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Nachrichten

Innovation Day 2019 der TRATON GROUP in Schweden

Mit Ideen, Mut und Zusammenarbeit zum Global Champion

  • Gut besuchter Innovation Day am Unternehmenssitz von Scania in Södertälje
  • Klares Bekenntnis und hohe, selbstgesteckte Ziele für E-Mobilität im Nutzfahrzeugbereich
  • TRATON CEO Andreas Renschler: „Innovation ist eine Haltung, jeden Tag besser zu werden – zum Vorteil unserer Kunden.“
  • TRATON COO Christian Levin: „Auf dem Weg zum Global Champion verbinden wir das Beste aus unserer Gruppe und bieten in jeder Marke maßgeschneiderte Lösungen.“
  • MAN, Scania und Volkswagen Caminhões e Ônibus präsentieren innovative Lösungen aus den Bereichen E-Mobilität, autonomes Fahren und vernetzte Systeme
  • Weltpremiere für autonom fahrendes Konzeptfahrzeug: Scanias AXL erstmals präsentiert
     

Die TRATON GROUP hat bei ihrem Innovation Day in Schweden ein breites Spektrum an Innovationen präsentiert. Diese reichten weit über neue Nutzfahrzeuge hinaus bis zu neuen Formen der Zusammenarbeit. „Innovation“, so CEO Andreas Renschler, „beschreibt eine Haltung. Innovation heißt, jeden Tag besser zu werden und damit unseren Kunden und deren Kunden einen Mehrwert zu bieten.“

In seiner Rede streifte Renschler die mannigfaltigen Herausforderungen, vor denen die Nutzfahrzeug-Branche steht. Insbesondere die intensive Transformation hin zu alternativen und CO2-ärmeren Antriebsformen und die besondere Geschwindigkeit, mit der sich die Welt des Konsums und der Logistik verändert. Der TRATON CEO: „Als wir vor vier Jahren antraten, tat man Versuche der E-Mobilität bei Nutzfahrzeugen noch als Experiment ab. Heute schreiben wir bereits Aufträge für elektrisch angetriebene Trucks und Busse und glauben, dass in den nächsten zehn bis 15 Jahren jeder dritte von uns ausgelieferte Lkw und Bus alternativ angetrieben wird – davon die Mehrheit rein elektrisch.“ Dazu brauche es aber unbedingt auch die richtige Infrastruktur und zwar über Landesgrenzen hinweg.

Wichtiger Faktor für den Erfolg im Verbund sei für TRATON, Synergie-Effekte zwischen den drei Marken MAN, Scania und Volkswagen Caminhões e Ônibus herzustellen. In nur vier Jahren seit Bestehen habe man viel erreicht. „Umsatz und Ertrag sind Jahr für Jahr angestiegen. Seit diesem Jahr sind wir an den Börsen von Frankfurt und Stockholm gelistet. Auch wenn die Märkte herausfordernd sind und unsere Branche sehr zyklisch ist: Unsere bisherigen Ergebnisse sprechen für sich“, so Renschler.

Aus dem täglichen Geschäft das Beste aus den drei Nutzfahrzeugmarken für die Gruppe zu nutzen, berichtete TRATON COO Christian Levin in seiner Keynote. Der Mann, der neben Forschung und Entwicklung auch den Einkauf, die strategische Produktplanung, das Management der strategischen Allianzen und das strategische Produktionsnetzwerk verantwortet, ist Haupttreiber für Synergien bei TRATON: „Mit einer gruppenweit koordinierten Forschung und Entwicklung stellen wir uns als Gruppe auf, um unserem Anspruch als Global Champion der Branche gerecht zu werden. Ein modularer Baukasten über die Marken hinweg lässt uns noch schneller, besser und effizienter auf Kundenwünsche eingehen“, sagt Levin, der mit seinem in Schweden angesiedelten Team weltweit das operative Geschäft der TRATON Gruppe führt. Eine Schlüsselrolle nimmt laut Levin dabei auch das Ausschöpfen von Potenzialen im Bereich digitaler Systeme ein. „Der Anteil von Elektronik- und Software-Experten in unseren Entwicklungsabteilungen steigt deutlich an. Wir wollen in den nächsten fünf Jahren über eine Milliarde Euro in Digitalisierung investieren.“

Innerhalb der TRATON GROUP sind die Aktivitäten der Marken klar ausgerichtet: Scania ist der Innovationsführer für nachhaltige Transportlösungen und arbeitet an vielen verschiedenen nicht-fossilen Alternativen. Als Full-Range-Geschäftspartner verfolgt MAN eine breitere Strategie, die vom leichten bis zum schweren Nutzfahrzeug reicht. Und der Ansatz von VWCO ist es, maßgeschneiderte Lösungen mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten, insbesondere für die Märkte in Lateinamerika und Afrika.

