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Willkommen in der mobilen Welt von morgen!

Wie die Vordenker von Skoda ihre Kunden zukünftig bewegen

Im lichtdurchfluteten ŠKODA AUTO DigiLab in Prag sieht es aus wie bei einem jungen Startup: Unverputzte Betonwände und freiliegende Rohrleitungen strahlen einen nüchternen Industriecharme aus. Im offenen, großzügig geschnitten Raum sitzen junge DigiLab Mitarbeiter an langen Tischreihen ins Gespräch vertieft und entwickeln Konzepte für die Mobilität von Morgen. Andere nutzen schwarze Sitzsäcke und blicken gut gelaunt auf ihre Bildschirme. Die lockere, positive Stimmung überträgt sich gleich auf den Besucher. In der offenen Küche nebenan hat eine Gruppe an Stehtischen die Köpfe zusammengesteckt und diskutiert lebhaft. Zwei Großbildschirme werden mit ersten Ideen bespielt. Kein Nine-to-five-Job! Man spürt, dass die Menschen hier etwas bewegen wollen: Sie tüfteln an Mobilitätskonzepten, mit denen ŠKODA und die Kunden der Marke auch zukünftig gut fahren werden.

  • Digital unterwegs

    Bereits heute bietet die Marke mit ŠKODA Connect serienmäßig umfangreiche Onlinedienste an. Sie informieren und unterhalten den Fahrer, unterstützen ihn unterwegs durch komplexe Fahrerassistenzsysteme und ermöglichen einen digitalen Fernzugriff auf das eigene Fahrzeug.

    Doch die digitale Welt entwickelt sich mit zunehmendem Tempo und mit ihr verändern sich die Anforderungen der Fahrer und Kunden. Deshalb arbeiten die Vordenker von ŠKODA bereits heute an zukünftigen Mobilitätskonzepten und -services. Chief Digital Officer André Wehner, der die Digitalisierungsstrategie der Marke vorantreibt, hat dafür seit Anfang Januar einen ganz besonderen Ort und eine neue Gesellschaft ins Leben gerufen: das ŠKODA AUTO DigiLab.

Die Welt neu denken und unkonventionell Handeln

Weltweit hat der Volkswagen Konzern bereits 37 IT-Labs und Kompetenzzentren. Jarmila Plachá leitet eines davon, die Ideenschmiede in Prag. Ihre rund 20 Mitarbeiter sind Experten aus den Bereichen IT, Digitalisierung, Business und Finanzen. Sie kennen sowohl ŠKODA, als auch die Wettbewerbsfaktoren innerhalb der Automobilindustrie, viel wichtiger aber: Sie kennen oder kommen aus der Start-up Szene. Bis Ende des Jahres will Plachá ihr Team in Tschechien verdreifachen. Wen sie dafür sucht? „Junge Leute, die unkompliziert denken und erfindungsreich mit neuen Technologien experimentieren.“ Sie will Entdeckertypen, die leidenschaftlich Innovationen vorantreiben wollen. Menschen, die lösungsorientiert denken, um bestehende Hürden auch einmal unkonventionell zu überwinden. Ihr Team besteht aus Visionären, die zugleich aber auch Realisten sind, indem sie immer den Kunden der Zukunft und das zukünftige Produkt im Fokus haben. Die Leiterin des DigiLabs wählt die Experten nicht alleine aus. Im Assessment achtet sie darauf, dass die Chemie innerhalb des Teams stimmt. Deshalb arbeiten alle Bewerber zwei Tage an einem konkreten Projekt im DigiLab. Bei der Bewältigung der Aufgabe kommt es nicht nur darauf an ein spannendes Ergebnis abzuliefern. Auch der Weg zum Ergebnis entscheidet, ob ein Kandidat sich im Team bewährt hat: Kommuniziert er konstruktiv mit dem Team? Schöpft der Bewerber das Wissen des Teams oder auch externer Quellen voll aus oder reduziert er sich auf seine eigenen Ideen? Wie sehr orientiert er sich an den Wünschen des zukünftigen Kunden?

