1. DEUTSCH
  2. News
  3. Stories
  4. 2018
  5. 09
  6. Electric for All

Wir setzen Cookies (eigene und von Drittanbietern) ein, um Ihnen die Nutzung unserer Webseiten zu erleichtern und Ihnen Werbemitteilungen im Einklang mit Ihren Browser-Einstellungen anzuzeigen. Mit der weiteren Nutzung unserer Webseiten sind Sie mit dem Einsatz der Cookies einverstanden. Weitere Informationen zu Cookies und Hinweise, wie Sie die Cookie-Einstellungen Ihres Browsers ändern können, entnehmen Sie bitte unserer Cookie-Richtlinie. Akzeptieren

“Electric for All”

Doppelinterview mit...

...Thomas Ulbrich, Volkswagen Markenvorstand E-Mobilität und Christian Senger, Leiter Baureihe e-Mobility

Hr. Ulbrich, Hr. Senger, wofür steht “Electric for All”?

Thomas Ulbrich: Wir wollen das E-Auto populär machen und möglichst viele Menschen dafür begeistern. Das neue kommunikative Dach unserer Elektro-Offensive weist auf den Kern der Marke Volkswagen: Innovative Technologien für breite Schichten erreichbar zu machen. Das war so mit dem Käfer, das ist heute so mit dem Golf und das wird in Zukunft auch der ID. leisten.

Christian Senger: Mit dem Slogan „Electric for All“ läuten wir jetzt die heiße Phase des ID. Launches ein: Ab Montag geben wir den Medien in Dresden zum ersten Mal einen Einblick in die Serientechnologie.

Noch ist das Elektroauto eine Markt-Nische. Was fehlt denn, damit es sich durchsetzt?

Thomas Ulbrich: Im Prinzip gibt es heute zwei Sorten von E-Autos: Die einen bieten große Reichweiten und digitale Vernetzung, sind aber sehr teuer. Die anderen sind halbwegs bezahlbar, aber häufig nicht sehr attraktiv. Die Menschen wollen aber beides: Ein tolles E-Auto zu einem bezahlbaren Preis. Dann wird es sich auch durchsetzen. Und genau das werden wir mit dem ID. auf die Straße bringen.

Wie wollen Sie das erreichen?

Christian Senger: Mit dem Modularen E-Antriebsbaukasten haben wir eine eigene, speziell auf das E-Auto ausgelegte Plattform entwickelt. Die ID.-Modelle sind keine umgebauten Verbrenner, sondern hundertprozentige, kompromisslose E-Autos. Zudem werden sie immer online und upgrade- sowie updatefähig sein. Damit schöpfen wir die Möglichkeiten dieser Technologie optimal aus…

Thomas Ulbrich: …und schaffen zugleich riesige Skaleneffekte. Alleine in der ersten Welle werden rund 10 Millionen Konzernfahrzeuge auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten basieren. Der MEB ist das wirtschaftliche und technologische Rückgrat für das Elektroauto für alle.

Ist dem Kunden nicht egal, was für eine Plattform da jetzt drunter ist?

Christian Senger: Für den Kunden bietet eine spezielle E-Plattform wie der MEB gewaltige Vorteile. Wir können zum Beispiel größere Batterien verbauen, alleine dadurch erzielen wir sehr viel mehr Reichweite. Durch die flache Batterie im Boden liegt das Auto zudem super auf der Straße. Und auch der Innenraum fällt sehr viel großzügiger aus. Der ID. ist zum Beispiel außen so groß wie ein Golf, bietet innen aber so viel Platz wie ein Passat. Ich kann mir schon vorstellen, dass „made on MEB“ zu einem Qualitätsmerkmal für Volkswagen und E-Autos insgesamt wird.

Thomas Ulbrich: Wir fahren gerade die ersten Prototypen des ID. Ich kann Ihnen sagen: Christian Senger, sein Team und die Kollegen in der Entwicklung haben ein sensationelles Auto entwickelt.

Viele Hersteller arbeiten an E-Auto-Plattformen. Was macht Volkswagen anders?

Thomas Ulbrich: Volkswagen macht es konsequenter und innovativer als viele andere. Wir haben schon mit dem MQB gezeigt, dass wir zu den Plattform-Profis der Automobilindustrie gehören. Dieses Know-how und diese Strategie übertragen wir jetzt in das Elektrozeitalter. Alleine bis 2022 laufen bei uns weltweit 27 MEB-Fahrzeuge von vier Konzernmarken an, die Bandbreite reicht vom Kompaktauto bis zum Lifestyle-Bulli. Das ist in dieser Form schon einmalig.

Ende 2019 soll die Produktion des ID. in Zwickau starten. Wie weit sind Sie mit den Vorbereitungen?

Thomas Ulbrich: Wir sind voll im Zeitplan. Die Hardware ist fertig, die Verträge mit den Batterielieferanten sind unterschrieben und in Zwickau haben die Vorbereitungen auf den Produktionsstart begonnen. Die planerischen Vorarbeiten sind dort bereits komplett abgeschlossen. Jetzt wird erstmals richtig Erde bewegt. Anfang 2019 wollen wir die Vorserie im neuen Karosseriebau starten. Wir haben die Transformation von Zwickau in den nächsten eineinhalb Jahren in insgesamt elf Phasen eingeteilt. Aktuell sind wir in Phase Eins.

Herr Senger, Sie sagten es zu Anfang: Ab Montag geben Sie in Dresden einen ersten Einblick in die Serientechnologie des ID. Was ist Ihr Highlight dabei?

Christian Senger: Ganz klar das sogenannte „Rolling Chassis“, wir zeigen den ID. erstmals ohne Hut, also ohne Karosserie und Interieur, aber mit der gesamten Technologie vom Antrieb bis zur Batterie.