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Von Zwickau in die Zukunft

Von Zwickau aus startet der Volkswagen Konzern in die elektromobile Zukunft. Der sächsische Traditionsstandort macht den Anfang und ist Vorbild für viele weitere Werke.

Endlich ist es soweit, in Zwickau laufen die ersten Serienfahrzeuge des vollelektrischen Flaggschiffs ID.31 vom Band. Sobald die Fertigung komplett hochgefahren ist, sollen hier 1500 Autos täglich vom Band rollen. Ab 2021 werden jährlich 330.000 rein elektrische Autos „Made in Zwickau“ produziert. Bis zu sechs Modelle sollen am sächsischen Traditionsstandort gebaut werden, neben dem ID.3 und weiteren Modellen der ID. Familie auch Fahrzeuge der Schwesternmarken Seat und Audi. Insgesamt investiert der Volkswagen Konzern 1,2 Milliarden Euro in das hochmoderne Werk in Sachsen.

Auch die Werke in Emden und Hannover werden zu E-Standorten umgebaut. Zudem sind Dresden und Mlada Boleslav als europäische Elektro-Standorte vorgesehen. Zusammen mit Zwickau werden die Werke den  größten Verbund zur Produktion von E-Fahrzeugen in Europa bilden. Parallel entstehen zwei MEB-Werke in China, die 2020 die Produktion aufnehmen werden. In Anting startet die erste speziell für E-Autos designte Fabrik der Volkswagen Group China schon am 8. November mit der Vorserienproduktion des ID.3. Einen zweiten Standort wird es in Foshan geben. Darüber hinaus investiert der Volkswagen Konzern zur Erweiterung seiner Produktionskapazitäten 690 Millionen Euro in den Standort Chattanooga (USA). Insgesamt wird Volkswagen damit bis 2022 über acht Werke für die elektrisch angetriebenen Fahrzeuge verfügen.

Das ist auch nötig, schließlich will allein die Marke Volkswagen bis 2025 mehr als 20 reine E-Modelle auf den Markt bringen. Nach dem ID.3 sollen weitere Mitglieder der ID. Familie in Serie gehen: Das SUV ID. CROZZ2, der Bulli-Nachfolger ID. BUZZ2 sowie die Limousine ID. VIZZION2. Bis 2023 investiert die Marke Volkswagen rund neun Milliarden Euro in die Elektromobilität.

Die Ziele von Marke und Konzern sind ambitioniert. Nichts weniger als das E-Auto für alle hat sich Volkswagen auf die Fahnen geschrieben. Mehr als 34 Milliarden Euro steckt der Konzern dafür in den nächsten Jahren in seine E-Offensive. Bis 2025 sollen bis zu drei Millionen reine Elektro-Autos pro Jahr gebaut und verkauft werden. Die Gemeinschaftsunternehmen in China nehmen dafür über die kommenden Jahre noch einmal 15 Milliarden Euro in die Hand. Das Elektroauto soll auf der ganzen Welt für möglichst viele Menschen attraktiv und bezahlbar werden.

50 reine E-Modelle im Konzern

Konzernweit sollen bis 2028 fast 70 elektrifizierte Modelle auf den Markt kommen, darunter 50 reine Elektrofahrzeuge. Grundlage der E-Strategie ist der Modulare E-Antriebs-Baukasten, kurz MEB. Die eigens für das E-Auto geschaffene Technologie-Plattform schöpft die technischen Möglichkeiten der E-Mobilität voll aus und garantiert hohe Reichweiten, dynamisches Fahrverhalten sowie ein ganz neues Niveau der digitalen Vernetzung. Design und Innenraum können mit dem MEB flexibel gestaltet werden, vom Kompaktauto über SUVs bis zum Bus ist alles möglich. Damit werden Elektroautos erstmal in großen Volumina hergestellt. Das schlägt sich auf den Preis wieder – Elektromobilität wird dank Volkswagen für jedermann bezahlbar.

