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In Dresden hat die abgasfreie Zukunft begonnen

Volkswagen will bis 2025 führender Anbieter von Elektro-Fahrzeugen werden. Die Gläserne Manufaktur in Dresden macht das Lebensgefühl E-Mobility für seine Besucher schon jetzt erfahrbar.

Kein Zaun, keine Absperrung, kein Gitter – stattdessen umgibt viel Grün die Gläserne Manufaktur von Volkswagen in Dresden. Durch die durchgehende Glasfassade des Gebäudes können Passanten der Produktion zusehen. Diese Transparenz und Zugänglichkeit sind kein Zufall: „Eintritt und Besuch sind hier ausdrücklich gewünscht. E-Mobilität soll erfahrbar werden“, sagt der Volkswagen-Standortleiter Dresden, Lars Dittert.

Die Gläserne Manufaktur in Dresden steht sinnbildlich für die Konzernstrategie TOGETHER 2025 von Volkswagen: Wo einst das Nobelfahrzeug Phaeton per Hand gefertigt wurde, rollt nun der abgasfreie e-Golf vom Band. Er ist eines der neuen Aushängeschilder der E-Offensive des Konzerns: Bis 2025 will Volkswagen zum größten Anbieter von Elektro-Autos werden und jährlich zwei bis drei Millionen E-Fahrzeuge verkaufen.

In Dresden hat die abgasfreie Zukunft begonnen. In der Gläsernen Manufaktur montieren 130 Mitarbeiter die neuen e-Golf Modelle – per Hand. Sie verbauen Steuergeräte, setzen Cockpit, Sitze sowie Türen ein und sorgen dafür, dass die Kabel an der richtigen Stelle liegen. Karosserie, Batterie und Teile des Fahrwerks werden zugeliefert, zusammengebaut wird komplett in Dresden.

Was auffällt: Wie der e-Golf selbst, ist alles sehr sauber und geräuscharm. Die Mitarbeiter in der Produktion tragen weiße Arbeitskleidung, der Boden ist hellbeiges Parkett – kanadische Bergahorndielen. Nur dann und wann hört man gedämpftes Hämmern. Ab und an gleiten sogar lautlos selbstfahrende Transportsysteme durch die Halle, die neue Teile zuliefern.

Das alles können Besucher bei einer 75-minütigen Führung durch die Produktion beobachten. Schritt für Schritt, Schraube für Schraube. Bis auf etwa eineinhalb Meter nah können sie an die Herstellung der Autos herantreten, auch hier gibt es keine Absperrung. Anmeldung braucht es dazu keine. Die Besucher können sich einfach am Eingang melden und eine Führung buchen. Zur vollen Stunde geht es jeweils los.

Das Angebot wird sehr gut angenommen. Im Schnitt lassen sich 400 Besucher am Tag durch das Werk führen, etwa ein Drittel davon sind internationale Gäste. Kein Wunder: Bietet die Manufaktur die Führung doch auch in 14 Sprachen an.

„Die Zeit ist reif für den Durchbruch der E-Autos. Und Volkswagen wird Wegbereiter des Volumenmarkts sein. Wenn ein Autobauer gut den breiten Markt bedienen kann, dann Volkswagen.“

Lars Dittert Standortleiter
e-Golf – Stromverbrauch in kWh/100 km: 12,7 kombiniert; CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 0; Effizienzklasse: A+ | Passat GTE – Kraftstoffverbrauch in l/100 km: kombiniert 1,8 – 1,7; Stromverbrauch in kWh/100 km: 13,1 -12,5 kombiniert; CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 40-38; Effizienzklasse: A+

Auf der Piazza vor dem Gelände stehen die E-Wagen zu Testfahrten bereit. Angeleitet von Mitarbeitern geht es in der 15-minütigen Fahrt einmal um den Großen Garten. Auch 30-Minuten-Fahrten lassen sich kurzfristig vor Ort buchen. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann bei der 60-minütigen Tour gleich noch Dresdens Sehenswürdigkeiten mit dem e-Golf oder Passat GTE entdecken.

