Biometrische Fahreridentifizierung headline

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Mehr Sicherheit und Komfort, besserer Diebstahlschutz

„Guten Morgen, Anke. Du bist berechtigt, dieses Auto zu fahren, alle Systeme sind freigegeben.“ So meldet sich der Lautsprecher kurz nachdem die Besitzerin in ihren Golf eingestiegen ist. Klingt verdächtig nach Zukunftsmusik – aber nicht bei Volkswagen. Denn hier sind die Entwicklungsingenieure schon weit fortgeschritten auf dem Weg zu einer zuverlässigen automatischen Fahreridentifizierung.

Fahrkomfort und Fahrsicherheit steigen mit der permanenten Weiterentwicklung von Fahrerassistenz und -informationssystemen. Dazu erfassen Kameras und Sensoren bisher vor allem das nähere und weitere Umfeld des Fahrzeugs. Anders sieht das aus bei der automatischen Fahreridentifizierung. Hier richtet sich das „Augenmerk“ der Kameras und Sensoren auf den Innenraum und speziell auf den Platz hinter dem Lenkrad. Heraus kommen letztlich deutliche Fortschritte bei der Sicherheit, beim Komfort und beim Diebstahlschutz.

Das kann das System …

Die Fahreridentifizierung optimiert die Einstellungen der aktiven Fahrerassistenz- und Unfallvermeidungssysteme des Autos speziell für die erkannte Person. Beispielsweise können für Fahranfänger bei Bedarf bestimmte Einschränkungen vorgegeben werden. Sogar unterschiedliche Fahrstile können die eingebauten Unfallvermeidungs- und Assistenzsysteme mithilfe des hinterlegten Profils berücksichtigen.

Sitz und Rückenlehne bewegen sich unmittelbar nach dem Einstieg exakt in die Position, die für die erkannte Person gespeichert ist. Selbstverständlich werden auch Kopfstützen sowie Innen- und Außenspiegel automatisch an Sitzposition und Körpergröße angepasst. Das Thema Sicherheit steht bei solchen Hilfen zwar im Vordergrund, das Plus an Komfort ist aber auch nicht zu verachten. Auch die personalisierte Voreinstellung von Navigation, Fahrerinformationssystemen und Multimedia-Geräten gehört zum selbstverständlichen Leistungsumfang der Fahreridentifizierung.

Dritter großer Vorteil ist der Diebstahlschutz. Wenn das System die Person auf dem Fahrersitz nicht erkennt, schickt es eine Nachricht auf das Mobiltelefon des Besitzers. Der hat dann mehrere Möglichkeiten: Er kann das Fahrzeug per „Fernsteuerung“ blockieren oder die Nutzung im Einzelfall erlauben. Oder die Polizei alarmieren.

… und so funktioniert es

Eine Infrarotkamera erfasst das Gesicht der eingestiegenen Person und leitet die erfassten Merkmale an das „Gehirn“ der Fahreridentifizierung weiter. Sogar Rückschlüsse auf Alter, Geschlecht und – dank zusätzlicher Sensoren – Gewicht der Person sind möglich. Das System vergleicht in Sekundenbruchteilen den erfassten Datensatz mit den Merkmalen aller im System gespeicherten Personen. Ist die erkannte Person fahrberechtigt, wird der Start freigegeben. Wenn nicht … siehe oben.

Noch ist das System nicht reif für die Serie. Derzeit arbeiten die Entwickler an Methoden der Lebend-Erkennung. Schließlich muss es auch darum gehen, das biometrische System vor Täuschungsversuchen, beispielsweise mit Bildern, Puppen oder Masken, zu schützen. Zuverlässigkeit gehört schließlich zu den herausragenden Merkmalen der Volkswagen-Produktpalette. Die biometrische Fahreridentifizierung wird da keine Ausnahme machen.