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Am Puls der Digitalisierung

Die Zukunft der Mobilität

Im Volkswagen Electronics Research Laboratory finden die traditionelle Ingenieurskunst von Volkswagen und die digitale Aufbruchsstimmung des Silicon Valley zusammen. Hier wird die Zukunft der Mobilität gestaltet.

Digitale Aufbruchsstimmung

Wer das Silicon Valley besucht, landet in der Regel auf dem Norman Y. Mineta San José International Airport. Von dort sind es mit dem Auto circa 40 Minuten Fahrzeit bis zum Electronics Research Laboratory von Volkswagen, das sich auf halber Strecke zwischen San José und San Francisco befindet. Diese Route hat es in sich, passiert man auf ihr doch quasi die Geschichte der Digitalisierung – zumindest die der letzten, rasant verlaufenen 50 Jahre inklusive Internetrevolution. Wer nicht gleich auf den berühmten Highway 101 auffährt, sondern den kleinen Schlenker nach Cupertino wählt, kann dort den Hauptsitz des Digitalgiganten Apple bewundern. Der von Star-Architekt Norman Foster entworfene Apple Park ist mit seinem Durchmesser von fast 500 Metern kaum zu übersehen. Anschließend führt der Weg weiter durch Mountain View, wo sich der Hauptsitz von Google befindet, und vorbei an der Zentrale von Hewlett Packard in Palo Alto. Dort steht auch die vielgerühmte Stanford University, zu deren Absolventen unter anderem Marcian Edward Hoff zählt, der Erfinder des Mikroprozessors. Klar ist: Im kalifornischen San Francisco prägen ein außergewöhnlicher Ideenreichtum und Gründergeist die Arbeitskultur. Die einzigartige Vielfalt von Industrien, Start-ups, Kapitalgebern und jungen Talenten im Silicon Valley schaffen den Antrieb, die Zukunft zu gestalten.

Kreatives Miteinander

Digitaler Aufbruch ist überall sichtbar – da ist es nur konsequent, dass auch Volkswagen als Innovationstreiber der digitalen Mobilität, der Elektromobilität und des autonomen Fahrens hier mit dem Electronics Research Laboratory eine eigene Forschungseinrichtung betreibt. „Das Silicon Valley ist für mich ein wahrer Schmelztiegel gleichgesinnter und inspirierender Menschen. Es geht hier darum, neue Ideen zu teilen und den stetigen Gedankenaustausch zu pflegen – es geht vor allem um Zusammenarbeit“, erklärt Chuhee Lee, der am Electronics Research Laboratory als Vice President Technology & Strategy tätig ist. Dank dieses Potenzials scheinen technische Innovationen im Silicon Valley einfach etwas schneller zu gedeihen als im Rest der Welt. Es gibt aber noch weitere Faktoren, die das berühmteste Tal der Welt für Volkswagen attraktiv machen. Nikolai Reimer, der Leiter des Electronics Research Laboratory, sagt: „In dieser extrem kreativen und zukunftsorientierten Umgebung können wir bereits heute sehen, wohin sich die Gesellschaft entwickelt und welche Lösungen wir für die Mobilität von morgen liefern müssen.“ Reimer beschäftigt sich seit 16 Jahren mit Forschung und Entwicklung bei Volkswagen. Seit Mitte 2017 treibt er Innovationen im Silicon Valley voran.

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Spezialisten verschiedener Fachbereiche erforschen die Zukunft der Mobilität

