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Volkswagen Mitarbeiterin Ines Doberanzke-Milnikel für Gedenkstättenarbeit mit Bundesverdienstkreuz geehrt

  • Bundespräsident überreicht Verdienstkreuz am Bande im Schloss Bellevue
  • Auszeichnung würdigt Doberanzke-Milnikels persönliches Engagement sowie die gesellschaftliche Verantwortung von Volkswagen bei Gedenkstättenarbeit in Auschwitz  
Die Diplom-Sozialpädagogin koordiniert Gedenkstättenarbeit sowie Internationale Austausch- und Begegnungsprogramme.

Die Mitarbeiterin des Volkswagen Konzerns Ines Doberanzke-Milnikel (47) aus Beendorf (Bördekreis, Sachsen-Anhalt) ist heute in Berlin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Die Diplom-Sozialpädagogin wurde im Schloss Bellevue für ihr ehrenamtliches Engagement im Förderverein für die In-ternationale Jugendbegegnungsstätte Oświęcim/Auschwitz (IJBS) sowie für ihr berufliches und gesellschaftliches Engagement bei Volkswagen geehrt. Die gebürtige Magdeburgerin koordiniert im Volkswagen Konzern internationale Austausch- und Begegnungsprogramme sowie die Gedenkstättenarbeit in Auschwitz mit Auszubildenden und Führungskräften.

Doberanzke-Milnikel hatte den IJBS-Förderverein 2013 ins Leben gerufen, um Jugendgruppen aus Deutschland, Polen und Osteuropa unter anderem bei Fahrten zur KZ-Gedenkstätte Auschwitz zu unterstützten.

In der Würdigung des Bundespräsidialamtes heißt es abschließend: „So steht ihre Arbeit für zweierlei: für persönliches Engagement und die gesellschaftliche Verantwortung deutscher Unternehmen.“  

Doberanzke-Milnikel hatte den IJBS-Förderverein 2013 ins Leben gerufen.

Ines Doberanzke-Milnikel sagte nach der Ordenszeremonie: „Ich bin heute sehr glücklich. Ich nehme die Ehrung stellvertretend für alle Auszubildenden sowie meine Kolleginnen und Kollegen an, die sich für die Gedenkstättenarbeit und internationale Begegnungen sowie für Respekt, Toleranz und Weltoffenheit engagieren – im Volkswagen Konzern, im Internationalen Auschwitz Komitee sowie in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte.“

Die Verleihung des Verdienstordens am Bande stand am Tag des Ehrenamts unter dem Motto "Zukunft braucht Erinnerung". Das deutsche Staatsoberhaupt würdigte das herausragende Engagement von vierzehn Frauen und vierzehn Männern für die Gedenk- und Erinnerungskultur in Deutschland. Die Geehrten setzen sich für das Gedenken an Unrecht und Diktatur sowie für die Erinnerung an die deutsche Freiheits- und Demokratiegeschichte ein. Sie kommen aus allen Bundesländern, sowie aus Frankreich und der Tschechischen Republik.

Förderverein der Internationalen Jugendbegegnungsstätte (IJBS)
Der Verein mit Sitz in Berlin fördert Aktivitäten der Völkerverständigung, insbesondere Projekte zur Aufarbeitung der jüngsten Geschichte für Jugendliche aus Polen und Deutschland. Im Fokus stehen die Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, die Geschichte des Zweiten Weltkrieges und die Zeitgeschichte. Unterstützt werden die Projekte durch die Internationale Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim/Auschwitz.

Gedenkstättenarbeit und Jugendbegegnungen in Oświęcim / Auschwitz –
Ein gemeinsames Projekt von Internationalem Auschwitz Komitee und Volkswagen

Die Gedenkstättenarbeit in Auschwitz und die Jugendbegegnungen in Oświęcim sind ein gemeinsames Projekt von Volkswagen und des Internationalen Auschwitz Komitees (IAK). Das Projekt wurde vom Betriebsrat initiiert und wird vom Unternehmen gefördert. Am Anfang stand im Dezember 1987 ein Seminar mit Auszubildenden in Auschwitz. In den vergangenen 30 Jahren haben sich 3.218 polnische und deutsche Jugendliche, Berufsschüler aus Polen sowie Auszubildende aus dem Volkswagen Konzern, an den Jugendbegegnungen in Polen beteiligt. Gemeinsam tragen junge Frauen und Männer aus Deutschland und Polen dazu bei, die Gedenkstätte Auschwitz zu erhalten. Sie legen alte Wege wieder frei, reparieren Stacheldrahtzäune, legen Grundmauern von Häftlingsbaracken frei und setzen neue Fundamente. Sie reinigen verwitterte Dachziegel, konservieren Schuhe der Ermordeten und sprechen mit Zeitzeugen, die Auschwitz überlebt haben.