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MOIA in Hannover: Mit drei Fingerbewegungen ans Ziel

Der Ridepooling-Dienst von MOIA verspricht komfortablen Transport für jeden. Außerdem will er Straßen, Umwelt und den Geldbeutel schonen. Doch wie gut ist der brandneue Service schon jetzt?

„Du wirst um 10.18 Uhr abgeholt“ blinkt es auf meinem Handydisplay. Das ist in vier Minuten – zum Glück. Denn es ist kalt an diesem Vormittag, mein Atem steht als Wolke in der Luft. Die Wetter-App zeigt gerade einmal 2 Grad Celsius an.

Ich stehe in Hannovers Innenstadt vor der Marktkirche. Heute will ich einen Service des neuen Mobilitätsanbieters MOIA ausprobieren. MOIA ist das jüngste Unternehmen in der Volkswagen Familie, gegründet im Dezember 2016.

  • Ridepooling

    MOIA will einen Dienst auf die Straßen bringen, den es in dieser Qualität bislang noch nicht in Deutschland gab – Ridepooling. Das heißt: Nutzer mit ähnlicher Strecke teilen sich zur gleichen Zeit ein Auto. Es ist ein Service für alle. Denn einen Führerschein brauchen Mitfahrer nicht. Am Lenkrad sitzen professionelle Fahrer, was zusätzliche Sicherheit verspricht.

MOIAs Vision: Wenn Autos geteilt werden, spart das Ressourcen. Das könnte Straßen entlasten und auch helfen, das lästige Parkplatzproblem zu lösen. Gemeinsam statt alleine fahren senkt außerdem den Ausstoß von Emissionen.

  • Feedback von Testern

    Seit Anfang November testet MOIA mit ausgewählten Nutzern den Service in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Wie gut die App schon ist? An welchen Stellen sollten die Algorithmen noch nachgebessert werde, die die Strecken berechnen? Und wie angenehm finden die Nutzer die Fahrt? Das Feedback der Tester soll den Service noch besser machen, bevor das Angebot 2018 in Hamburg offiziell an den Start geht.

Auch ich werde das Angebot ausprobieren – schließlich gibt es MOIA gerade erst seit einem Jahr. Schafft es der brandneue Service mich immer pünktlich am Wunschort abzuliefern? Kann ein so junges Unternehmen schon so gut sein?

Die Anmeldung in der App funktioniert reibungslos. In zwei Schritten bin ich registriert und kann loslegen. Ich gebe meinen Zielort ein – die Galerie Herrenhausen, einer der prächtigsten Englischen Gärten Deutschlands. Dann noch einmal den Abholort eingeben und auf ‚Buchen’ klicken. Nur drei Fingerbewegungen später erscheint die Nachricht auf dem Display: „Gehe zum Einstiegsort“. In vier Minuten soll ich abgeholt werden, sagt mir die App.

Mit der MOIA-App lässt sich sekundenschnell ein Shuttle buchen

Der „Einstiegsort“, meine virtuelle Haltestelle, liegt nur etwa zwanzig Meter weiter – ziemlich unkompliziert. Die MOIA-App führt mich zu ihr. Bis zu 250 Meter hätte ich gegebenenfalls laufen müssen, das ist das Maximum an Fußweg. Der Sinn hinter diesen digitalen Haltestellen: Manchmal können wenige Meter Fußweg den Fahrern viel Zeit ersparen, beispielsweise wenn sie nicht einen langen Umweg durch Einbahnstraßen nehmen oder wenden müssen, wenn es danach ohnehin in eine andere Richtung geht.

10.18 Uhr, genau wie die App es mir vorhergesagt hat, nähert sich ein dunkelblauer VW T6. Ich erkenne ihn mühelos, weil an der Seite der einprägsame MOIA-Schriftzug prangt. Der Fahrer ist höflich und begrüßt mich mit Namen. Das System hat ihm zudem schon mitgeteilt, wohin ich will. Praktisch, so können wir ohne Aufschub zur Galerie Herrenhausen starten.

Der Bildschirm zeigt den nächsten MOIA-Halt an

Um die Fahrt für mehrere Mitfahrer übersichtlich zu gestalten, zeigt ein Display die nächsten Halteorte an, sowie die Fahrzeit in Echtzeit: „12 Minuten“, steht da in meinem Fall. Weil niemand zusteigt, ändert sich an der Fahrzeit nichts. Normalerweise müssen sich Kunden darauf gefasst machen, dass sie noch Mitfahrer bekommen und einen winzigen Umweg einplanen. Das soll den Service laut MOIA günstiger als Taxifahren machen.

Die Galerie Herrenhausen und den dort angeschlossenen Englischen Garten erreicht das Shuttle exakt in den angezeigten 12 Minuten. Nach einem kurzen Spaziergang bei Temperaturen nur knapp über Null Grad bin ich sehr froh, dass das nächste MOIA-Fahrzeug umgehend zur Verfügung steht. Gerade einmal fünf Minuten Wartezeit muss ich überbrücken.

Nächste Station: Das Neue Rathaus. Wieder funktioniert alles reibungslos. Während der Fahrt beginne ich mich mit dem Fahrer ein wenig zu unterhalten. „Bei MOIA zu arbeiten ist super“, erzählt er. „Ich fühle mich deutlich sicherer als im Taxi. Weil ich kein Bargeld mit mir tragen muss und auch weil bekannt ist, wer mit mir fährt”. Bei MOIA entfällt das lästige nach dem Kleingeld kramen – bezahlt wird über die App.

Der Fahrer lässt mich direkt vor dem Eingang des Rathauses heraus – was für ein Service.
Nach einem kurzen Abstecher ins Innere des Rathauses rufe ich mir mit drei Mal Fingertippen auf meinem Smartphone ein MOIA für die letzte Etappe: Mittagessen in Hannover-Linden. Es dauert kaum vier Minuten bis ich abgeholt werde. Zeit genug für ein Fazit:

MOIA hat einfach funktioniert – und das schon in der Testphase. In Hannover ist die Zukunft des Verkehrs schon Gegenwart.