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Der e-Golf rollt und rollt und rollt

Jürgen Bäumer machte sich am 23. Dezember 2014 selbst das größte Weihnachtsgeschenk: Er kaufte einen der ersten e-Golf in Deutschland überhaupt. Und heute? Der Wagen rollt und rollt und rollt.

Jürgen Bäumer beim Laden seines e-Golf: Elf Autos sind im Fuhrpark der Firma, aber der e-Golf rollt am meisten.

111.111 Kilometer! So viel ist Jürgen Bäumer bisher mit seinem e-Golf bereits gefahren. Und das in nur viereinhalb Jahren. Der 53-jährige Unternehmer machte sich am 23. Dezember 2014 selbst das größte Weihnachtsgeschenk. Er kaufte für 36.000 Euro einen der ersten e-Golf in Deutschland überhaupt. Und heute? Der Wagen rollt und rollt und rollt.

Seit 1995 führt Jürgen Bäumer seine eigene Firma: Heizung, Sanitär, Elektro, Solar. 16 Mitarbeiter beschäftigt er am Sitz seines Unternehmens in Tecklenburg bei Osnabrück. Ihr Einzugsbereich umfasst 50 Kilometer in alle Himmelsrichtungen: Osnabrück, Melle, Georgsmarienhütte, Lengerich, Ibbenbüren. Inzwischen gibt es 3.500 Kunden.

„Wir sind spezialisiert auf energiesparende Heizsysteme, Solartechnik und stromerzeugende Heizungen. Auf unseren Autos steht: ‚Heizkosten halbieren‘.“

Vielleicht ist es der umweltfreundliche Anspruch seiner Firma, vielleicht aber auch nur die unbändige Neugier, die Bäumer immer wieder befällt. Jedenfalls wollte er damals „unbedingt und schnell“ einen der ersten e-Golf haben. „Ich fahre schon immer Volkswagen. Als es den e-Golf erstmals gab, musste ich ihn unbedingt haben. Denn ich stehe absolut auf neue Technik“, erklärt Bäumer. In der Familie gab es hingegen damals bei der Neuanschaffung des e-Golf ein wenig Skepsis. Ehefrau Annette, Tochter Sarah und die beiden Söhne Jannik und Robin fragten nach der Reichweite. Vor allem aber: Was passiere, wenn sie mit dem e-Golf wegen eines Defektes oder einer leeren Batterie liegen blieben? Bäumer versicherte: „Dann hole ich euch ab!“ Nach viereinhalb Jahren und 111.000 Kilometern ist das noch nicht ein einziges Mal vorgekommen. „Im Gegenteil“, so Bäumer: „Heute drängeln sich alle, den e-Golf fahren zu dürfen.“

Der e-Golf rollt am meisten

Jürgen Bäumer: „Jeden Morgen wird hart verhandelt: Wer bekommt den e-Golf?“

Von seinen elf Autos im Fuhrpark der Firma rollt der e-Golf am meisten. Zwar muss er, weil noch ein Fahrzeug der ersten Generation, alle 100 bis 150 Kilometer geladen werden. Aber die Wege zu den Baustellen sind nie länger als 50 Kilometer.

Und so findet nun wirklich jeden Morgen am Küchentisch der Familie Bäumer die „Große Verhandlung“ statt: Wer bekommt den e-Golf heute? Vater oder Mutter auf dem Weg zu den Einsatzorten? Tochter Sarah zum Reittraining? Einer der beiden Söhne zum Fitnessstudio? Oder nutzt ihn gleich die ganze Familie für einen Ausflug zum 53 Kilometer entfernten Alfsee? „Wir entscheiden täglich basisdemokratisch“, schmunzelt Bäumer. „Das Kriterium ist simpel: Wer den weitesten Weg hat, bekommt den e-Golf.“

Werkzeuge, Maschinen, Ersatzteile, Rohre – alles passt problemlos rein.

Der hat noch einen weiteren großen Vorteil: Der Sprit ist komplett umsonst. Denn Bäumers Tanken den e-Golf mit Solarstrom vom eigenen Dach. Und im Winter erzeugt ein eigenes Blockheizkraftwerk den Strom für den Betrieb des Autos.

