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Was macht eigentlich eine UX-Designerin bei Volkswagen?

Die Kunst der Klarheit: Im Volkswagen Digital:Lab in Berlin entwickeln UX-Designer Apps und Lösungen für neue digitale Kundenangebote. Eine von ihnen: Melissa Zee aus Singapur. Teil 5 der Serie über IT-Aufgaben bei Volkswagen.

Montagsmeeting im Obergeschoss: Melissa Zee und ihre Kolleginnen gehen die anstehenden Aufgaben durch, organisieren Arbeitsabläufe und besprechen den Status von Projekten. Eine neue Woche beginnt, die Stimmung ist entspannt, aber konzentriert. Alle paar Minuten vollzieht sich ein für Außenstehende merkwürdiges Ritual: Die Männer und Frauen ballen jeweils eine Hand zur Faust, schütteln sie, während sie auf drei zählen, und strecken dann einen, zwei oder drei Finger in die Höhe. Wieder ein Thema abgehakt? Sieht ganz danach aus.

Das Ritual diene dazu herauszufinden, für wie schwierig oder komplex eine Aufgabe eingeschätzt wird, erzählt Melissa Zee. Ein Finger heißt leicht, drei Finger schwer. „Wir wollen am liebsten immer nur einen Finger sehen“, sagt sie und lacht. Dafür werden Aufgaben im Zweifel in kleinere Teilaufgaben aufgegliedert. Keep it simple, mach‘ es einfach.

  • Volkswagen auf der CEBIT 2018

    Volkswagen ist ein digitales Unternehmen, das moderne Informationstechnologie vorantreibt. Vor der CEBIT in Hannover stellen wir in einer Porträtserie Menschen mit spannenden IT-Aufgaben im Konzern vor. Auf der CEBIT (12.-15.6.) wird der Volkswagen Konzern in der Future Mobility Halle (Halle 25) ein Forum sowohl für Interessierte als auch Fachleute bieten: mit packenden Präsentationen und erstklassigen Exponaten, mit interessanten Diskussionsrunden und Talks. Die Bandbreite der Themen und Highlights ist groß. Sie reicht von neuen Formen des digitalen Automobildesigns, Quantencomputing und Erprobungsprojekten mit Blockchain hin zu angewandter künstlicher Intelligenz im Unternehmen und datengestützter Verkehrsoptimierung in europäischen Metropolen. Zudem wird es eine Weltpremiere auf dem Messestand geben.

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Weitere Informationen finden Sie auf http://www.volkswagenag.com und auf Twitter: http://www.twitter.com/vwgroup_de

Hinweis nach Richtlinie 1999/94/EG in der jeweils gegenwärtig geltenden Fassung: Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Straße 1, D-73760 Ostfildern oder unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.
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Further information can be found on http://www.volkswagenag.com and on Twitter: http://www.twitter.com/vwgroup

Note in accordance with Directive 1999/94/EC in its currently applicable version: Further information on official fuel consumption figures and the official specific CO2 emissions of new passenger cars can be found in the EU guide "Information on the fuel consumption, CO2 emissions and energy consumption of new cars", which is available free of charge at all sales dealerships, from DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Straße 1, D-73760 Ostfildern, Germany and at www.dat.de.

Das ist mein Job / That's my job: UX Designer

Melissa Zee ist UX-Designerin im Volkswagen Digital:Lab der Konzern-IT in Berlin. Im Digital:Lab wird die Software für digitale Kundenangebote und Dienste rund um das vernetzte Fahrzeug entwickelt. Hierzu zählt der neue Mobilitätsdienst „We Deliver“ der Marke Volkswagen – der Kofferraum wird dabei zur Lieferadresse für Online-Bestellungen. Und auch das Projekt „Identity Kit“, eine Login-Lösung für alle digitalen Volkswagen Services, wird im Digital:Lab entwickelt.

Wenn die Teams im Digital:Lab eine App testen, wird dazu auch schon mal ein Auto hinein gefahren.

