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MOIA Kunden gestalten den Service mit

MOIA will individuellen und komfortablen Transport für alle ermöglichen. Und die Mobilität in Städten demokratisieren. Dass es dem Unternehmen damit ernst ist, wird beim Co-Creation Day in Hannover klar: Die Kunden gestalten den Service mit eigenen Ideen mit.

Die Mutter, die erzählt, dass sie endlich ohne schlechtes Gewissens ihre Kinder zum Sport bringen lassen kann. Der Mann, der jetzt eine gute Lösung hat, wenn er abends ins Stadion und sicher nach Hause kommen möchte, auch wenn es ein oder zwei Bier gab. Die Geschäftsfrau die davon schwärmt, dass sie tagsüber schnell zu Terminen kommt. MOIA-Testnutzer und ihr Feedback sind vielschichtig. Das zeigt sich am Co-Creation-Day in Hannover.

MOIA, der neue Mobilitätsdienstleister im Volkswagen Konzern, will das so genannte Ridepooling in deutschen Großstädten anbieten. Nutzer legen dabei Fahrtziel und Abholort individuell fest – ähnlich wie im Taxi. Doch statt alleine, fährt man gemeinsam. Ähnliche Strecken legt der MOIA-Algorithmus zusammen. Das spart Abgase, Parkplätze und entlastet die Straßen. Komfort und Sicherheit werden zu allen Zeiten von professionellen Fahrern garantiert. Das Credo von MOIA: Jeder soll bald an seinen Wunschort kommen, ohne ein eigenes Auto zu haben, aber auch ohne mehrfach umsteigen zu müssen. Das ist die Demokratisierung der Mobilität, wie sie MOIA vorschwebt.

Mobilität in Städten demokratisieren

Doch weil es zum Ride-Pooling in Deutschland bislang kaum Erfahrungen gibt, testet MOIA selbst Nachfrage, Funktionalität und seine cleveren Algorithmen zur Routenberechnung im Stadtgebiet Hannover. Nach vier Wochen Betrieb und über 15.000 Fahrten auf den Straßen der Landeshauptstadt hat MOIA rund 30 der insgesamt knapp 2.000 Tester in die örtliche Schwanenburg eingeladen, um Feedback einzuholen: Wie ist das Fahrgefühl? Wie kommen die Mitfahrer mit der App zurecht? Und: Was kann die Fahrt noch komfortabler machen?

In der zweiten Jahreshälfte 2018 will MOIA dann in Hamburg den Realbetrieb aufnehmen. „Das Feedback aus dem Co-Creation-Prozess ist dafür essentiell und wird darin einfließen“, sagt Michael Fischer, der Pressesprecher des Unternehmens. Es ist bereits der dritte Co-Creation-Day – aber der erste, in dem Tester, die schon im Realbetrieb mit den Autos gefahren sind, über ihre Erfahrungen berichten können.

Wie ist das Fahrgefühl? Wie kommen die Mitfahrer mit der App zurecht? Und: Was kann die Fahrt noch komfortabler machen?

In der Runde zum Thema Service schildert eine Nutzerin ihre ersten Eindrücke von den Fahrten. Sie hat den Service schon 120 Mal genutzt – in nur einem Monat: „Es ist ein Gefühl von echtem Luxus. Die Fahrt ist angenehm und sicher und man kommt schnell von A nach B. Vor allem hat man genug Platz für sich, weil man einen eigenen Sitz hat.“ Die anderen MOIA-Nutzer nicken. Fischer macht sich eifrig Notizen. Er will genau wissen, wer den Service wie nutzt und wie er bei den Nutzern ankommt.

„Es ist ein Gefühl von echtem Luxus. Die Fahrt ist angenehm und sicher und man kommt schnell von A nach B. Vor allem hat man genug Platz für sich, weil man einen eigenen Sitz hat.“

Allerdings gibt es für die MOIA-Nutzerin ein No-Go: Die Fahrt zur Arbeit. Genau auf solche Meinungen wartet Fischer, er will hören, wo es noch hakt. „Wir erfahren natürlich gerne, wo wir schon gut sind. Aber noch lieber haben wir Kritik, die uns zeigt, wo wir noch besser werden müssen “, sagt er. „Anders als andere Anbieter, wollen wir den Markt nicht erst mit einem fertigen Produkt konfrontieren, unseren Service vielleicht sogar an den Bedürfnissen des Kunden vorbei entwickeln, sondern die Menschen bei der Entstehung früh mit einbeziehen.“

Im Gespräch können sich die MOIA-Nutzer schnell auf einen Lösungsvorschlag für das Planungsproblem einigen: Ein Vorbestellservice, bei dem die Ankunftszeit angegeben werden kann, regt die Runde an. Derzeit gibt es das noch nicht in der App – die Wagen müssen in Echtzeit geordert werden.

„Wir wollen die Menschen bei der Entstehung früh mit einbeziehen.“

In der Gruppe der jüngeren Nutzer liegt der Service ebenfalls hoch im Kurs. Sarah von Hören, eine Medienmanagement-Studentin, hat deswegen gar kein Problem, sich einen ganzen Abend Zeit für Co-Creation zu nehmen: „Ich bin ohnehin stark an Design-Thinking interessiert und finde es wahnsinnig spannend, in so einem frühen Stadium des Gestaltungsprozesses mitmachen zu können.“

Sie findet den Dienst sicherer als Bus und Bahn oder Taxi. Trotzdem würde sie sich über eine Art Nothalteknopf freuen, wenn doch mal etwas ist. Und: „Mehr USB-Buchsen, am besten an jedem Sitz, das Handy ist einfach so schnell leer“, schlägt sie vor.

„Ich finde es wahnsinnig spannend, in so einem frühen Stadium des Gestaltungsprozesses mitmachen zu können.“

Fischer, der MOIA-Sprecher, ist zufrieden mit dem Abend: „Besonders interessant war es für mich, dass sehr viele Eltern gemeinsam mit ihren Kindern MOIA nutzen. Da haben wir bislang gedacht, dass da sehr viel mehr Überzeugungsarbeit notwendig wäre. Aber dass es in dieser Kundengruppe schon so gut angenommen wird, das freut uns natürlich sehr.“