1. DEUTSCH
  2. News
  3. Stories
  4. 2018
  5. 03
  6. Urban Mobility: Verkehr in den Städten von morgen

Wir setzen Cookies (eigene und von Drittanbietern) ein, um Ihnen die Nutzung unserer Webseiten zu erleichtern und Ihnen Werbemitteilungen im Einklang mit Ihren Browser-Einstellungen anzuzeigen. Mit der weiteren Nutzung unserer Webseiten sind Sie mit dem Einsatz der Cookies einverstanden. Weitere Informationen zu Cookies und Hinweise, wie Sie die Cookie-Einstellungen Ihres Browsers ändern können, entnehmen Sie bitte unserer Cookie-Richtlinie. Akzeptieren

Urban Mobility: Verkehr in den Städten von morgen

Wie sieht Urban Mobility in den Städten von morgen aus? Warum braucht Peking ein anderes Verkehrskonzept als San Francisco? Das Projekt „Futures of Mobility“ entwirft Szenarien für das Jahr 2030+.

Mit dem Auto direkt in den 30. Stock. Automatisierte Lieferungen zum Wunschtermin an die Haustür. Personendrohnen, die den Stau auf den Straßen umfliegen. So könnte Mobilität in großen Städten zukünftig aussehen. Der Alltag für Bewohner einer Megacity ist aber ganz anders als auf dem dünn besiedelten Land. Deshalb sind auch die Anforderungen an die Mobilität sehr unterschiedlich. Der Volkswagen Konzern hat verschiedene Szenarien für das Jahr 2030+ entwickelt. „Mit Futures of Mobility liefern wir eine greifbare Vorstellung vom künftigen Leben unserer Kunden an unterschiedlichen Orten der Welt“, sagt Dr. Daniel Kauer, Leiter Produkt- und Plattformstrategie Volkswagen Konzern. San Francisco, Peking, Mumbai und das östliche Sachsen sind dabei Stellvertreter für viele andere Regionen.

„Mit Futures of Mobility liefern wir eine greifbare Vorstellung vom künftigen Leben unserer Kunden an unterschiedlichen Orten der Welt.“

Dr. Daniel Kauer

Keine Lösung für alle

Unter der Projektleitung von Dr. Michael Müller und Bita Daryan wurden zahlreiche Trends und Faktoren untersucht. Beispielsweise die Urbanisierung: 2050 werden etwa 80 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben – doppelt so viele wie heute. Das hat nicht nur Folgen für den Verkehr in den Ballungsräumen, sondern auch für die ländlichen Gebiete. Hinzu kommen ökonomische und politische Rahmenbedingungen, kulturelle Entwicklungen, Umweltfaktoren und Innovationskraft. „Je nach Stadttypus braucht es also eigene Mobilitätslösungen“, erläutert Dr. Axel Heinrich, Leiter Konzern-Forschung bei Volkswagen. Beispielsweise werde Peking stark in die Höhe wachsen – deshalb werde dort vertikale Fortbewegung wichtiger. In San Francisco hingegen könnten Fahrzeuge gefragt sein, die sich den Bedürfnissen der Nutzer anpassen und zum mobilen Büro oder Wohnzimmer werden. In ländlichen Gebieten wie Ostsachsen könnten Shared-Mobility-Konzepte eine größere Rolle spielen.

2050 werden etwa 80 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben – doppelt so viele wie heute.

Von der Forschung auf die Straße

Die Group Future Heads, ein Netzwerk mit rund 200 Experten aus vielen Bereichen und Regionen des Volkswagen Konzerns, steckt gebündelte Kompetenzen in das Projekt. Auf Basis der Futures of Mobility baut das Unternehmen sein Portfolio aus. „Produkt, Service und Geschäftsmodell werden nicht mehr getrennt, sondern als ganzheitliche Mobilitätslösungen für unsere Kunden entwickelt“, beschreibt Daniel Kauer den Ansatz. Doch schon heute bestimmt die Zukunft die Arbeit im Konzern. „An vielen Stellen erleben und gestalten wir die Veränderung bereits jetzt“, so Axel Heinrich, „sei es bei neuen Antriebstechnologien, bei neuen Mobilitätsdiensten oder beim autonomen Fahren“.

Beispiel Peking: effiziente Hypercity

Eine Megacity zwischen Tradition und Moderne: Die Gesellschaft ist durch die politischen Rahmenbedingungen geprägt. Doch Wohlstand und Bildung sorgen für eine wachsende Mittelschicht, Individualität und Nachhaltigkeit gewinnen an Bedeutung. Damit steigen auch die Ansprüche an Infrastruktur, Mobilität und Sicherheit. Der Großraum Peking soll zudem städtisches Leitbild des künftigen Chinas werden.

So entwickelt sich Peking bis 2030+

Ökonomie:
Peking ist ein attraktiver Industriestandort, der kontinuierlich wächst. China plant, in den kommenden zehn Jahren die heimische Technologiebranche und Industrieproduktion zu stärken, zum Beispiel sollen 70 Prozent der Industrieroboter aus chinesischer Produktion stammen.

Mobilität:
Bis 2030 werden rund 130 Millionen Menschen im Großraum Peking wohnen, knapp 30 Millionen mehr als heute. Dadurch wachsen die Verkehrsströme immens. Hochgeschwindigkeitszüge sorgen für effizienten Transport. Bereits heute ist das Bullet-Train-Schienennetz in China länger als in Europa. Bis 2020 soll es um 7.000 Kilometer erweitert werden. Außerdem plant die Regierung bis 2030 den Bau von 23 neuen U-Bahn-Linien.

Innovation:
Die Pekinger haben eine hohe Affinität zu neuen Technologien. Die Region gilt außerdem als wichtigster Player des gigantischen Markts für Datenerhebung und -analyse. Auch fördert die Regierung die Ansiedlung zukunftsweisender Technologien und Innovationen.

Umwelt:
Smog ist in Peking ein großes Problem. In Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele 2022 wird konsequent gegen die Luftverschmutzung vorgegangen. Politische Restriktionen wie das Verbot bestimmter Automodelle und die Förderung der E-Mobilität haben bereits zu einer deutlichen Verbesserung der Luft- und Lebensqualität geführt.

Folgende Urban-Mobility-Konzepte könnten auf den Straßen der Zukunft in Peking umgesetzt werden:

  1. Schnelltrassen

    Wegen der hohen Bevölkerungsdichte ist effiziente Mobilität besonders schwierig. Eine Lösung sind eigene Fahrtrassen für autonome Fahrzeuge. Dort können sie schneller 
und sicherer unterwegs sein als auf Straßen mit Mischverkehr.

  2. Vertikale Mobilitätskonzepte

    Wer es komfortabel mag, kann „First Class Mobility“ in luxuriös ausgestatteten Fahrzeugen genießen. Dort können beispielsweise Geschäftsleute während der Fahrt entspannen oder arbeiten. Die Fahrzeuge werden künftig an Wolkenkratzer andock-en und an ihnen hochfahren. Die Passagiere steigen direkt im richtigen Stockwerk aus.

  3. Personendrohnen

    Trotz smarter Verkehrskonzepte werden die Straßen in Peking immer noch verstopft sein. Am schnellsten kommt man in der Luft voran. Die ersten Personendrohnen bringen die Pekinger an ihren Zielort. An Quadrokoptern hängen Kabinen, in denen ein bis zwei Personen bequem Platz haben.