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Drei atemberaubende Transportinnovationen

Von Hamburg nach Berlin in 20 Minuten? Über einen Stau einfach hinwegfliegen? Noch sind das Visionen. Manche nehmen bereits Gestalt an. Ein Überblick über die Transportmöglichkeiten der Zukunft.

Auf einem Hexenbesen reiten wir auch in Zukunft nicht durch die Luft. Vielleicht aber in einer Passagierdrohne oder einem fliegenden Auto. Oder wir rasen in mehr als 1.000 Stundenkilometern schnellen Kapseln durch Röhren. An diesen Mobilitätskonzepten arbeiten Forscher und Entwickler tatsächlich.

1. Die Senkrechtstarter

In Science-Fiction-Filmen flogen Autos schon vor Jahrzehnten durch die Luft. Was damals noch als Zukunftsmusik galt, wird langsam aber sicher real. Viele, über den ganzen Globus verteilte Firmen arbeiten daran, den Verkehr von der Straße in den Himmel zu verlagern. Die größten Vorteile liegen auf der Hand: Die Straßen werden entlastet. In der Luft haben Autos nahezu unendlich viele Fahrspuren.

Von einer „Vision, die urbanes Leben nachhaltig verändern könnte“, spricht Audi-Beschaffungsvorstand Dr. Bernd Martens bei dem modularen Konzept „Pop.Up Next“. Das Fortbewegungsmittel soll in ferner Zukunft Menschen in Großstädten schnell und komfortabel auf der Straße und in der Luft transportieren und dabei Verkehrsprobleme lösen. Der Clou: Die zweisitzige Passagierkabine lässt sich entweder mit einem Fahr- oder einem Flugmodul koppeln. Vier Rotoren sorgen dafür, dass das fliegende Auto abhebt.

Abheben statt im Stau stehen

Einen ähnlichen Ansatz verfolgen die Gründer von Lilium. Ihr Flugauto kann vertikal starten und landen, soll bis zu 300 km/h schnell sein und über eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern verfügen. Der Antrieb erfolgt elektrisch. Lilium wird aber kein Flugzeug für die eigene Garage. Nutzer sollen das fliegende Auto über eine App rufen können. Platz finden bis zu fünf Personen. Laut Projektplan soll der erste bemannte Lilium-Jet 2019 abheben. 2025 soll das fliegende Auto dann ganz normal wie ein Taxi am Flughafen stehen oder als Alternative zur Bahn für die tägliche Fahrt zur Arbeit dienen.

2. Der Hypergeschwindigkeitszug

Der Tesla-Chef Elon Musk sorgt immer wieder für Aufsehen mit seinen Ideen. Ob mit einer Tunnelbohrmaschine, der Marsbesiedelung oder im Bereich der Künstlichen Intelligenz: Musk ist ein Vordenker. In Sachen Transport ist er mit Tesla nicht nur in der Elektromobilität tätig, sondern plant mit seinem Unternehmen Virgin Hyperloop One auch den Personen- und Güterverkehr im Fernverkehr zu revolutionieren. Der Hyperloop ist das Konzept eines Hochgeschwindigkeitstransportsystems, wobei eine Magnetschwebebahn durch eine Röhre mit Unterdruck gleitet. In den Fahrröhren herrscht ein teilweises Vakuum, so dass sich die Transportkapseln reibungsarm auf Luftpolstern bewegen sollen.

Von Hamburg nach Berlin in 20 Minuten

In der Fachsprache nennt sich das Hyperloop-Konzept Evacuated Tube Transport Technologies (ET3). Das Besondere: Durch das Teilvakuum in dem Tunnel ist bei gleichem Energieaufwand eine deutlich höhere Geschwindigkeit möglich. So soll der Hyperloop auf bis zu 1.125 Kilometer pro Stunde beschleunigen können. Erste Visionen für Strecken gibt es auch schon. Eine Strecke soll zwischen Los Angeles und San Francisco verlaufen. Außerdem ist eine Hyperloop-Röhre rund um Deutschland geplant, die die Städte Berlin, Leipzig, Nürnberg, München, Stuttgart, Frankfurt, Köln und Hamburg miteinander verbinden soll. Von Hamburg nach Berlin bräuchte man nur noch 20 Minuten.

  • Übrigens...

    Die Entwicklung der Hyperloop-Technologie begann schon vor mehr als 20 Jahren. 1997 wurde die ET3 Global Alliance mit dem Ziel gegründet, Fernverkehr schneller und sauberer zu machen. Neben Musk und Hyperloop gibt es auch weitere Unternehmen, die an Hypergeschwindigkeitskapseln arbeiten, wie die kanadische Firma TransPod. Im Gegensatz zum Hyperloop verwendet das TransPod-System bewegte elektromagnetische Felder, um die Fahrzeuge durch stabilisiertes Schweben von der Unterseite anzutreiben anstelle von Luftdruck.

3. Nächster Halt: Mars

Auch in der Raumfahrt ist Elon Musk aktiv. Wenn es nach dem 47-Jährigen geht, beschränken sich die Transportmöglichkeiten der Zukunft nicht auf die Erde. Mit seinem Unternehmen SpaceX tüftelt er an Technologien, die es den Menschen ermöglichen sollen, den Mars zu kolonisieren. Mit der von SpaceX entwickelten Big Falcon Rocket soll erstmals ein Mensch auf den roten Planeten fliegen. Außerdem forscht Musk daran, wie man Raketenteile wiederverwendbar machen kann. So sollen Raketenstarts weniger kosten. Raumfahrten für Touristen bieten bereits Unternehmen wie Virgin Galactic von Milliardär Richard Branson und der Marktführer Space Adventures an. Bis sie erschwinglich für den Massenmarkt werden, wird aber noch einige Zeit vergehen: Anousheh Ansari, die erste Weltraumtouristin, zahlte 16 Millionen Dollar für ihren zehntägigen Trip ins All.