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„Sehr teuer, nicht ausgereift“

Stimmen zum Thema Diesel

Ist ein Software-Update oder Hardware-Update die sinnvollere Lösung zur Luftverbesserung in Großstädten? Wir haben Pros und Contras von Experten für Sie zusammengestellt. 

1

„Hardware-Nachrüstungen sind sehr teuer, technisch nicht ausgereift und noch lange nicht für Großserien geeignet. Sie kosten pro Fahrzeug mindestens 5.000 Euro und noch gibt es zahllose technische Herausforderungen bei den angebotenen Prototypen. […] Bis die Technik Serienreife hat, wird vermutlich noch mehr als ein Jahr vergehen. […] Der nachträgliche Einbau von SCR-Systemen (AdBlue) wäre überdies in den meisten Fahrzeugen nur schwer möglich, weil im Unterboden dafür schlichtweg der notwendige Platz fehlt.“

Prof. Dr. Thomas Koch, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), von der Bundesregierung beauftragter Gutachter

2

“Softwareupdates können funktionieren, wenn im Model schon die neueste Abgastechnologie eingebaut worden ist. […] Doch wenn der Speicherkatalysator zu klein ist, um die Stickoxide zu speichern, nutzt auch ein Update nichts. Deshalb bin ich bei vielen Modellen skeptisch. Stattdessen müsste man die Technologie nachrüsten und den Speicherkatalysator gegen einen größeren austauschen, wenn dafür überhaupt Platz ist. Oder man müsste eine SCR-Technologie einbauen. Damit stellen sie sicher, dass die Fahrzeuge auch unter realen Bedingungen sauber sind.“

Peter Mock, Europa-Chef des ICCT (International Council on Clean Transportation).
 

3

„SCR-Katalysatoren sind eine sehr effiziente Maßnahme zur Emissionsreduzierung und kosten etwa 1.300 Euro pro Fahrzeug. Der Bauraum für eine SCR-Nachrüstung ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit vorhanden.“

Prof. Dr. Georg Wachtmeister, Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen, Technische Universität München, von der Bundesregierung beauftragter Gutachter

4

„Die Umrüstung der gesamten EU5-Dieselflotte auf deutschen Straßen (ca. 5,8 Millionen Fahrzeuge) könnte 14,5 Milliarden Euro kosten. […] Dem stehen 1,2 Milliarden Euro aus dem Investitionsprogramm gegenüber, mit dem Deutschland derzeit die Elektrifizierung vorantreibt. Müsste das nicht eigentlich andersherum sein?“

Arndt Ellinghorst, Automobilanalyst beim Investmentberater Evercore ISI

5

„Die WKM kritisiert, dass in der öffentlichen Berichterstattung zahlreiche inhaltlich falsche oder unangemessen wertende Aussagen wiederholt getätigt wurden. Der Dieselmotor ist beispielweise nicht Verursacher der Feinstaubthematik, er trägt nur zu wenigen Prozent bei rückläufiger Tendenz dazu bei.“

Wissenschaftliche Gesellschaft für Kraftfahrzeug- und Motorentechnik e.V. (WKM)

6

„Grundsätzlich sind Maßnahmen zu begrüßen, die der Umwelt dienen und Fahrverbote verhindern helfen. Die Software-Updates als Sofortmaßnahmen sind sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung.“

Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK)

7

„Zur Einhaltung der EU-Emissionsgrenzwerte muss die Luftbelastung in Städten reduziert werden. […] Hierzu sind technische Maßnahmen und verkehrliche Optimierungen auszuschöpfen, um Fahrverbote zu vermeiden. Generelle Fahrverbote aus Basis einer Ausweitung der Plakettenregelung lehnt der ADAC als unverhältnismäßig ab. […] In Augen des ADAC ist die Aus- und Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit wirksamer NOX-Minderungstechnik eine sinnvolle und wirksame Maßnahme zur Reduzierung der Schadstoffe.“

Andreas Hölzel, Allgemeiner Deutscher Automobil-Club (ADAC)