Das Team im Lab und sein Alltag sind international: Mittlerweile arbeiten dort 70 IT-Spezialisten aus 16 Nationen, rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen es werden. Sie kommen zum Beispiel aus Indien, der Ukraine, den USA – und natürlich auch aus Deutschland, die Bürosprache ist Englisch. Sie arbeiten in Teams, zu denen Software-Entwickler, UX/UI-Designer und Produktmanager gehören. Die UX-Designerin Melissa Zee ist vor einem Jahr aus Singapur ins Digital:Lab gekommen. Davor hat sie in London und Singapur studiert und Diplome sowohl in Grafik Design als auch in Visueller Kommunikation und Mediendesign erworben.

Bei Volkswagen konzentriert sich Zee auf das User Experience Design (UX) digitaler Produkte. Eines davon ist das Identity Kit. Kunden sollen damit künftig alle digitalen Services rund um ihr Auto steuern können. Die App ist damit so etwas wie der digitale Fingerabdruck des Nutzers, der ihm einerseits die Kontrolle über seine persönlichen Daten gibt und andererseits als Schlüssel für die digitalen Services im Volkswagen Ökosystem dient.

UX Design ist mehr als schöne Oberfläche

Bei der User Experience geht es vor allem darum, die Bedürfnisse des Kunden zu verstehen und Produkte zu entwickeln, die leicht und angenehm zu bedienen sind. „Die Benutzerführung muss intuitiv erfolgen“, sagt Melissa Zee. „Unsere Kunden sollen erst gar nicht anfangen zu grübeln.“ Für sie beginnt das mit einem Perspektivwechsel: „Früher stand das Produkt und technische Lösung im Mittelpunkt. Heute stellen wir uns allein die Frage: ,Was bringt es dem Kunden?‘“

Das Produkt beziehungsweise seine Funktionalitäten werden dafür in kleinste Arbeitsschritte zerlegt. So werden etwa die Ergebnisse der Nutzerforschung integriert, Prototypen entwickelt, Befragungen durchgeführt, um Fehlannahmen auszuschließen, und visuelle Elemente eingebaut, die dem Produkt Lebendigkeit verleihen.

Entspannt, aber konzentriert: Melissa Zee denkt am Laptop über Lösungen für das UX-Design nach.

Diese Aufgabe führt Melissa stets gemeinsam mit einem Kollegen oder einer Kollegin aus, Pair Programming heißt die Methode. Fragen und Ideen fliegen zwischen den beiden hin und her: „Wo steht ein Button, der angeklickt werden soll? Wo führt er hin? Ist das für den Nutzer logisch und angenehm? Erkennt er sofort, was er als nächstes tun muss?“, sagt Zee. Und auf die Frage, wie sie herausfindet, ob ihre Lösungen funktionieren, antwortet sie: „Ganz einfach, wir gehen raus und fragen die Leute.“ Zwar verbringt Melissa die meiste Zeit im Großraumbüro vor ihrem Bildschirm. Aber ein reiner Schreibtischjob ist UX Design bei Volkswagen nicht. Die Teams besuchen regelmäßig unterschiedliche Standorte und testen dort gemeinsam mit Probanden, wie ihre Ideen und Prototypen ankommen. Dieser direkte Kontakt mit den Testnutzern ist sehr wertvoll.

Im Moment entwirft sie mit ihrem Team verschiedene Login-Lösungen für Kunden. Sich einzuloggen oder einen Account anzulegen sollte kein großer Umstand sein. Neben dem klassischen Password sollte es andere Optionen geben, zum Beispiel der QR-Code oder eine Telefonnnummer. Melissa zückt ihr Smartphone und zeigt einen Prototypen. Ein Klick, ein Wischer, ein Button mit „Weiter“ und schon ist man eingeloggt. Jedes Detail zählt. Was auf der Benutzeroberfläche so einfach aussieht, bedeutet viel Nachdenken und mehrfaches Ausprobieren. User Experience Design ist dann gut, wenn man es gar nicht bemerkt.

Im Volkswagen Digital:Lab hat sie ihren Traumjob gefunden. „Und Berlin“, sagt sie, „ist einer der Orte in der Welt, die einen wirklich begeistern.“ Und genau an einem solchen Ort will sie sein.