Obwohl es privat noch Volkswagen Polo, Golf und Scirocco bei Familie Bäumer gibt: Den e-Golf lieben sie alle! Natürlich wegen seiner immensen Beschleunigung. Aber genauso wegen seiner Laufruhe. Sorge, liegen zu bleiben, hat längst niemand mehr in Bäumers Familie oder unter den Kollegen. Der Wagen ist praktisch: „Wir können zu fünft problemlos fahren, auch die Platzverhältnisse im Kofferraum entsprechen denen eines Verbrenners. Werkzeuge, Maschinen, Ersatzteile, Rohre, aber auch Sport- und Reitutensilien – alles passt hinein“, berichtet Jürgen Bäumer von seinen alltäglichen Erfahrungen.

Die Unterhaltskosten des e-Golf erfreuen Bäumers zusätzlich. „Für Inspektionen haben wir in den viereinhalb Jahren bisher insgesamt nur 350 Euro bezahlt. Bei einem Verbrenner wäre ich schon über 1.000 Euro losgeworden“ rechnet Bäumer vor.

„Noch nie hat mich der e-Golf im Stich gelassen“

Noch nicht ganz Feierabend: Tagesabrechnung im e-Golf

Weil der e-Golf eine Vollausstattung besitzt, nutzen die jüngeren Familienmitglieder auch gern seine Sound-Anlage. Für Jürgen Bäumer wiederum ist das Navi entscheidend, damit er seine Baustellen rasch findet. Auch im Winter gibt es keinerlei Einschränkungen beim e-Golf Fahren. „Ich nutze die Heizung, höre natürlich Radio und fahre ganz normal. Noch nie hat mich der e-Golf im Stich gelassen.“

Nicht nur für die Familie, auch für die Firma rollt der e-Golf am meisten von allen Autos im Fuhrpark. Während er auf monatlich 2.000 Kilometer kommt, fahren alle zehn weiteren Autos insgesamt nur 7.000 Kilometer im Monat.

Bäumer hat seinen e-Golf nie aktiv unter Freunden oder Kunden präsentiert. Wer ihn allerdings erkannte und fragte, bekam die Vorzüge des e-Golf zu hören – und durfte auch mal fahren. „Ich liebe ja Understatement. Aber aufgrund meiner Empfehlung haben sich dann auch zwei Freunde einen e-Golf gekauft.“

Für eine volle Batterie benötigt der e-Golf der ersten Generation fünf Stunden Ladezeit. Aber alle Familienmitglieder und Kollegen haben es sich längst angewöhnt, ihn zu laden, sobald sie auf Bäumers Hof fahren. So ist der e-Golf jederzeit einsatzbereit.

Video: Der e-Golf rollt und rollt und rollt

Bäumer will weitere Autos seines Fuhrparks auf E-Mobilität umstellen. Aktuell besitzt er außer dem e-Golf noch zwei Caddy, vier T5/T6, zwei Crafter und zwei Renault Traffic.

Bisher muss er jeden Monat 1.000 Euro für deren Dieselkosten aufbringen, 12.000 Euro im Jahr. „Dieses Geld will ich künftig sinnvoller einsetzen“, sagt Bäumer. Doch die Umstellung braucht Zeit.

Bäumer möchte bald ein zweites E-Auto von Volkswagen anschaffen. Er verfolgt sehr aufmerksam alle Berichte und Informationen zu den ID. Modellen. Ihn freut, dass es heute E-Auto-Prämien gibt. „Damals konnten wir davon nur träumen!“

Und weil Jürgen Bäumer immer gern fortschrittlich denkt und handelt, hat er auch noch eine kluge Idee: „Ich sehe den Vorteil von E-Autos vor allem für Pendler. Deren Entfernungen sind täglich berechenbar. Man sollte im Speckgürtel großer Städte mit Solarzellen überdachte Parkplätze einrichten. Dort könnten die Pendler am Tag ihr Auto bewacht abstellen und gleich nachladen, während sie selbst mit dem ÖPNV weiter in die Stadt zur Arbeit fahren. Abends dann wieder retour.“

Jürgen Bäumer ist nach viereinhalb Jahren e-Golf Fahren wirklich begeistert von dem Fahrzeug. „Ich würde ihn jederzeit wieder kaufen. Strom haben wir doch inzwischen reichlich. Ohne zu übertreiben: Er ist das Gold unseres Jahrhunderts.“