„Junge Leute, die unkompliziert denken und erfindungsreich mit neuen Technologien experimentieren.“

Gemeinsam über den Tellerrand blicken

Plachá betont, wie wichtig es dabei ist über den eigenen Tellerrand zu schauen. Ihre Mitarbeiter betreiben einen intensiven Wissens- und Technologietransfer: Sie profitieren von den Forschungsergebnissen kooperierender Universitäten und den Ideen talentierter Querdenker und Studenten, lassen sich von den Visionen leidenschaftlicher, kreativer Start-ups und Gründerzentren inspirieren und initiieren die Zusammenarbeit mit Vordenkern und Experten aus der IT, Financial Services und Telekommunikation. Sie suchen und entwickeln Ideen, testen sie und entwerfen daraus kundenorientierte Produkte und Services, um zukünftig einfacher, sicherer, effizienter und komfortabler zu fahren.

Mehr als 40 digitale Ideen zur neuen Mobilität bewerten und prüfen Plachá und ihr Team derzeit. Einige erproben sie bereits:

  • „Mobility with Care“

    Wer sich nicht nur um die eigene, sondern auch die Mobilität eines Familienmitglieds kümmern muss, investiert viel Zeit: Fahrdienste zum Arzt, zu Freunden, zum Sportverein oder zur Schule müssen in den eigenen Alltag integriert werden. Ein Taxi mit einem anonymen Fahrer zu bestellen ist nicht wirklich eine Lösung. „Mobility with Care“ ist eine Plattform, die zum einen Fahrer zum „Driver-Caretaker“ schult und zum anderen die Dienste anschließend für Interessierte, entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse, zur Verfügung stellt.

  • Car-Sharing

    Dieser Mobilitätsdienst bringt Autobesitzer und Menschen, die günstig von A nach B kommen wollen und dafür temporär ein Fahrzeug benötigen, zusammen. Das sind zum Bespiel Pendler, die auf dem Weg zur Arbeit, gegen Bezahlung, Kollegen mitnehmen wollen oder aber auch an Dritte ihr Auto verleihen, wenn Sie es am Arbeitsort nicht benötigen. Der Car-Sharing Service besteht darin, Daten aus verschiedenen Angeboten und Nachfragen intelligent zu kombinieren. So passt er sich optimal an die Bedürfnisse von Anbieter und Kunden an und richtet den Service ständig neu daran aus. Dies unterscheidet ŠKODAs Car-Sharing Angebot von anderen, weniger dynamischen Angeboten, die sich derzeit auf dem Markt befinden.

  • Intelligentes Parken

    Das ŠKODA AUTO DigiLab analysiert derzeit ein spezielles Projekt, in dem verschiedene Mobilitätsdaten dazu genutzt werden, Fahrern bei der Parkplatzsuche zu helfen. Diese Lösung wurde von einem tschechischen Start-Up entwickelt und wird derzeit getestet. In einigen europäischen Ländern hat dieser Service bereits kommerzielle Anwendung gefunden.

  • Mit Leidenschaft Produkte entwickeln

    Innovationsführer Slavo Tuleja und Petra Hubačová, die Innovationen im DigiLab vorantreiben und auf Erfahrungen mit Start-ups zugreifen können, sowie Jan Edelman, der Senior Project Manager, wirken rastlos, wie auch Jarmila Plachá selbst. Wenn sie einen Service bis zur Produktreife entwickeln, dann denken sie ihn gleich noch ein Stückchen weiter. Denn der Service soll sich dynamisch weiterentwickeln und immer wieder neu an das anpassen, was die Kunden erwarten und zukünftig brauchen. Wenn sie von Ihren Mobilitätskonzepten erzählen, sprühen sie vor Energie und man merkt, dass man von diesem Team in Prag in Zukunft noch einiges erwarten darf.  

„They want it all. And they want it now!”

Im Gespräch mit dem Chief Digital Officer von ŠKODA, André Wehner und Jarmila Plachá, die das ŠKODA AUTO DigiLab in Prag seit der Gründung Anfang 2017 leitet.

Können Sie die Raodmap der Digitalisierung von Skoda skizzieren?

