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Interview mit Herbert Diess und Bernhard Maier

ŠKODA und Volkswagen starten Offensive in Indien

Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns, und Bernhard Maier, Vorstandsvorsitzender von ŠKODA, erläutern im Interview das Projekt „INDIA 2.0“ und die Schlüsselrolle von ŠKODA in Indien.

Herr Diess, Herr Maier, welche Pläne hat der Volkswagen Konzern für Indien?

Herbert Diess: Vor anderthalb Jahren hat der Konzern ŠKODA damit beauftragt, einen markenübergreifenden Plan für eine neue Modelloffensive für Indien zu entwickeln. Mit dem Projekt „INDIA 2.0“ liegt das Ergebnis nun auf dem Tisch. Es ist ein guter Plan, der die richtigen Schwerpunkte setzt für eine erfolgreiche Zukunft der Marken VW Pkw und ŠKODA in einem der dynamischsten Wachstumsmärkte für unsere Industrie.

Bernhard Maier: Indien beschreibt sich selbst in seiner Tourismus-Kampagne als “unglaublich”, und das ist sicher keine Übertreibung. Im Jahr 2050 wird Indien das bevölkerungsreichste Land der Erde sein. Rund 1,6 Milliarden Menschen werden dann wahrscheinlich dort leben. Das ist mehr als in China und den USA zusammen! Indien legt den Fokus auf Wachstum. Experten zufolge wird der indische Automarkt schon bald der drittgrößte der Welt sein.

Welche strategischen Kernpunkte definiert „INDIA 2.0“?

Herbert Diess: Alle künftig lokal in Indien entwickelten und produzierten Modelle werden auf dem Modularen Querbaukasten, dem MQB, basieren. Dieser erfüllt bereits heute die ab 2020 geltenden strengen gesetzlichen Auflagen in Indien. Das heißt: Wir bringen Spitzentechnologie nach Indien, in unsere lokalen Fahrzeuge und die Produktion dort. Und wir investieren substanziell in diesen Schlüsselmarkt.

Bernhard Maier: Dazu gehört, dass die ŠKODA Mannschaft die MQB-A0-Plattform zunächst mit Fokus auf Indien weiterentwickelt. Der Schwerpunkt der technischen Entwicklung wird in Indien liegen. Entscheidend ist: ŠKODA und Volkswagen verfolgen den Zukunftsplan für Indien gemeinsam. Und beide Marken werden davon profitieren. Das erste ŠKODA Modell auf Basis des MQB-A0-IN wird bereits 2020 vorgestellt. Weitere Fahrzeuge beider Marken werden folgen.

Werden dazu auch Elektrofahrzeuge gehören?

Bernhard Maier: Bis 2025 wollen wir zehn elektrische Modelle herausbringen. Wir gehen dabei marktspezifisch vor und launchen neue E-Modelle dort, wo wir die Vorteile der E-Mobilität auch wirklich nutzen können. Das beinhaltet kurze Ladezeiten, große Reichweiten und vernünftige Batteriekosten. Nur dann ist Elektromobilität „Simply Clever“.

Was bedeutet das für Indien?

Bernhard Maier: Sobald der Markt bereit dafür ist und wir unseren Kunden echten Mehrwert bieten können, bringen wir unsere E-Autos in Indien auf die Straße. Dabei spielt natürlich auch das Thema Infrastruktur eine wichtige Rolle.

Das Projekt „INDIA 2.0“ ist eingebettet in die neue Zuordnung von Regionen zu Leitmarken im Konzern. Wie wird diese Strategie in Indien umgesetzt?

Herbert Diess: ŠKODA ist in Indien ein gutes Beispiel dafür, wie wir im Konzern die Verantwortung auf mehr Schultern verteilen. Und es ist ein Zeichen für das Vertrauen, das der Konzernvorstand in die ŠKODA Mannschaft setzt. Die Teams von VW und ŠKODA in Indien haben in den vergangenen Jahren unter schwierigen Bedingungen einen engagierten Job gemacht. Jetzt zünden wir die nächste Stufe. Ganz konkret wollen wir in Indien einen gemeinsamen Marktanteil von Volkswagen und ŠKODA von etwa 5 Prozent bis 2025 erreichen.

Bernhard Maier: Es ist uns sehr wichtig, zu einem relevanten Player auf diesem Wachstumsmarkt zu werden. Wir planen den Aufbau eines lokalen Entwicklungszentrums für die lokalisierte MQB-A0 Plattform und unsere Fahrzeuge. Wir erweitern unsere Produktion in Aurangabad, sourcen zusätzliche Komponenten und stellen Mitarbeiter ein.

Herbert Diess: Der Konzern investiert mehr als eine Milliarde Euro in „INDIA 2.0“. Wir gehen in Indien in die Offensive. Und Phase 1 des Projektes hat bereits begonnen.