Innovation, so wurde beim Innovation Day deutlich, steht bei TRATON nicht nur für das technische Produkt, sondern weiter gefasst auch für eine Haltung. Drei Haupttreiber wurden für Innovation ausgemacht: Modularisierung von Komponenten und Produkten, „Software & Systems“ als Inbegriff für die Vernetzung von klassischen und neuen Technologien sowie Geschäftsmodellen, und der Bereich „People & Collaboration“ als Voraussetzung für die Zusammenarbeit über Länder- und Markengrenzen hinweg. Jedem dieser Innovationstreiber wurde eine eigene Session gewidmet, in der die drei CEOs der TRATON-Fahrzeugmarken über erfolgreiche Beispiele aus der Gruppenzusammenarbeit berichteten: Joachim Drees (MAN) über Modularisierung, Henrik Henriksson (Scania) über „Software & Systems“ und Roberto Cortes (Volkswagen Caminhões e Ônibus) über „People & Collaboration“

Modularisierung:
Wenige Monate vor der Präsentation der neuen MAN-Truck-Generation erläuterte Joachim Drees, Vorstandsvorsitzender der Münchener Marke MAN Truck & Bus, welche Rolle Modularisierung bei der Entwicklung von MAN-Fahrzeugen historisch spielt. Durch die richtige Konstruktion und eine geschickte Kombination von wenigen Teilen seien bessere Varianten möglich – und damit eine passgenauere Konfiguration für spezifische Kundenanforderungen. Drees erwähnte auch andere Beispiele aus der TRATON Gruppe und ging gemeinsam mit Niklas Bruce, dem TRATON-Fachmann für Modularisierung, auf den neu entstehenden Baukasten der Gruppe (schwedisch: “Byggladan“) ein, der vom Antriebsstrang bis zum Fahrzeugrahmen die Fahrzeuge im Konzern abdecken soll – inspiriert durch das Baukasten-Modell der schwedischen Marke Scania. Unberührt bleibe dabei aber die klar abgegrenzte Positionierung der drei Marken.
Helmut Schweighofer, Europa-Vorstand des Logistik-Konzerns DB Schenker, machte als Gast in der Session deutlich, wie wichtig es heute für ihn und seine Kunden sei, die hohen Anforderungen an die Truck-Flotte realisieren zu können und unterstrich den Mehrwert einer passgenauen Konfiguration durch Modularisierungskonzepte der Hersteller. MAN CEO Drees: „Mit unserem neuen Konfigurator wird es einfacher und schneller als je zuvor möglich sein, ganz kundenspezifisch das Wunschfahrzeug zusammenzustellen.“

Software & Systems:
Wie folgenreich sich Digitalisierung und vernetzte Systeme auf die Transport-Branche auswirken, erläuterte Scania-CEO Henrik Henriksson. Das Herz eines modernen Nutzfahrzeugs sei digital. Steuerungen, Services und die Vernetzung von Fahrzeugen und Diensten ermögliche es, neue innovative Lösungen zu schaffen, die die Effizienz für Kunden steigerten. „Etwa ein Drittel unserer Ingenieure sind heute schon Software-Entwickler“, machte Henriksson deutlich und durfte erstmals das neue Konzeptfahrzeug von Scania – ein autonom fahrendes Nutzfahrzeug für den Einsatz in Minen – demonstrieren. Außerdem stellte Henriksson gemeinsam mit Daniel Mohlin vom schwedischen Transportanbieter Nobina aus der Region Stockholm die gemeinsame Lösung eines autonomen Pendelverkehrs im Einzugsgebiet der Großstadt vor.

People & Collaboration:
Dass es nicht allein ausreicht, die hellsten Köpfe der Branche in den eigenen Reihen zu haben, machte Roberto Cortes deutlich: „Entscheidender ist, wie gut die Menschen zusammenarbeiten“, stellte der Vorstand-Chef der brasilianischen Truck-Einheit Volkswagen Caminhões e Ônibus heraus. Zusammenarbeit bei TRATON sei auf allen Ebenen das A und O: gemeinsam mit Kunden, mit externen Partnern sowie auch innerhalb der TRATON Gruppe. Besonders hervorheben konnte der Chef der südamerikanischen Marke das modulare Fertigungskonsortium am Standort in Brasilien, wo gemeinsam mit Partnern und Zulieferern eine integrierte Produktion von Nutzfahrzeugen betrieben wird. Erstmals wird das Modell nun für die Fertigung von E-Fahrzeugen ausgeweitet.
Sofia Vahlne, die als Arbeitsdirektorin/Head of Labor Affairs bei Scania für die Themen Pluralismus und Inklusion verantwortlich ist, berichtete von Alltagsbeispielen einer modernen und integrativen Arbeitsform im Unternehmen – und welchen Mehrwert es für die Kunden mit sich bringt, wenn nicht die Hierarchien entscheiden, sondern die Menschen mit den am besten zueinander passenden Fähigkeiten, zusammengebracht werden.

Im Rahmen einer Sonderausstellung „Innovation Expo“ präsentierten sich Partner-Unternehmen von TRATON und eigene Konzernbereiche aus den Themenfeldern E-Mobilität, Automatisierung, digitale Dienste sowie neue Geschäftsmodelle und standen den Journalisten Rede und Antwort. Darunter Ahola Transport, AKOA, Enersize und sennder.