Mit Innovationen den Wandel vorantreiben

„Unser Kernziel ist ‚innovate to drive change‘. Das Electronics Research Laboratory hat es in zwei Jahrzehnten geschafft, die richtigen Kooperationen einzugehen und die relevantesten Ideen zu konzentrieren“, sagt Nikolai Reimer. Das Labor ist seit seiner Gründung 1998 zu einem festen Bestandteil des Silicon Valley geworden. Heute arbeiten dort etwa 200 Experten aus den unterschiedlichsten Disziplinen: Ingenieure, Designer, Informatiker, aber auch Psychologen und Vertriebsexperten. Im Inneren des Electronics Research Laboratory wirkt nichts wie in einem klassischen Büro. Die Besprechungszimmer haben gemütliche Sitzgruppen und große Glaswände, Einfälle können mit speziellen Stiften direkt auf ihnen skizziert werden. Zwischen den Arbeitsplätzen liegen technische Gadgets und alle möglichen digitalen Geräte: Fitness-Tracker, Bluetooth-Lautsprecher, WLAN-Waagen und Bauteile, die mit 3D-Druckern hergestellt wurden. Gerade diese Prototypen stehen für die enorme Geschwindigkeit, mit der im Electronics Research Laboratory ausprobiert, verworfen und wieder neu justiert wird. Und natürlich für den Grundgedanken des Silicon Valley, nicht lange in der Theorie zu grübeln, sondern eine praktische Lösung abzuliefern. Oder wie Payton White, Head of Software Platforms, es formuliert: „Hier verschmelzen so viele verschiedene Disziplinen, verschiedene Menschen mit ihrem Ideenreichtum, um gemeinsam etwas zu entwickeln, was in die Produktion geht.“

Der Kundennutzen im Vordergrund

Im Electronics Research Laboratory werden oft unkonventionelle Lösungswege beschritten sowie verrückte Ideen und Visionen gefördert. Wenn der Kreativität dank durchlässiger Teamstrukturen und fachbereichsübergreifender Arbeitsweisen kaum Grenzen gesetzt sind, ist das Ziel immer ein serienfähiges Produkt mit echtem Kundennutzen. „Ein wirklicher Vorteil hier im Silicon Valley ist, dass wir ausbrechen und ein wenig verrückt sein können, um zu einer Lösung zu finden. Irgendwann fangen wir das Ganze aber wieder ein und entwickeln aus den Erkenntnissen ein greifbares Produkt für den Kunden“, sagt Ryan Williams, Leiter UX und Mechatronics am Electronics Research Laboratory. Denn der reine Kundennutzen – für Volkswagen ohnehin erste Priorität – trifft hier auf den visionären Ansatz, etwas wirklich Neues zu wagen, was dem Kunden noch besser gefallen und noch mehr Möglichkeiten bieten könnte als bisher. Und dabei geht es nicht immer nur um technische Lösungen, nicht einmal zwingend um das Fahrzeug selbst. „Wir arbeiten an zukünftigen Mobilitätslösungen für unsere Kunden“, sagt Nikolai Reimer. „Dabei betrachten wir eine ganzheitliche Kundenerfahrung. Die beginnt nicht erst im Auto, sondern schon viel früher. Wir möchten wirklich etwas bewirken. Und wir möchten etwas bewirken, das einen Unterschied macht.“ Dabei liegt der Fokus auf vernetzter Mobilität, autonomem Fahren und ganzheitlicher Nutzererfahrung. So soll das Fahrerlebnis verbessert und sinnvolle Innovationen vorangetrieben werden.

Über den Tellerrand hinausblicken

Die uramerikanische Idee, keine Limits zu akzeptieren, weder technische Barrieren anzuerkennen noch Grenzen im Denken hinzunehmen, beflügelt auch das internationale Volkswagen Team im Silicon Valley. Innovationen entstehen im Electronics Research Laboratory dann auf zweierlei Weise: Entweder entwickeln die Innovatoren Technologien weiter, die bereits im Fahrzeug vorhanden sind, oder sie blicken über den Tellerrand hinaus und probieren völlig neue Wege aus. Nikolai Reimer beschreibt die gegenwärtige Umbruchsphase durch die Digitalisierung als „eine der aufregendsten Epochen überhaupt“. Er sagt: „Die Autoindustrie wandelt sich vom Hersteller zum Dienstleistungsunternehmen.“ Das Electronics Research Laboratory liefert Hardware und Konzepte für diesen Wandel. Volkswagen hat diese Herausforderung angenommen und mit dem Electronics Research Laboratory mitten im Herzen des Silicon Valley einen Ort geschaffen, der nicht einfach nur die örtlichen Ideen kopiert, sondern sie mit der unternehmenseigenen DNA verschmelzen lässt und neu interpretiert. Wer nach dem Besuch des Electronics Research Laboratory in Belmont wieder in Richtung San José aufbricht und den Spuren der Digitalpioniere und Internetriesen begegnet, hat eines auf jeden Fall verstanden: Volkswagen ist längst ein Teil des Silicon Valley und somit auch des digitalen Wandels.