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„Volkswagen übernimmt Verantwortung für das Klima“

Der Volkswagen Konzern bekennt sich mit einem klaren Plan zu den Klimaschutzzielen von Paris. Die Begrenzung der Erderwärmung und der Wandel zur E-Mobilität gehören zu den wichtigsten Themen beim Handelsblatt-Autogipfel.

Michael Jost, Leiter Konzern Strategie Produkt und Chief Strategy Officer der Marke Volkswagen, machte zur Eröffnung des Autogipfels in der Autostadt in Wolfsburg klar, dass Volkswagen die Vision einer CO2-neutralen Mobilität fest im Unternehmen verankert hat. Es gehe nicht nur um Absichten für die Zukunft – Volkswagen ist schon auf dem Weg, betonte Jost. „Wir haben die Krise genutzt, um den Konzern neu auszurichten. Wir setzen unseren Plan um.“

Als Beispiel nannte Jost den kompakten Volkswagen ID.*, der ab 2019 in Zwickau gebaut wird. „Das Auto wird CO2-neutral an die Kunden übergeben.“ Möglich werde das mit Fokus auf  hohe Energieeffizienz und die Nutzung von Grünstrom in der Herstellungsphase einschließlich der Lieferkette. Zusätzlich werden unvermeidbare Emissionen durch Investitionen in den Waldschutz oder in die Aufforstung ausgeglichen. Auch in der Nutzungsphase kann das Auto CO2-neutral fahren, wenn sich der Kunde für die Nutzung von Grünstrom entscheidet.

50 neue Elektromodelle

Dabei ist der kompakte ID. nur ein Beispiel für den Ausbau der Elektromobilität. Bis 2025 erhöhen die Marken des Volkswagen Konzerns die Zahl der reinen Elektroautos von heute 6 auf mehr als 50 – darunter die gesamte ID. Familie auf Basis der neuen Elektro-Plattform MEB. „Wir starten  eine Modelloffensive, die die Welt elektrisch macht. Wir haben bereits 15 Millionen Fahrzeuge in harten Projekten“, sagte Jost. „Unsere Elektroautos sind keine Verzichtsautos, sondern Mehrwert- und Spaßautos. Darüber hinaus kommen sie zu einem bezahlbaren Preis auf den Markt.“ Für die Elektrifizierung plane der Konzern Investitionen von mehr als 30 Milliarden Euro.

Jost unterstrich, dass sich die Erderwärmung nur noch durch sofortiges Umsteuern auf das vereinbarte Maximum von zwei Grad begrenzen lässt. 25 Prozent der globalen Treibhausemissionen entfallen auf die Industrie, 14 Prozent entfallen auf den Transport. Die Mobilitätsbranche könne die Probleme nicht alleine lösen, solle aber vorangehen, sagte Jost. Dazu sei der Konzern bereit. „Volkswagen will nicht nur gesetzliche Vorgaben erfüllen, Volkswagen übernimmt gesellschaftliche Verantwortung für das Klima. Der Volkswagen Konzern bekennt sich zu den Pariser Klimazielen mit einem klaren Plan.“

CO₂-neutrale Flotte

Um das 2-Grad-Ziel einzuhalten, muss die gesamte Fahrzeugflotte ab dem Jahr 2050 CO2-neutral unterwegs sein. Was weit entfernt klingt, ist in Wahrheit sehr nah. Jost erläuterte den Fahrplan:

  • Um das Ziel zu erreichen, dürfen schon ab etwa 2040 nur noch CO2-neutrale Autos verkauft werden, da die Erneuerung der Flotte rund zehn Jahre dauert.
  • Das bedeutet, dass etwa 2033 der Produktionsstart für die letzten konventionellen Modelle ansteht.
  • Bereits ab etwa 2026 beginnt die Nutzung der letzten Generation konventioneller Fahrzeugplattformen. „Faktisch arbeiten unsere Kollegen bereits an dieser letzten Plattform“, so Jost.

Jost machte klar, dass kein Autohersteller allein die Elektromobilität zum Erfolgsmodell machen kann. So sei der Aufbau der Ladeinfrastruktur nur gemeinschaftlich zu bewältigen.

Oliver Zipse, Produktionsvorstand bei BMW, gab sich zuversichtlich, dass die Verbesserung der Ladeinfrastruktur rasch vorankommt. Inzwischen könne man damit Geld verdienen. Die Automobilindustrie engagiere sich ebenso wie die Energieversorger und die Kommunen. „Das wird sich entwickeln.“ Zusätzlichen Schub bekomme die Ladeinfrastruktur von der Produktseite. BMW plane für die kommenden Jahre eine Reihe neuer Elektromodelle, für die man auf eine flexible Fertigung setze. Zuvor hatte bereits der Vorstandsvorsitzende von ZF Friedrichshafen, Wolf-Henning Schneider, hohe Investitionen in Elektromobilität und Digitalisierung angekündigt.

Der Golf des Elektro-Zeitalters

Thomas Ulbrich, Vorstand für E-Mobilität der Marke Volkswagen, unterstrich, dass das Unternehmen die Elektromobilität mit der ID. Familie für Millionen Menschen attraktiv und erschwinglich machen werde. Die neuen Modelle würden die Möglichkeiten des E-Autos optimal ausschöpfen – etwa beim Design oder bei der Größe des Innenraums. Damit entstehe ein neuartiges Mobilitätserlebnis.

2022 werde das Unternehmen an 16 Standorten in drei Weltregionen Elektroautos herstellen, kündigte Ulbrich an. Bereits zweimal, mit dem Käfer und dem Golf, habe Volkswagen die Automobilbranche und die Mobilität der Menschen verändert. Er sei zuversichtlich, dass das ein drittes Mal gelinge. Ulbrich: „Auch der Golf des Elektro-Zeitalters wird ein Volkswagen sein.“

Verbrauchskennzeichnung

*Studie

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