André Wehner: Zunächst einmal haben wir die Digitalisierung fest in unserer Strategie 2025 verankert. Im letzten Jahr haben wir intensiv diskutiert, wie wir das Thema Digitalisierung bei Skoda angehen wollen. Ergebnisse davon waren: Mitte 2016 die neue Organisationseinheit „Digitalisierung“ im Unternehmen zu implementieren und Anfang 2017 das DigiLab von Skoda zu initiieren. Die wesentlichen Felder, in denen wir uns bewegen, sind zum einen das Thema „Mobilität“: „Mobilitätskonzepte“, „Neue Businessmodelle“, zum zweiten das Thema „Konnektivität“: also fahrzeugbezogene Vernetzung im, aber auch um das Fahrzeug herum, und der dritte Part, der mir mindestens genauso wichtig ist, ist das Thema „Unternehmensweite Digitalisierung“.  Es geht mir bei der Digitalisierung auch sehr stark darum, dass wir die Vernetzung quer durchs Unternehmen vorantreiben. Also Projekte miteinander verbinden, Technologien miteinander verbinden, Daten miteinander verbinden, um so entweder neue Kundenservices zu kreieren oder die Prozesse, quer durchs Unternehmen, entsprechend effizienter zu gestalten. Genau das forcieren wir im Augenblick.

Wie sieht für Sie die Mobilität der Zukunft aus?

André Wehner: Auf jeden Fall noch einfacher und kundenorientierter, als es heute der Fall ist. Genau daran arbeitet das DigiLab in Prag. Jarmila Plachá und ihr DigiLab Team überlegen sich jegliche Art der Mobilität, die zukünftig für Kunden attraktiv sein könnte.

Was meinen Sie will der Kunde von Morgen?

Jarmila Plachá: Junge Menschen wollen nicht notwendigerweise ein eigenes Auto besitzen. Anders als die Generation meiner Eltern, für die Autobesitz noch einen Wert darstellte, will der neue Kunde von morgen vielleicht nicht mehr darauf sparen und sein Geld binden. Er will heute im Cabrio mit Freunden ins Wochenende fahren und morgen mit einem Transporter seinen Umzug organisieren. Dafür braucht er entsprechende Services. Für uns heißt das, dass wir Mobilität neu denken müssen. Deshalb suchen wir nach unkonventionellen Ideen und Denkern, die wir heute vor allem in der Start-up Szene finden, um Produkte für den Markt zu entwickeln die sich an den veränderten Bedürfnissen der Kunden orientieren.

Sie denken also schon an konkrete Produkte für einen neuen Markt?

André Wehner: Da sind wir sogar schon einen Schritt weiter: Wir haben die Prozesse bereits definiert, die erste Plattform aufgebaut und testen jetzt den Prototypen. Wenn das Angebot die Kunden interessiert, werden wir weiter investieren.

Jarmila Plachá: Der digitale Wandel, den wir gerade erleben, erfordert es, dass auch wir viel schneller unsere digitalen Services auf den Markt bringen müssen. Die zukünftigen Kunden sind viel ungeduldiger: „They want it all. They want it now.“ In anderen Branchen sind die digitalen Services zum Teil schon viel weiter.

An welche Services denken Sie da konkret?

André Wehner: Einige Onlinedienste gehen heute schon viel direkter auf die Bedürfnisse des Kunden ein. Meine ideale Customer Experience-Vorstellung ist, dass ich ein neues Auto kaufe und ein ähnliches Erlebnis wie Amazon erfahre: sofortige Cross- oder Upselling-Möglichkeiten nach dem Motto „ein Kunde der, wie Sie einen weißen Kodiaq mit diesem Lenkrad gekauft hat, hat außerdem noch diese Felgen bestellt.“

Jarmila Plachá: Zum einen muss mein zukünftiges Auto online bestellbar sein und der Bestellvorgang soll Gamification-Elemente beinhalten, die es mir ermöglichen einfache Entscheidungen zu treffen, basierend auf Kundenerfahrungen und Daten, die zuvor über mich gesammelt wurden. Zum anderen wünsche ich mir, dass ich zwischen Bestellung und Auslieferung informiert bleibe. Ich möchte eine Mail bekommen, die die Geschichte meines Autos erzählt. „Hallo Jarmila! In deinem Auto wurde gerade dein Navigationsgerät installiert. Morgen folgt …“. Das ermöglicht mir eine emotionale Beziehung zum Fahrzeug und auch zur Marke aufzubauen. So etwas erwarten die jungen, nachfolgenden Käufertypen, wenn sie bereit sein sollen ein Auto zu kaufen.