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documenta 14: Kunst als Seismograph in unserer Welt

Über Grenzen hinweg

Das Herz der documenta 14 ist die Bildende Kunst. Doch ihre Vielfalt ist grenzenlos – denn auch Musik, Tanz und Theater, Performances und Debatten spielen besonders in diesem Jahr eine große Rolle. Über Grenzen hinweg: Das gilt auch für das Kunstprojekt mit Artvin, Calfino Sancho, Issy Kul, Paco und Hermes in den Hauptrollen. Jetzt, in diesem Moment, durchqueren sie Europa auf einem dreitausend Kilometer langen Weg. Die fünf sind: Pferde. (Bild: Blick auf den Parthenon der Bücher, Foto: Felix von Boehm)

Weltweit ist die documenta die bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Alle fünf Jahre zeigt sie, welche großen Themen unsere Gegenwart prägen. Rund 160 Künstler – namhafte und neue, unentdeckte – zeigen ihren Blick auf die Gesellschaft.

In ihrer 14. Auflage bietet die documenta eine Premiere: Zum ersten Mal gibt es eine Ausstellung in zwei gleichberechtigten Ausstellungsstädten. In Kassel, ihrem angestammten Schauplatz, hat die Weltkunstausstellung am 10. Juni begonnen; in Athen, ihrem Partnerstandort, Anfang April.

Für den Zustand unserer Welt ist die documenta ein Seismograph. Sie zeigt an, wo wir Menschen stehen.

Besagter Langzeitritt, das Projekt des schottischen Künstlers Ross Birrell, schlägt die Brücke zwischen den beiden Schauplätzen. „Wir ziehen eine verbindende Linie durch verschiedene Länder Europas“, sagte Adam Szymczyk, künstlerischer Leiter der documenta 14, als Reiter und Pferde in Athen zu ihrer Tour aufbrachen.

Der Volkswagen Konzern als Hauptsponsor

Hauptsponsor der documenta 14 ist der Volkswagen Konzern. „Aus Sicht von Volkswagen ist die Kunst unersetzlicher Bestandteil einer lebendigen Gesellschaft“, sagt Benita von Maltzahn, Leiterin Kultur und Gesellschaft bei der Volkswagen Konzernkommunikation. „Die documenta unterstützen wir, weil sie uns Menschen Orientierung bietet und von ihr eine große Innovationskraft ausgeht.“ (Bild: Stanley Whitney, installation view, documenta Halle, Kassel, documenta 14, Foto: Roman März)

Neben der Förderung des Gesamtkonzepts steht Volkswagen einigen Künstlern zur Seite – so auch Ross Birrell: Von Volkswagen stammen die Fahrzeuge, die mit Ausrüstung und Proviant beladen die Reiter und Pferde durch Europa begleiten.

1955 begann die Geschichte der documenta. Millionen Besucher haben sich seitdem mit Energie und Wirkung zeitgenössischer Kunst vertraut gemacht. Benita von Maltzahn: „Das internationale Engagement von Volkswagen richtet sich insbesondere an Projektpartner, die möglichst vielen Menschen den Zugang zu Kultur bieten und ihren Wert vermitteln – so wie die documenta.“

Die Künstler der documenta 14 eröffnen neue Blickwinkel auf die Welt. „Ihre Ideen und Vorstellungen können durchaus wegweisend für unsere Zukunft sein“, betont Benita von Maltzahn. Auch Volkswagen zeigt seine Idee von der Zukunft: Mit dem E-Mobility-Shuttle können Besucher der documenta Erfahrungen mit Elektrofahrzeugen von Volkswagen machen.

Das Kompetenzzentrum für elektrische Antriebe der Marke Volkswagen ist das Werk Kassel. Dessen Auszubildende haben der argentinischen Künstlerin Marta Minujin geholfen, auf dem Kasseler Friedrichsplatz ein beeindruckendes Kunstwerk aufzubauen: den Parthenon der Bücher.

60.000 Publikationen bilden hier, im Zentrum der documenta 14, den Tempel auf der Athener Akropolis nach. Was die Bücher eint: Sie waren einmal verboten; oder sie sind es noch irgendwo auf der Welt. Gegen Zensur, für Meinungsfreiheit – das ist die Botschaft des Kunstwerks.

Um Freiheit geht es auch Ross Birrell. Der Weg von Langzeitreitern und Pferden führt durch Griechenland, Mazedonien, Serbien, Kroatien, Slowenien, Österreich und Deutschland. Am 9. Juli soll es so weit sein: Dann werden Paco, Hermes & Co. Kassel erreichen – genau hundert Tage, nachdem sie am Fuße der Akropolis gestartet sind.