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21.01.2010

DSG: das neue DQ500

Schnittkupplung2009 stellte Volkswagen mit dem DQ500 sechs Jahre nach der Markteinführung des weltweit ersten DSG® ein weiteres Mitglied seiner äußerst erfolgreichen DSG®-Familie vor. Diese Getriebe verbinden auf einzigartige Weise Komfort, Sportlichkeit und Sparsamkeit miteinander. Aufbauend auf den Erfahrungen aus den bewährten DQ200- und DQ250-Getrieben bedient das neue DQ500 nun auch die Kunden größerer und hochmotorisierter Fahrzeuge mit der Doppelkupplungs-Technologie. Das DQ500 ist das derzeit einzige Siebengang-Quergetriebe für hohe Drehmomente, das weltweit in Großserie hergestellt wird. Die Kupplung ist für 600 Nm Motormoment ausgelegt und trotzdem 8 mm schmaler als beim DQ250. Der Einsatzbereich reicht dabei von sportlichen Pkw- Anwendungen bis zu Nutzfahrzeuganwendungen.

Die Getriebewelt wird nach wie vor in Europa von Handschaltgetrieben und in den USA und Japan von konventionellen Automatikgetrieben dominiert. Beide Konzepte haben Vorteile: Handschaltgetriebe sind robust, preisgünstig und bieten einen hohen Wirkungsgrad. Sie stehen bei ihren Fahrern für Fahrspaß und Sportlichkeit. Wandlerautomatikgetriebe sind vor allem komfortabel. Schaltvorgänge ohne Unterbrechung der Zugkraft bieten ein besonderes Fahrerlebnis. Die Doppelkupplungsgetriebe von Volkswagen vereinen das Beste aus beiden Welten. Automatikfahrer überlassen die Gangwahl den ausgeklügelten Fahrprogrammen, während sportlich orientierte Fahrer die sequentielle, manuelle Schaltung begeistert. Und im Kraftstoffverbrauch zeigen sich die DSG®- Getriebeeffi zient wie ein Handschaltgetriebe, je nach Motorisierung sogar verbrauchsgünstiger.

Die Doppelkupplung des DQ500 besteht entsprechend der im bekannten DQ250 eingesetzten Doppelkupplung aus zwei konzentrisch angeordneten, nasslaufenden Einzelkupplungen. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, das Motormoment zu übertragen und die Gänge zwischen den Teilgetrieben zu wechseln. Ferner sorgen sie für das komfortable Anfahren auf der äußeren Kupplung im ersten Gang bzw. der inneren Kupplung im Rückwärtsgang. Außen angeordnet schaltet die Kupplung 1 (K1) die Gänge 1 – 3 – 5 – 7. Innen angeordnet ist die Kupplung 2 (K2), die die Gänge 2 – 4 – 6 – R schaltet. Im Unterschied zum DQ250 wird somit auch die K2 als Anfahrkupplung für den Rückwärtsgang genutzt. Die Aufteilung der Gänge 1 und R auf die Teilgetriebe ermöglicht bei Rangierfahrten einen schnellen Richtungswechsel allein durch die Ansteuerung der Doppelkupplung.

Anspruchsvolle mechanische und zeitliche Abläufe stellen hohe Anforderungen an die gesamte Regeltechnik des DQ500. Die Software – eine Eigenentwicklung von Volkswagen – stellt dabei einen wesentlichen Baustein für die Präzision und den Komfort des neuen Getriebes dar. Der Fahrer bemerkt von den komplexen Abläufen so gut wie nichts – selbst dann nicht, wenn er manuell in die Gangwahl eingreift.

KraftverlaufWährend die bekannten DSG®- Getriebe bislang in Fahrzeugen der A0-, A- und B-Klasse eingesetzt werden, erfolgt der erste Einsatz des DQ500 in der neuen Generation von Transporter und Multivan. Das neue DSG®-Getriebe bietet den idealen Antrieb in dieser Fahrzeugklasse und in seinem Wettbewerbsumfeld ein einzigartiges Fahrerlebnis. Der 7. Gang ist hier als Overdrive ausgelegt, der besonders im kundenorientierten Langstreckenbetrieb verbrauchsreduzierend wirkt. In Verbindung mit dem ebenfalls verbrauchsoptimierten völlig neu entwickelten zweistufig aufgeladenem 2,0l Biturbo TDI führt das DQ500 zu einer Verbrauchseinsparung von 1,6 l/100 km im Vergleich zum Vorgängerantrieb.

Seine Eignung für den Allradeinsatz und für hohe Motordrehmomente sowie sportlich orientierte Konzepte weisen darauf hin, dass auch dieses DSG® einen wesentlichen Platz im Baukastensystem des Volkswagen Angebotes finden wird. Mit diesem Getriebe erweitert Volkswagen seine DSG®-Strategie nach oben und baut seine Position auf dem Markt der Doppelkupplungsgetriebe weiter aus. Die DSG®- Technologie leistet nun auch in höheren Fahrzeugklassen ihren Beitrag zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und der Emissionen.