Der Autohersteller begreift sich als Teil der Stadt Dresden. Gab es zu Anfang erste Verwunderungen darüber, dass das Unternehmen mitten in die Stadt ziehen will - nur unweit der Frauenkirche und der berühmten Altstadt - hat sich die Stimmung mittlerweile gewandelt. Das Werk ist sauber, bezieht 100 Prozent Ökostrom. Emissionsintensive Arbeitsschritte, wie großflächiges Lackieren und Schweißen finden nicht im Stadtzentrum statt, um die Umwelt und Anwohner nicht zu belasten. Stattdessen fördert Volkswagen die lokale Kultur und lädt zu öffentlichen Konzerten und Picknicks ein. 

Auch das Büro des Standortleiters Lars Dittert ist gläsern. Dittert glaubt: „Die Zeit ist reif für den Durchbruch der E-Autos. Und Volkswagen wird Wegbereiter des Volumenmarkts sein. Wenn ein Autobauer gut den breiten Markt bedienen kann, dann Volkswagen.“
 

Der e-Golf sei ideal für die Stadt und mittellange Fahrten, sagt Dittert. Mit einer Reichweite von bis zu 300 Kilometern seien auch längere Strecken gut machbar. „Durch die neue Schnellladetechnologie kann die Batterie mittlerweile sogar binnen 40 Minuten wieder fast komplett aufgeladen werden.“ Dazu hat der e-Golf mit 12,7 kWh/100 km einen sehr niedrigen Stromverbrauch.

Eigenschaften, die auch die Kunden überzeugen. Nach der neuesten August-Statistik des Kraftfahrtbundesamts ist der e-Golf mittlerweile das meistzugelassene Elektroauto in Deutschland. Auch in Norwegen liegt man an der Spitze, was den Absatz angeht.

„Das Thema ausreichende Ladestellen ist sicherlich noch eine Herausforderung. Doch mit mehr Absatz an E-Autos wird auch sehr schnell das Angebot an Ladesäulen nachziehen“, sagt Lars Dittert. Dennoch arbeitet man auch in Dresden an der Antwort auf die Frage, wie das Aufstellen von E-Ladesäulen beschleunigt werden kann. Im hauseigenen Inkubator fördert man sechs Start-ups, die in einem mehrstufigen Verfahren ausgewählt wurden. Auch Loyalgo, ein Start-up, das die Anschaffung von E-Ladesäulen für Kleinhändler attraktiver machen will. Verschiedene Händler sollen eine E-Zapfsäule gemeinsam anschaffen können – und diese dann als Werbefläche nutzen.
 

„Der Standort Dresden ist bereit für die Zukunft.“

In Dresden, dem Standort der Gläsernen Manufaktur, gibt es bereits 60 Ladepunkte. Die Zahl soll sich allerdings in absehbarer Zeit vervierfachen. Die Stadt ist Partner von Volkswagen in Sachen E-Mobilität und wird ihre Fahrzeugflotte schrittweise auf E-Autos umrüsten. VW hat eine entsprechende Ausschreibung gewonnen. „Wir sind sehr froh in der Stadt Dresden einen so guten Partner zu haben“, sagt Dittert.

Auch Volkswagen bringt sich in die Stadt ein. Der Autobauer hat bereits verschiedene, auf Dresden zugeschnittene Apps auf den Markt gebracht. Eine dient als digitaler Parkscheinautomat, eine andere berechnet das schnellste Fortbewegungsmittel für Strecken in der Stadt und ermittelt die Zahl freier Parkplätze in Parkhäusern in Echtzeit.

Aber der Autobauer will sich nicht auf dem Erreichten ausruhen. „Wir empfehlen uns als Produktionsstandort für neue E-Modelle“, sagt Lars Dittert. Als Kompetenzzentrum für E-Mobilität habe man einen sehr guten Wissensfundus zu dem Thema. Dazu ist Dresden zentral im Herzen Europas gelegen – und eine der wenigen Städte in Deutschland, die den Status des urbanen Testfelds für autonomes Fahren hat. „Der Standort Dresden ist bereit für die Zukunft“, sagt Dittert.

Verbrauchswerte

e-Golf: Stromverbrauch, kWh/100 km: kombiniert 12,7; CO2-Emission kombiniert, g/km: 0, Effizienzklasse: A+.

Passat GTE: Kraftstoffverbrauch in l/100 km: kombiniert 1,8 – 1,7; Stromverbrauch in kWh/100 km: kombiniert 13,1 -12,5; CO2-Emissionen in g/km: kombiniert 40-38; Effizienzklasse: A+.