  • Batteriesystem-Fertigung startet in Braunschweig

    Jetzt nimmt die Fertigung der Batteriesysteme richtig Tempo auf: Am 8. November 2019 wird die neu errichtete Halle 32 A am Volkswagen Standort Braunschweig feierlich eingeweiht. Auf der überdachten Fläche, die so groß wie neun Fußballfelder ist, wird das Batteriesystem für den ID.3 gefertigt. Rund 2.000 Einheiten täglich – bis zu 500.000 pro Jahr – werden hier bald gefertigt und zur Fahrzeugproduktion nach Zwickau geliefert.
     
    Bereits seit 2013 baut der Standort Braunschweig seine Batteriekompetenz kontinuierlich aus, sowohl in der Entwicklung kompletter Systeme als auch in der Fertigung. Unter anderem werden hier Batteriesysteme für aktuelle Elektro- und Hybridfahrzeuge der Marke Volkswagen sowie für die LKW von Scania und MAN produziert.  Die langjährige Erfahrung und das Know-how sind auch in das neueste Batteriesystem für den MEB (Modularer E-Antriebs-Baukasten) eingeflossen. 
     
    Aktuell werden die bereits hergestellten MEB-Batteriesysteme einer mehrwöchigen Härteprüfung unterzogen und auf Herz und Nieren getestet. Die Ergebnisse fließen anschließend in die weitere Entwicklung ein. „Wir sind mitten im Wandel des Standorts. Auf der einen Seite arbeiten wir stringent an Produktivität und Wirtschaftlichkeit unserer Komponenten für konventionelle Fahrzeuge. Andererseits sind wir im Anlauf der MEB-Produkte. Mit Effizienz, Effektivität und Know-how treiben wir beide Stränge zum Erfolg“, sagte Werner Gose, Werkleiter Braunschweig. 

Der MEB bildet nicht nur die technische Grundlage für alle Modelle der ID. Familie von Volkswagen, sondern zusammen mit der PPE (Premium Platform Electric) auch für viele E-Autos weiterer Konzernmarken. Bis zum Jahr 2025 will Audi zwölf Modelle mit reinem Elektro-Antrieb in allen wichtigen globalen Märkten anbieten und rund ein Drittel seines Absatzes mit elektrifizierten Modellen erzielen. Mit dem e-tron3 läutete Audi seine Elektrifizierungs-Offensive bereits ein.

Auch für Porsche hat das Zeitalter der Elektromobilität begonnen. Kürzlich präsentierte der Stuttgarter Sportwagenhersteller mit dem Taycan sein erstes vollelektrisches E-Auto. Auch die spanische Konzerntochter SEAT setzt voll auf E-Mobilität und wird bis Anfang 2021 sechs Elektro- und Plug-in-Hybridmodelle vorstellen. Ähnlich leitet ŠKODA die Ära der Elektromobilität ein: Der tschechische Automobilhersteller plant bis zehn Elektromodelle, darunter sechs rein elektrisch angetriebene BEVs (Battery Electric Vehicles).

Bis 2028 sollen weltweit bis zu 15 Millionen Konzernfahrzeuge auf MEB-Basis hergestellt werden und erhebliche Skaleneffekte garantieren. Und weil der Konzern seine Technologien auch anderen Automobilherstellern zur Verfügung stellt, könnten es sogar noch viel mehr E-Autos auf MEB-Basis werden. Ford hat angekündigt, ab 2023 in Europa mindestens ein rein batterieelektrisches Fahrzeug in hoher Stückzahl anzubieten.

Die Zukunft fährt elektrisch. Den Auftakt hat Volkswagen mit dem Produktionsstart des ID.3 in Zwickau gemacht.

 

Verbrauchskennzeichnung

Das Fahrzeug wird noch nicht zum Verkauf angeboten
2 Studien
3 Stromverbrauch kombiniert: 23,7 kWh/100km; CO2-Emission kombiniert: 0 g/km; Effizienzklasse: A+