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Hannover, 03.05.2012

Stapellauf der Amarok-Fertigung im Volkswagen Werk Hannover

• Europakontingent des Amarok künftig „Made in Hannover“
• Serienproduktion startet Ende Juni 2012

Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen AG, der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister und der hannoversche Oberbürgermeister Stephan Weil haben heute gemeinsam mit dem Volkswagen-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Bernd Osterloh und Dr. Wolfgang Schreiber, Sprecher des Markenvorstands Volkswagen Nutzfahrzeuge sowie Thomas Zwiebler, Betriebsratsvorsitzender von Volkswagen Nutzfahrzeuge, die neu errichtete Fertigungslinie für den Volkswagen Pickup Amarok eröffnet.

Gut zwei Jahre nach der Markteinführung des Amarok wird der Midsize- Pickup auch im Stammwerk der Marke Volkswagen in Hannover produziert.

Prof. Dr. Martin Winterkorn erklärte: „Volkswagen hat im Segment der leichten Nutzfahrzeuge weltweit große Wachstumschancen. Mit dem Produktionsstart in Hannover ist der Amarok endgültig in Europa angekommen. Der Amarok „Made in Hannover“ steht für die Leistungsfähigkeit des Standorts und gibt der Erfolgsgeschichte unseres Volkswagen Pickup jetzt zusätzlichen Rückenwind.“

In einem vollen Produktionsjahr sollen rund 40.000 Amarok produziert werden, die an Kunden in Ost- und Westeuropa und in Afrika geliefert werden. Die Produktion im argentinischen Pacheco wird künftig schwerpunktmäßig Latein- und Südamerika beliefern.

„Es ist großartig, dass der Amarok jetzt auch in Niedersachsen produziert wird. Das ist eine gute Entscheidung für den Standort Stöcken. Der Amarok ist der erste Pickup seiner Klasse eines europäischen Herstellers. Es ist ein tolles Fahrzeug“, betonte Ministerpräsident David McAllister.

Derzeit wird auf der Amarok-Montagelinie die Produktions-Vorserie gebaut, die bald nach dem heutigen Stapellauf von der Nullserie abgelöst wird. Ab Ende Juni wird die Serienproduktion einsetzen, werktäglich werden in Hannover dann 185 Amarok die Bänder verlassen.

„Hannover und das Transporterwerk gehören seit vielen Jahrzehnten fest zusammen. Ich wünsche Volkswagen Nutzfahrzeuge viel Erfolg für den Amarok. Die Entscheidung für die Produktion in Hannover zeigt, dass am Standort Deutschland die Automobilproduktion weiterhin wettbewerbsfähig ist. Der Amarok sichert die Jobs von vielen tausend Menschen, nicht nur im Werk, sondern auch in der Region, ab“, betonte der hannoversche Oberbürgermeister Stephan Weil.

Der VW-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh sagte: „Wir sind uns als Gesamtbetriebsrat mit dem Konzern- und Markenvorstand einig, dass Belegschaft und Management beim Aufbau der neuen Produktion hervorragend zusammen gearbeitet haben. Sie haben die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts unter Beweis gestellt und damit die Weichen für die Zukunft gestellt."

Zur Errichtung der Amarok-Produktion gehörten umfangreiche Flächensanierungen der Halle 2, wo von 1975 bis 2006 der LT gebaut wurde, sowie die Integration des Amarok in die Lackiererei und den Karosseriebau und der Aufbau der neuen Fahrzeugmontage.

„Unsere Belegschaft steht für Tradition, Erfahrung und Flexibilität. Deshalb hat sie die schwierige Aufgabe, ein weiteres Produkt in ein seit 2011 wieder gut ausgelastetes Werk zu integrieren, bereitwillig angenommen und erfolgreich bewältigt. Darauf ist die Mannschaft zu Recht stolz und sie freut sich auf den Amarok“, unterstrich der VWN-Betriebsratsvorsitzende Thomas Zwiebler.

Fünf Generationen des VW-Busses, insgesamt fast 8,5 Millionen Transporter, Caravelle, Multivan und California sind seit 1956 in Hannover produziert worden. Zusätzlich sind rund eine Million LT, Taro, MAN-G-Lkw und in den siebziger Jahren auch einige zehntausend Käfer von den Bändern gerollt. Außerdem fertigt das Werk seit 2009 die lackierte Karosse für den Porsche Panamera. Im Jahr 2011 stand fest, dass zusätzlich der Pickup Amarok im Traditionswerk – als Doppelkabine – gefertigt wird.

Für VWN-Markenchef Dr. Wolfgang Schreiber ist die erfolgreiche Verankerung des Amarok im Werk Hannover ein historischer Moment. „In der Volkswagen Welt dürfte es nur wenige Werke und kaum eine andere Mannschaft geben, die Fahrzeuge mit ähnlich hoher Variantenvielfalt bauen können. Wir hier in Hannover haben den T5, die lackierte Panamera-Karosse und jetzt auch den Amarok. Wir sind hochausgelastet, produktiv und profitabel.“

Der Amarok habe sich nicht nur in Südamerika, Südafrika und Australien erfolgreich etabliert. Durch seine effiziente Antriebstechnik, seinen Fahrkomfort, sein Raumangebot, seine Sicherheit und nicht zuletzt durch seine Robustheit sei der Amarok auch in Europa zum Wegbereiter einer zeitgemäßen Pickup-Klasse geworden, wie sein stetig steigender Absatz und die bereits erreichte Spitzenposition in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeige, so Schreiber. „Mit den beiden Amarok-Standorten, sowohl Pacheco in Argentinien als auch Hannover im Herzen Europas, sind die Regionen jetzt leistungsfähig aufgestellt.“ Die hannoversche Produktion werde die Verfügbarkeit und die Lieferzeiten für den Kunden in Europa noch einmal deutlich verbessern. Dies werde zu einer deutlichen Belebung des Amarok-Absatzes beitragen, unterstrich Schreiber.

Die Eröffnung fand im Vorfeld des jährlich stattfindenden Standortsymposiums des Werks statt. Die Mitglieder des Volkswagen Konzernvorstands diskutieren beim jährlich stattfindenden Standortsymposium gemeinsam mit dem Markenvorstand, dem Werkmanagement und dem Betriebsrat über die Entwicklung des Standorts.