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Konzernkultur 2.0: transparent und wertebasiert

Das Programm Together4Integrity (T4I) stößt im Volkswagen Konzern einen Kulturwandel an. Workshops und Diskussionsrunden zeigen, wo der Konzern aktuell steht, ob und wie die etablierten Prozesse Wirkung entfalten.

Arno Antlitz und Tobias Heine heißen alle Teilnehmer zu Beginn des Together4Integrity-Workshops willkommen

„Wer ist der Meinung, dass wir diese Aktivitäten durchführen wegen der Dieselkriese?“, fragt Tobias Heine, Leiter des Programms Together4Integrity bei der Volkswagen AG. Zusammen mit Arno Antlitz, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen, steht Heine vor Mitarbeitern an einem Stehtisch. 

Fast alle der rund 100 Teilnehmer im Raum heben die Hand und schauen dabei ernst. Das Publikum, das an vielen einzelnen Tischen zusammensitzt, ist gemischt. Abteilungsleiter und IT-Mitarbeiter sind dabei – einige im Nadelstreifenanzug oder in weißer Bluse, andere im weißen T-Shirt oder im gestreiften Pullover. Was alle Mitarbeiter von Volkswagen in diesem Raum des Mobile Life Campus in Wolfsburg gemeinsam haben: Integrität und Compliance sind ihnen wichtig. „Wir haben in der Vergangenheit schmerzlich erfahren, wie wichtig Vertrauen ist und was es bedeutet, dieses Kapital zu beschädigen“, erklärt Antlitz mit Blick auf die Folgen der Dieselkrise. „Mit Together4Integrity wollen wir dieses Vertrauen zurückgewinnen. Wir möchten ein starkes Zeichen setzen, dass wir als ein Unternehmen wahrgenommen werden, das sein Wort hält.“

Volkswagen will nach der Dieselkrise wieder zu einem Vorbild für ein transparentes und wertebasiertes Unternehmen werden. Together4Integrity soll dabei helfen. Was dieses Integritäts- und Compliance-Programm beinhaltet und wo der Konzern in diesem Prozess steht? Ein Report.

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Together4Integrity: Kulturwandel im Volkswagen Konzern

Together4Integrity als Bestandteil von „TOGETHER 2025+“

Isabell Gorki war bereits beim letzten Workshop dabei. Der Sticker auf ihrer Teilnehmerkarte soll sie auch zukünftig im Alltag daran erinnern, integer und regelkonform zu handeln

Das Together4Integrity-Programm wurde im Frühjahr 2018 gestartet und besteht aus verschiedenen, konzernweiten Aktivitäten. Diese Aktivitäten beziehen sich auf die Themen Integrität, Compliance und auf Kultur sowie Werte innerhalb des Unternehmens. Es geht darum, ein Verständnis und die Motivation für Verhaltensänderungen zu schaffen. Konkret geht es um Dinge wie eine konstruktive Speak-up-Kultur. Ein offener Umgang mit Fehlern und Risiken sowie eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe – das soll zukünftig innerhalb des Konzerns verstärkt gelebt werden. 

Together4Integrity – kurz T4I, ist ein Teil von TOGETHER2025+, der Konzernstrategie für nachhaltige Mobilität von morgen. Die Initiative soll für eine Unternehmenskultur sorgen, die es jedem Mitarbeiter ermöglicht, jederzeit integer und regelkonform zu handeln. Teil des T4I-Programms sind sogenannte Wahrnehmungs-Workshops, mit denen Together4Integrity startete und endet – genau so einen Workshop leiten heute Arno Antlitz und Tobias Heine. Das Treffen soll zeigen, wo Volkswagen bei den Themen Integrität und Compliance im Berufsalltag steht, was bisher erreicht wurde und wo es noch Handlungsbedarf gibt. Gemessen wird das unter anderem durch eine anonyme Umfrage, die digital und in Echtzeit vor Ort durchgeführt wird. Die Ergebnisse werden direkt mit denen des ersten Workshops ein Jahr zuvor verglichen.

Eine Teilnehmerin des heutigen T4I-Workshops in Wolfsburg ist die 28-jährige Isabell Gorki aus dem Bereich IT-Sicherheit. „Es ist hilfreich, sich mit Kollegen aus anderen Bereichen auszutauschen – so bekommt man einen Blick dafür, wie es woanders aussieht und kann Tipps mitnehmen.“ Dass sich im Alltag bereits etwas im Verhalten geändert hat, kann sie bestätigen. „Jetzt sind die Themen Integrität und Compliance stärker in den Köpfen präsent und man handelt im Alltag bewusster. Jeder ist dem Thema gegenüber offener und aufmerksamer. Vor ein paar Jahren war das anders – jetzt hinterfragt man die Dinge stärker.“

Der zweite Wahrnehmungs-Workshop: Was hat sich geändert?

