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Nachhaltigkeitsbeirat

Konzern Nachhaltigkeitsbeirat

Zur Unterstützung bei den Strategiethemen Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung berief der Volkswagen Konzern im September 2016 einen internationalen Nachhaltigkeitsbeirat. Die renommierten Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft beraten das Unternehmen bei den Themen nachhaltige Mobilität und Umweltschutz, gesellschaftliche Verantwortung und Integrität sowie Zukunft der Arbeit und Digitalisierung. Sie agieren unabhängig, sind nicht weisungsgebunden und mit weitgehenden Informations-, Konsultations- und Initiativrechten ausgestattet. Der Beirat trifft sich regelmäßig mit dem Konzernvorstand sowie der Belegschaftsvertretung und tauscht sich zudem mit dem Team des Monitors aus. Der Beirat steht dem Unternehmen beratend zur Seite und gibt Empfehlungen, welche Schritte aus seiner Sicht auf dem Weg zu einem weltweit führenden Anbieter nachhaltiger Mobilität notwendig sind.

In 2017 standen die weltweiten CO2-Regulierungen in der Automobilindustrie sowie der Transformationsprozess des Unternehmens im Mittelpunkt der Arbeit. Der Beirat initiierte und moderierte einen offenen Austausch zwischen Volkwagen Vertretern und NGOs im Rahmen von zwei Treffen (Stakeholder Roundtable) zu globalen Emissionsstandards im PKW- und LKW-Bereich. Darüber hinaus wurden drei Projekte auf den Weg gebracht: eine Dialogplattform zu Innovationen und Kulturwandel im Bereich nachhaltiger Mobilität, ein internationales Programm zur Eindämmung der Folgen des Klimawandels durch vorhersagenbasierte Katastrophenschutzfinanzierung und eine wissenschaftliche Studie zur zukünftigen verkehrspolitischen Rahmengestaltung im Einklang mit internationalen Klimazielen.

In 2018 lag der Fokus auf den Themen Zukunftspakt, Integrität und Kulturwandel sowie E-Mobilität. In diesem Kontext nahm der Beirat Einblick in die Roadmap E sowie zu den I.D. Modellen und nahm mit dem Konzernvorstand an den Future Mobility Days von Volkswagen teil. Desweiteren brachte der Nachhaltigkeitsbeirat die drei in 2017 beschlossenen Projekte in die Umsetzung und stieß drei weitere Initiativen an: ein Projekt zur nachhaltigen Batterielieferkette, eine Gastprofessur zu Open Labs und Kulturwandel sowie die Entwicklung eines umfassenden Nachhaltigkeitsnarratives.

Bei seiner sechsten Sitzung im Februar 2019 begrüßte der Nachhaltigkeitsbeirat das klare Bekenntnis von Volkswagen zum Pariser Klimaabkommen und zur CO2-Neutralität im Jahr 2050 sowie die ambitionierten Zwischenziele für 2025. Der Nachhaltigkeitsbeirat empfahl Volkswagen, seine Bemühungen zu Dekarbonisierung intern und extern umfassend zu kommunizieren und sich weiter in die öffentliche Debatte einzubringen. Weitere Schwerpunktthemen waren die Einbeziehung der Interessengruppen zur Unterstützung fortschrittlicher Regulierungsrahmen, die Stärkung sozialer Aspekte bei der Transformation und neue Anstrengungen bei Mobilitätsdiensten.

Neben der weiteren Umsetzung der laufenden Projekte wird sich der Beirat in 2019 den sozialen Aspekten der Mobilität sowie den Themen Dekarbonisierung und Mobilitätsdienstleistungen widmen.

Nach zwei Jahren Arbeit hat der Beirat im Dezember 2018 einen zusammenfassenden Zwischenbericht sowie seine Empfehlungsbriefe an den Vorstand veröffentlicht:

Dokumente

Oktober 2016 – Oktober 2018 – Ein kurzer Zwischenbericht
(Englisch)
13.12.2018
Schriftliche Empfehlungen des Nachhaltigkeitsbeirats zu Environmental Leadership
(Englisch)
25.06.2017
Schriftliche Empfehlungen des Nachhaltigkeitsbeirats zu Technologie-, Politik- und Kulturwandel
(Englisch)
22.03.2018
Brief von Dr. Herbert Diess an den Nachhaltigkeitsbeirat mit dem Wunsch nach Ausweitung der Zusammenarbeit
(Englisch)
18.05.2018
Erster Zwischenbericht des Volkswagen Nachhaltigkeitsbeirats
(Deutsch)
13.12.2018

