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Der Wagen der Großen Volksmasse

Erfolgsgeschichte im Reich der Mitte. Seit über 30 Jahren ist der Volkswagen Konzern in China engagiert – und hat sich in dieser Zeit einen zweiten Heimatmarkt aufgebaut .

Ob in Grasgrün-Metallic, Meerblau oder klassisch Burgunder – der kantige Volkswagen Santana gehört bis heute zum chinesischen Straßenbild. Zwischen 1983 und 2013 baute Volkswagen China die charakterstarke Stufenheck-Limousine rund 4 Millionen Mal. Was anderswo in der Welt der VW Käfer war, ist in China der Santana: eine Ikone der Motorisierung.

Das Modell, war die erste Frucht der neuen Zusammenarbeit von Volkswagen mit  der Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC), dem damals größten staatlich-chinesischen Autobauer. Am 11. April 1983 rollte das Auto erstmals in Shanghai vom Band, 2012 folgte die neue Version. Damit steht der Santana wie kein anderes Modell für die Erfolgsgeschichte von Volkswagen in China.

Bereits Ende der 1970er Jahre hatten die Wolfsburger als einer der ersten Autobauer erkannt, dass sich Peking langsam dem Westen öffnen würde. Der Markteintritt in Fernost sollte ein schweres Stück Arbeit werden, dennoch schreckten die Wolfsburger nicht davor zurück, als erster Automobilkonzern nicht nur nach China zu importieren, sondern in Kooperation mit lokalen Unternehmen selbst vor Ort zu produzieren. Daraus sollte nicht nur das 1985 offiziell gegründete Joint Venture mit SAIC entstehen, sondern 1991 auch das Joint Venture FAW Volkswagen, das später den Jetta bauen würde – ein Auto, das dem Santana in seiner Beliebtheit  gleich kam.

„Wir waren in China Pioniere. Wir sind später auch als Erste in den tiefen Westen und den tiefen Süden gegangen, so etwas hat Signalwirkung in den sich entwickelnden Märkten.“

Prof. Dr. Jochem Heizmann Volkswagen China-Vorstand

„Wir waren in China Pioniere“, betont Volkswagen China-Vorstand Prof. Dr. Jochem Heizmann, der 1991 erstmals in China  war, damals noch als Leiter der Aggregateplanung der Marke Volkswagen. „Wir sind später auch als Erste in den tiefen Westen und den tiefen Süden gegangen, so etwas hat Signalwirkung in den sich entwickelnden Märkten“, erläutert Heizmann. 1998 feierte Volkswagen den Bau des einmillionsten Santana, der Erfolg wuchs immer rasanter. 2013 meldeten beide Joint Ventures zusammengenommen 18 Millionen produzierte Fahrzeuge seitdem der Volkswagen Konzern seine Fertigung in China begonnen hatte. Allein im Jahr 2013 waren mehr als drei Millionen Fahrzeuge in China und Hongkong verkauft worden. Über die Jahre sei dabei eine tiefe Verbindung gereift, erzählt Heizmann: „Für Volkswagen ist China inzwischen ein zweiter Heimatmarkt.“ Von großem Gewicht sei dabei der Schritt gewesen, 2012 einen eigenen Vorstandsbereich China einzurichten, analysiert Heizmann. 

„Es ist ganz wichtig, dass Entscheidungen für China auch in China getroffen werden.“

Prof. Dr. Jochem Heizmann Volkswagen China-Vorstand

Schon der Name, den die Wolfsburger vor mehr als 30 Jahren wählten, spricht Bände: Da Zhong, in chinesischen Zeichen 大众. Das erste Zeichen bedeutet „groß“, das zweite „Volksmasse“, eine Kombination, die in China jedes Kind kennt. Heute produziert der Volkswagen Konzern mit den Marken Volkswagen, Audi und ŠKODA in 30 Werken an 20 Standorten in China rund eine Million Autos pro Quartal, zwei weitere Fabriken öffnen im kommenden Jahr. Die Zahl der Angestellten liegt bei 95.000, im übernächsten Jahr sollen es schon 120.000 sein, denn der chinesische Markt verlangt heute schon nach 23 Millionen Autos pro Jahr und wird weiter wachsen.

Lamando, Sagitar oder Magotan heißen chinesische Erfolgsmodelle, es sind Namen, die in Deutschland nur wenige je gehört haben. Der meistverkaufte Volkswagen im Reich der Mitte ist der Lavida, eine kompakte, viertürige Limousine. „China ist noch immer ein Limousinen-Land“, erklärt Volkswagen China-Sprecher Christoph Ludewig. Dennoch  wächst die Kundennachfrage nach SUVs stetig , ganz im globalen Trend.

„Diese Entwicklung werden wir fortschreiben und Volkswagen in Zukunft noch chinesischer machen als wir es heute schon sind.“

Prof. Dr. Jochem Heizmann Volkswagen China-Vorstand

Auch den nächsten weltweiten Trend will Volkswagen vom Reich der Mitte aus mitgestalten. Schließlich nehme das Wachstum der Megacities mit den daraus resultierenden Umweltbelastungen und Fahrverboten mögliche internationale Entwicklungen vorweg, sagt Heizmann. „Deshalb bereiten wir uns vor, ab 2020 jährlich 400.000 Elektro-Hybride und Batteriefahrzeuge herzustellen.“ Die Zahl dieser „new energy vehicles“ solle dann bis 2025 auf 1,5 Millionen ansteigen. Allein in diesem Jahr plant Volkswagen Group China, zusammen mit seinen Partnern rund vier Milliarden Euro im Land zu investieren. Rund 30 neue Modelle und  Varianten bringt der Konzern  im laufenden Jahr auf den Markt. Die Volkswagen Group China sei  heute schon sehr chinesisch, weiß China-Vorstand Heizmann, und sagt voraus: „Diese Entwicklung werden wir fortschreiben und Volkswagen in Zukunft noch chinesischer machen als wir es heute schon sind.“

Volkswagen in China – eine Zeitreise

  1. 1978

    China erlaubt die Montage von Volkswagen Autos auf dem Festland

  2. 1983

    Am 11. April rollt der erste chinesische Santana vom Band

  3. 1985

    Gründung des ersten Joint Ventures, der „Shanghai-Volkswagen Automotive Company Ltd.“ (SAIC Volkswagen)

  4. 1991

    Gründung der zweiten Partnerunternehmung „First Automotive Works-Volkswagen Automobile Co., Ltd.“ (FAW Volkswagen)

  5. 1998

    Produktion des millionsten Volkswagen Santana

  6. 2008

    Volkswagen feiert eine Million auf dem chinesischen Markt verkaufte Autos

  7. 2012

    Jochem Heizmann wird erster China-Vorstand des Volkswagen Konzerns

  8. 2013

    Die Joint Ventures melden 18 Millionen produzierte Fahrzeuge seit Gründung

  9. 2017

    Volkswagen China produziert rund eine Million Autos pro Quartal, investiert etwa vier Milliarden Euro und kündigt 400.000 Autos mit alternativen Antrieben für 2020 an

Stories aus Shanghai

Vom 19. bis 28. April findet die Auto Shanghai 2017 statt. Über Neuigkeiten von der international viel beachteten Messe berichten wir auf www.volkswagenag.com.

Werte zu Verbrauch und CO2-Emissionen sind nur für Fahrzeuge aus dem deutschen PKW-Markt aufgeführt.