindlichkeiten gingen um 5,0% auf 15,6 Mrd.€ zurück, davon waren 11,0 (12,0) Mrd.€ verzinslich.
DIVIDENDENVORSCHLAG
Aus dem Jahresergebnis wurden gemäß § 58 Abs. 2 AktG insgesamt 720 Mio.€ in die Anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von 720 Mio.€, das bedeutet 1,80€ je Stammaktie und 1,86€ je Vorzugsaktie, auszuschütten.
GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG
LEISTUNGEN AN DIE BELEGSCHAFT DER VOLKSWAGEN AG
* Einschließlich der Aufwendungen für Abfindungen und Altersregelungen.
ABSATZ AN DIE HANDELSORGANISATION
Im abgelaufenen Geschäftsjahr setzte die Volkswagen AG 2.365.617 Fahrzeuge an die Handelsorganisation ab. Das entspricht einem Anstieg von 4,3% gegenüber dem Vorjahr. Der Auslandsanteil erhöhte sich auf 69,5 (66,5)%.
PRODUKTION
Die fahrzeugproduzierenden Werke der Volkswagen AG (Emden, Hannover und Wolfsburg), einschließlich der am Standort Wolfsburg produzierenden Auto5000 GmbH, erhöhten ihre Fertigung um 12,9% auf insgesamt 1.075.997 Fahrzeuge. Dies war insbesondere auf gestiegene Produktionszahlen der Modelle Golf Limousine und Passat Limousine zurückzuführen. Der erst gegen Ende des Jahres 2007 in den Markt eingeführte Tiguan trug ebenfalls wesentlich zu dieser Steigerung bei. Die durchschnittliche Tagesproduktion der Volkswagen AG nahm um 1,6% auf 4.473 Einheiten zu.
MITARBEITERZAHL
An den Standorten der Volkswagen AG waren zum 31. Dezember 2007 – ohne die Mitarbeiter, die für Tochtergesellschaften tätig sind – insgesamt 90.468 Personen beschäftigt. Darin enthalten waren 4.434 Auszubildende. In der passiven Phase der Altersteilzeit befanden sich 5.135 Mitarbeiter. Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich die Belegschaft um 3,8%.
Die weiblichen Arbeitnehmer machten einen Anteil von 13,2 (13,3)% an der Gesamtbelegschaft aus. In Teilzeit waren 2.303 Personen (2,5%) beschäftigt. Die Quote der ausländischen Mitarbeiter lag bei 6,3 (6,4)%. Der Anteil der Mitarbeiter im gewerblichen Bereich mit einer abgeschlossenen Volkswagen-relevanten Ausbildung betrug 66,5 (64,9)%. Einen Hoch- oder Fachhochschulabschluss besaßen 11,2 (11,1)% der Beschäftigten. Das Durchschnittsalter der Belegschaft lag im Berichtsjahr bei 42,0 Jahren.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die Forschungs- und Entwicklungskosten der Volkswagen AG nach HGB erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 9,1% auf 2,3 Mrd.€. Am 31. Dezember 2007 waren 8.561 Personen in diesem Bereich tätig.
BESCHAFFUNGSVOLUMEN
Im Jahr 2007 betrug das Einkaufsvolumen an den sechs inländischen Standorten der Volkswagen AG 19,6 Mrd.€; davon wurden 75,0 (71,9)% von inländischen Lieferanten bezogen. Vom gesamten Beschaffungsvolumen entfielen 16,4 Mrd.€ auf Produktionsmaterial und 3,2 Mrd.€ auf Investitionsgüter und Dienstleistungen.
AUSGABEN DER VOLKSWAGEN AG FÜR DEN UMWELTSCHUTZ
BETRIEBSKOSTEN DER VOLKSWAGEN AG FÜR DEN UMWELTSCHUTZ 2007
Anteil der Umweltschutzbereiche in Prozent
AUSGABEN FÜR DEN UMWELTSCHUTZ
Die Investitionen für den Umweltschutz umfassen sowohl produktbezogene als auch produktionsbezogene Maßnahmen. Den Schwerpunkt bei den produktbezogenen Maßnahmen bildeten Investitionen in die Reduzierung von Abgasemissionen. Die Investitionen für den Umweltschutz in der Produktion betrafen im Wesentlichen Ausgaben für den Gewässerschutz, die Abfallwirtschaft und die Luftreinhaltung.
Die Betriebskosten für den Umweltschutz lassen sich in Ausgaben für den Betrieb von Anlagen, die dem Schutz der Umwelt dienen, und in nicht anlagenbezogene Ausgaben gliedern. Sie beziehen sich ausschließlich auf produktionsbezogene Maßnahmen. Im Berichtsjahr stiegen die Betriebskosten für den Umweltschutz um 4,1% auf 177 Mio.€.
RISIKEN DER GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER VOLKSWAGEN AG
Die Geschäftsentwicklung der Volkswagen AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken wie die des Volkswagen Konzerns. Diese Risiken erläutern wir im Risikobericht des vorliegenden Geschäftsberichts.
RISIKEN AUS FINANZINSTRUMENTEN
Für die Volkswagen AG bestehen bei der Verwendung von Finanzinstrumenten grundsätzlich die gleichen Risiken wie für den Volkswagen Konzern. Eine Erläuterung dieser Risiken finden Sie im Risikobericht dieses Geschäftsberichts.
Den Jahresabschluss der Volkswagen AG (HGB) finden Sie auf folgender Seite dieses Geschäftsberichts. Darüber hinaus ist er beim elektronischen Unternehmensregister unter der Internetadresse www.unternehmensregister.de abrufbar.





