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Was macht ein ... Data Scientist?

Data Scientist Gabriele Compostella kombiniert KI und menschlichen Sachverstand, um mit Big Data die Daten zu finden und zu verbinden, die relevant sind. Teil 6 einer Artikelserie über IT-Aufgaben bei Volkswagen.

Daten gibt es wie Sand am Meer. Doch genauso viel Gewinn wie ein Haufen Sandkörner bringt die rasant wachsende Datenmenge, wenn sie nur herumliegt und nicht genutzt wird. Um aber aus Daten Wissen zu gewinnen, das man anwenden kann, um Prognosen zu erstellen und Prozesse zu optimieren, benötigt man künstliche Intelligenz und einen Data Scientist, der die Algorithmen steuert.  

Big Data als Puzzlespiel

Gabriele Compostella aus dem Volkswagen Data:Lab München ist so einer. Er arbeitet im Data:Lab der Volkswagen Konzern IT. „Ich liebe es, Rätsel zu lösen“, lächelt der 40-Jährige. Auch privat: Rund 130 verschiedene Brettspiele hat Compostella zuhause. Das passt gut, denn bei Data Science geht es darum, sich im Team auf immer wieder neue Szenarien einzustellen, und diese Szenarien wissenschaftlich zu analysieren – ähnlich, wie gemeinsam immer neue Puzzles spielerisch zu lösen. Auch durch seine Ausbildung ist Compostella perfekt für die Aufgaben eines Data Scientist aufgestellt: „Ich wollte schon als Kind Wissenschaftler werden“, sagt er. Das hat er geschafft: Studium in Padua, Promotion in Trento, Arbeit am Fermilab-Teilchenbeschleuniger in der Nähe von Chicago in den USA,  Post-Doc am Max Planck Institut für Physik in München, Arbeit am Teilchenbeschleuniger CERN in der Schweiz. „Ich habe quasi Big Data mit Teilchen gemacht. Doch ich wollte mehr mit Daten arbeiten, die direkter mit der Lebenswelt von Menschen zu tun haben. Meine Entscheidung, mit Data Science in die Industrie zu gehen, lag im Prinzip auf der Hand“, sagt er.

  • Volkswagen auf der CEBIT 2018

    Volkswagen ist ein digitales Unternehmen, das moderne Informationstechnologie vorantreibt. Vor und während der CEBIT in Hannover stellen wir in einer Porträtserie Menschen mit spannenden IT-Aufgaben im Konzern vor. Auf der CEBIT (12.-15.6.) bietet der Volkswagen Konzern in der Future Mobility Halle (Halle 25) ein Forum sowohl für Interessierte als auch für Fachleute: mit packenden Präsentationen und erstklassigen Exponaten, mit interessanten Diskussionsrunden und Talks. Die Bandbreite der Themen und Highlights ist groß. Sie reicht von neuen Formen des digitalen Automobildesigns, Quantencomputing und Erprobungsprojekten mit Blockchain hin zu angewandter künstlicher Intelligenz im Unternehmen und datengestützter Verkehrsoptimierung in europäischen Metropolen. Zudem gibt es eine Weltpremiere auf dem Messestand.

Data Scientist Gabriele Compostella kombiniert KI und menschlichen Sachverstand, um mit Big Data die Daten zu finden und zu verbinden, die relevant sind.
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Weitere Informationen finden Sie auf http://www.volkswagenag.com und auf Twitter: http://www.twitter.com/vwgroup_de

Hinweis nach Richtlinie 1999/94/EG in der jeweils gegenwärtig geltenden Fassung: Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Straße 1, D-73760 Ostfildern oder unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

Das ist mein Job: Data scientist

Riesige Datenmengen zu analysieren und auf sinnvolle Weise zusammenzuführen, das ist nichts, was ein einzelner Mensch leisten kann. Im Data:Lab arbeiten Data Scientists wie Compostella deshalb eng mit Experten für künstliche Intelligenz zusammen. „Kein Mensch kann ein Puzzle mit hunderttausenden Teilen zusammensetzen“, sagt der 40-jährige. „Das übernehmen für uns selbstlernende Systeme, die wir genau dafür entwickeln.“ Die Teams füttern diese Algorithmen mit Daten, lassen sie auswerten, kombinieren und Schlussfolgerungen ziehen – und korrigieren bei Fehlern. Supervised Machine Learning (etwa: überwachtes Lernen) nennt sich das.

Das große Bild erkennen

Doch warum das Ganze? Compostella und seine Kollegen geht es nicht um persönliche Daten, sondern um die riesige Menge an Informationen, die der Volkswagen Konzern mit seinen komplexen Unternehmensprozessen täglich selbst produziert. Das sind zum Beispiel Logistik- und Güterströme, finanzielle Kennzahlen, Bedarfe und Verbräuche bis in die kleinsten Ebenen hinein. „Wie bei einem Puzzle-Spiel braucht es ein systematisches Vorgehen, um ein großes Bild dahinter erkennen zu können“, erklärt Compostella. Die Analyse von Daten mit fortgeschrittenen statistischen Methoden sei daher nur der erste Schritt.

„Daten können helfen, Fragen richtig und faktenbasiert zu beantworten“, sagt er. Und zwar Fragen, die in die Zukunft gerichtet sind. Der Fachbegriff dafür lautet Predictive Analysis, also die vorausschauende Analyse. Compostella gibt ein Beispiel: Wie entwickelt sich die Marktnachfrage zu einer Ausstattungslinie, und wie entsprechend die Versorgungssituation? Welche Komponenten und Teile müssen wann und wo sein? Kann man Trends ableiten?  

Doktor der Physik und Brettspielfreund: Data Scientist Gabriele Compostella

„Diese Informationen und Daten gab es in unserem Unternehmen schon immer. Doch erst seit wenigen Jahren haben wir die technologischen Möglichkeiten, verschiedene Big-Data-Quellen nebeneinander zu legen“, sagt Compostella. Im Data:Lab experimentieren die Spezialisten auch mit der Datenanalyse von Verkehrsströmen: Gemeinsam mit Städten wollen sie erproben, wie man urbanen Verkehr mit intelligenter Datenanalyse optimieren kann – quasi ein Puzzle in Bewegung. Eine spannende Herausforderung für das Team: „Je komplexer das Rätsel“, sagt Compostella, „desto mehr Spaß macht es uns!“