Wir setzen Cookies (eigene und von Drittanbietern) ein, um Ihnen die Nutzung unserer Webseiten zu erleichtern und Ihnen Werbemitteilungen im Einklang mit Ihren Browser-Einstellungen anzuzeigen. Mit der weiteren Nutzung unserer Webseiten sind Sie mit dem Einsatz der Cookies einverstanden. Weitere Informationen zu Cookies und Hinweise, wie Sie die Cookie-Einstellungen Ihres Browsers ändern können, entnehmen Sie bitte unserer Cookie-Richtlinie. Akzeptieren

Elektrisches Herz

Fahrt im neuen e-Golf

Nirgends auf der Welt gibt es, gemessen an der Einwohnerzahl, mehr Elektroautos als in Norwegen. Die Hauptstadt Oslo erweist sich als idealer Ausgangspunkt für eine Fahrt im neuen e-Golf (1), dessen Reichweite um über 50 Prozent gegenüber seinem Vorgängermodell gestiegen ist.

e-Golf
Verbrauch Strom in kWh/100km, kombiniert 12,7 | CO2-Emissionen, g/km: kombiniert 0 | Effizienzklasse: A+

Null Grad Außentemperatur. Es ist noch ziemlich dunkel, Anfang Dezember geht die Sonne in Oslo erst kurz vor neun Uhr auf. Dr. Florian Hofemeier ist am frühen Morgen trotzdem hellwach und gut gelaunt. Der junge Ingenieur, der bei Volkswagen für das Energiemanagement elektrifizierter Fahrzeuge verantwortlich ist, setzt sich ans Steuer des neuen e-Golf. Der empfängt Fahrer und Passagiere mit wohliger Wärme. „Ich habe schon mal vorgeheizt“, erklärt Hofemeier. Per App hat er die elektrische Standheizung bereits am Vorabend programmiert. „Für meine Frau übrigens eines der wichtigsten Ausstattungsmerkmale unseres e-Golf“, sagt Hofemeier. Doch nicht nur ihr zuliebe kümmert er sich um den Komfort an Bord. Es ist sein Job, dafür zu sorgen, dass Elektroautos von Volkswagen besonders sparsam mit dem wertvollen Batteriestrom umgehen.

Das Wärmemanagement spielt dabei eine wesentliche Rolle: Normalerweise sinkt die Reichweite von Elektrofahrzeugen im Winter deutlich, weil der Strom auch genutzt werden muss, um den Innenraum zu heizen. Im e-Golf dagegen wird dafür eine effiziente Wärmepumpe verwendet – eine Miniaturausgabe der Technik, die mittlerweile auch schon in vielen Wohnhäusern für angenehme Temperaturen sorgt. Das ausgefeilte System nutzt sogar die Abwärme, die während der Fahrt im Elektroantrieb entsteht. „In Abhängigkeit der Außentemperatur ist es so möglich, aus einer Kilowattstunde elektrischer Energie bis zu drei Kilowattstunden Wärme zu erzeugen“, sagt Hofemeier stolz.

Energie-Manager Florian Hofemeier testet einen e-Golf der zweiten Generation.

300 Kilometer beträgt die nominale – im offiziellen „Neuen Europäischen Fahrzyklus“ (NEFZ) – gemessene Reichweite des neuen e-Golf, das sind über 100 Kilometer oder 50 Prozent mehr als bei seinem Vorgänger von 2014. „Viel wichtiger aber ist, dass die Kunden jetzt unter realen Einsatzbedingungen trotz Nutzung von Heizung oder Klimaanlage im Jahresmittel 200 Kilometer fahren können“, erläutert Hofemeier, der den Schalthebel des Automatikwagens von P nach B bewegt. Nimmt man bei dieser Fahroption den Fuß vom Gas, verzögert der Elektromotor relativ stark und lädt den Akku mit dem dabei gewonnenen Strom wieder auf.

„Ich will dazu beitragen, dass individuelle Mobilität und Klimaschutz miteinander vereinbar sind.“

Florian Hofemeier

Doch mit Bremsenergie-Rückgewinnung und Wärmepumpe war auch der e-Golf der ersten Generation ausgestattet. Woher kommt also die über 50 Prozent höhere Reichweite? Die wichtigste Maßnahme: Ohne die Anzahl der Batteriezellen zu erhöhen, steigt der Energieinhalt des Akkus von 24,2 auf 35,8 Kilowattstunden. „Es ist uns gelungen, deutlich mehr elektrisch aktives Material im gleichen Bauraum unterzubringen“, erklärt Hofemeier. „Die Batterietechnik macht derzeit große Fortschritte, und die nutzen wir konsequent.“ Mehr aktives Material, das bedeutet aber auch ein höheres Fahrzeuggewicht, und damit einen potenziell höheren Energiebedarf.