Zentrales Element des T4I-Workshops sind die Umfragen unter den Workshop-Teilnehmern. Dafür verbinden sich die Teilnehmer einfach über das Smartphone oder Tablet mit dem WLAN und loggen sich über den Browser in eine Anwendung ein. „Stimme nicht zu“, „Stimme eher zu“, „Weder noch“ – insgesamt können die Mitarbeiter zwischen sechs Optionen wählen, um abzustimmen. Schnell geht es los: Nachdem die Teilnehmer die Aussagen wie beispielsweise „Im Vergleich zur Vergangenheit fühle ich mich sicherer, Probleme und Missstände anzusprechen“ oder „Unsere Vorgesetzen leben das Verhalten vor, das sie von uns erwarten“ bewerteten, geht es in die gemeinsame Auswertung. „Meine Bitte an Sie: Lassen Sie uns ehrlich miteinander sein, denn nur so können wir wirklich verstehen, wo wir stehen und wo wir noch ansetzen müssen“, appelliert Arno Antlitz.

Integer handeln

Der Sachbearbeiter in der Qualitätssicherung, Maik Sohnemann, erklärt in einem Gespräch mit Kollegen: „Integer zu handeln und den Verhaltenskodex des Konzerns einzuhalten wird dann schwer, wenn Druck aufgebaut wird und es bestimmte Ziele zu erreichen gilt. Ich hätte kein Problem, Fehler bei meinen Vorgesetzen einzugestehen. Dennoch gibt es Kollegen, die eine solche Scheu haben. Sie sprechen Risiken und Fehler vielleicht nicht an, weil sie Angst vor möglichen Konsequenzen haben.

“In einer großen Diskussionsrunde gehen Antlitz und Heine auf die Aussage ein. „Wir müssen noch stärker eine Kultur entwickeln, in der wir aus Fehlern lernen um besser zu werden“, betont Antlitz.

Fazit der Veranstaltung

Das Ergebnis des Workshops zeigte, dass ein weiterer Schritt getan ist, Integrität und Compliance weiter im Berufsalltag zu verankern – der Prozess aber noch lange nicht abgeschlossen ist

Die meisten Werte haben sich im Vergleich zum ersten Workshop verbessert. Am Ende des Workshops ist Arno Antlitz zufrieden: „Wir wollen wieder zu einem Vorbild für ein modernes, transparentes und wertebasiertes Unternehmen werden. Was wir heute hier an offener Diskussion über unsere Werte, an Offenheit und Transparenz generell erlebt haben, stimmt mich zuversichtlich. Wir haben einen guten Überblick darüber erhalten, was wir bereits erreicht haben und woran wir noch arbeiten müssen.“

Vollends zufriedengeben sind alle Beteiligten trotz der guten Ergebnisse jedoch nicht. Denn allen ist bewusst: Die Unternehmenskultur überall auf der Welt zu ändern ist ein weiter Weg. Der allgemeine Tenor: Gut, dass es Workshops wie diesen gebe, der einer von bislang insgesamt 72 in 29 Ländern ist. Einigkeit herrscht jedoch schon jetzt bei einer Tatsache: Die Arbeit lohnt sich. Denn T4I schafft einen Arbeitsplatz, auf den man stolz sein kann – wieder. 

Drei Fragen an Tobias Heine, Leiter des strategischen Programms Together4Integrity

  • Warum ist Together4Integrity (T4I) wichtig?

    T4I ist wichtig, weil es uns hilft, eines der Ziele unserer Strategie „TOGETHER2025+“ zu erreichen. Wir wollen als Unternehmen ein Vorbild in Integrität und Compliance werden. Das bedeutet, dass wir jedem ermöglichen müssen, jederzeit integer und regelkonform handeln zu können. Wir wollen zeigen, dass wir unser Wort halten und das Vertrauen unserer Kunden in unser Unternehmen stärken.

  • Ist Together4Integrity bereits erfolgreich?

    Wir haben von rund 660.000 Beschäftigten an 122 Produktionsstandorten bis jetzt bereits mehr als 430.000 Mitarbeiter erreicht. 29 Personal-Prozesse und Instrumente wurden im Hinblick auf Integrität angepasst. Bis Ende 2019 haben wir insgesamt 209 Volkswagen Konzernunternehmen erreicht – ab 2020 und den Folgejahren soll T4I bei rund 500 weiteren Unternehmen gestartet werden. 

  • Wie könnte das Unternehmen nach der Umsetzung von „TOGETHER2025+“ aussehen?

    Zukünftig sollte es für jeden Einzelnen in unserem Konzern gelebte Praxis sein, dass wir kritische Situationen und Fehler offen ansprechen und gemeinsam Lösungen suchen, Risiken in unserem Arbeitsumfeld ernst nehmen und transparent und eindeutig zuordnen.