Durch weitere Maßnahmen am Auto konnte Hofemeiers Team diesen Nachteil überkompensieren. So erhält zum Beispiel das Getriebe im neuen e-Golf ein neues, effizienteres Lagerkonzept und eine längere Übersetzung. Normalerweise würde dadurch das Anfahrmoment sinken, das für den bulligen Antritt des e-Golf sorgt. Doch weil das Drehmoment des elektrischen Motors gleichzeitig gesteigert wurde, ebenfalls bei gleichen Außenabmessungen, stimmt die Bilanz aus Fahrspaß und Energieverbrauch. „Das ist mir wichtig“, sagt Hofemeier. „Ich will dazu beitragen, dass individuelle Mobilität und Klimaschutz miteinander vereinbar sind.“

Deshalb freut sich der Ingenieur über die vielen Autos auf den Straßen Oslos, die durch ihr E-Kennzeichen auf ihren elektrischen Antrieb verweisen. Rund 15 Prozent beträgt der Marktanteil von Elektroautos in Norwegen und ist damit höher als in jedem anderen Land. Bei Volkswagen ist er sogar deutlich höher: Ein Drittel aller in Norwegen neu zugelassenen Golf Modelle entfallen auf den e-Golf, ein weiteres Drittel auf den Golf GTE2 mit Plug-in-Hybridantrieb. Ein Grund dafür: In Norwegen wird Elektromobilität seit 15 Jahren staatlich gefördert. Der Käufer eines Elektrofahrzeugs spart nicht nur die Mehrwertsteuer, die hierzulande 25 Prozent beträgt, sondern auch die nach Leistung und Emissionen gestaffelte Kfz-Anschaffungssteuer. Zudem ist die Nutzung von Maut-Straßen und von Fähren kostenlos – Letzteres ist vor allem im von Fjorden zerklüfteten Westen des Landes ein starkes Argument. Elektrofahrzeuge dürfen außerdem im Osloer Berufsverkehr die Busspuren nutzen, sofern das Auto mit mindestens zwei Personen besetzt ist.

  1. 60 min

    ... Ladezeit: In einer Stunde ist die Batterie an einer Schnellladesäule zu 80 Prozent wieder aufgeladen.

  2. 290 Nm

    ... max. Drehmoment: Ein gesteigertes Drehmoment gleicht das etwas höhere Gewicht der Batterie bei der Fahrdynamik aus.

  3. 35,8 kWh

    ... Batteriekapazität: Deutlich mehr elektrisch aktives Material konnte im gleichen Bauraum untergebracht werden.

„Der fährt, wie ein Golf fahren muss. Nur besser.“

Magne Bjella
Opern-Manager Magne Bjella besitzt den e-Golf der ersten Generation.

Ein Elektroauto zu fahren – das ist für mehr als 100.000 der fünf Millionen Einwohner Norwegens mittlerweile Normalität. So wie für Magne Bjella, Manager für neue Medien an der Oper Oslo und begeisterter Fahrer eines e-Golf der ersten Generation. Er empfängt uns im Foyer des Opernhauses, das sich, einem Eisberg nachempfunden, im Hafen erhebt – wie ein Sinnbild des Landes, das sich seit einigen Jahren in spürbarer Aufbruchstimmung befindet. Bjella gesteht: „Eigentlich wollte ich einen herkömmlichen Golf, das Auto passt zu mir.“

Dann überredete ihn sein Autohändler zu einer Probefahrt im e-Golf. Dabei stellte er fest: „Der fährt, wie ein Golf fahren muss. Nur besser.“ Hofemeier hört zu, lächelt und sagt schließlich: „Genau das muss ein Elektroauto bieten: alltagstaugliche Mobilität und Fahrspaß.“ Weiter geht’s, die nahe Küste lockt mit malerischen Orten und kleinen Inseln, auf denen viele Hauptstadtbewohner Wochenendhäuser haben. Solange es eine Straße oder eine Fähre zu den Inseln gibt, sind sie für den e-Golf in Reichweite.

Verbrauchswerte

1 Volkswagen e-Golf Stromverbrauch in kWh/100 km kombiniert 12,7; CO2-Emissionen in g/km kombiniert 0. Effizienzklasse A+.

2 Volkswagen Golf GTE Kraftstoffverbrauch in l/100 km kombiniert von 1,8 bis 1,6; Stromverbrauch in kWh/100 km kombiniert von 12,0 bis 11,4; CO2-Emissionen in g/km kombiniert von 40 bis 36. Effizienzklasse A+.

 

Zuerst erschienen in momentum – Das Magazin der Volkswagen Gruppe