„Die kürzlich erfolgte Ankündigung der Klimaneutralität entsprechend dem Pariser Abkommen ist ein Meilenstein und erhält unsere Anerkennung. Jetzt erwarten wir weitere Schritte in der Dekarbonisierung und im Dialog mit Interessengruppen, damit aus der Krise eine Chance wird.“

Georg Kell Sprecher des Nachhaltigkeitsbeirats

Projekte des Nachhaltigkeitsbeirats

Open Source Lab for Sustainable Mobility
Welche innovativen Ideen gibt es für nachhaltige Mobilität der Zukunft? Das Open Source Lab bietet eine Plattform für einen innovativen Dialog zwischen verschiedenen Stakeholdern über die nachhaltige Mobilität der Zukunft. Dabei will das Projekt innovative Szenarien in der Schnittstelle von Open Source und Mobilität ergründen und mögliche Ansätze mit Experten aus den unterschiedlichsten Disziplinen und Sektoren diskutieren. Was wäre, wenn… die Bürger selbst die Kontrolle übernehmen würden und der Verkehr allein durch ihre Bedürfnisse und basierend auf öffentlich verfügbaren Echtzeitdaten gesteuert würde? Ausführender Projektpartner ist das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Mehr zu dem Projekt finden sich in ihrem Blog unter: https://opensourcelab.dfki.de/
Projektstart: 06/2018
Laufzeit: 2018-2020

 

Transformation Towards Sustainable Transport Systems – The Next Generation Policies
Was sind effektive politische und gesetzliche Regelungen, um auch im Transportsektor dazu beizutragen, die Erderwärmung auf maximal 2 Grad zu begrenzen? Das Projekt erforscht unterschiedliche Politikansätze zur Dekarbonisierung der Mobilität. Dabei werden 1) die Wirkungen verschiedener Dekarbonisierungsstrategien, 2) die damit zusammenhängenden klimapolitischen und ökonomischen Herausforderungen, sowie 3) die Wirksamkeit verschiedener politischer Instrumente untersucht. Neu ist vor allem die Auswertung großer Datensätze. Projektpartner sind das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC), das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und das Paul Scherrer Institut (PSI). Mehr zu dem Projekt unter: https://www.mcc-berlin.net/next-generation-policies/mission.html
Projektstart: 06/2018
Laufzeit: 2018-2020

 

Forecast-based Financing – Combat Climate Change Impacts in Asia-Pacific
Wie kann man Menschen bereits vor dem Eintreten klimabedingter Naturkatastrophen schützen und helfen die Auswirkungen des Klimawandels auf gefährdete Regionen zu minimieren? Forecast-based Financing hat das Ziel, die Effektivität von Katastrophenschutzmaßnahmen zu steigern. Durch einen frühzeitigen Spendentransfer vor Katastropheneintritt können Menschen rechtzeitig geschützt und Hilfsgüter schon vorab bereitgestellt werden. Projektpartner sind das Deutsche Rotes Kreuz (DRK) und die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC). Mehr zu Forecast-based Financing unter: https://www.forecast-based-financing.org/de/ueber-fbf/
Projektstart: 03/2018
Laufzeit: 2018-2020

Die Mitglieder des Nachhaltigkeitsbeirates

  • Prof. Dr. Ottmar Edenhofer – Ko-Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung

    Prof. Dr. Ottmar Edenhofer ist Professor für die Ökonomie des Klimawandels an der Technischen Universität Berlin, Ko-Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC).

    Prof. Edenhofer (geboren 1961 in Bayern) studierte Wirtschaftswissenschaften und Philosophie an der Universität München. Er legte das Diplom in Wirtschaftswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität und den Bachelor of Arts in Philosophie an der Hochschule für Philosophie in München mit Prädikatsexamen ab. 1999 schrieb er seine Doktorarbeit in Wirtschaftswissenschaften (“summa cum laude”).

    Unter anderem ist er Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech, der Akademie der Wissenschaften in Hamburg, der International Association of Energy Economics (IAEE), Beiratsmitglied der Green Growth Knowledge Platform und Mitglied im Climate Change Advisory Council, Dublin (Irland) sowie Mitglied des Beirats der Carbon Mitigation Initiative CMI, Princeton (USA).

    Als einer der drei Vorsitzenden der Arbeitsgruppe III des Weltklimarates des IPCC von 2008 bis 2015 war Prof. Edenhofer mitverantwortlich für die Veröffentlichung des „Fifth Assessment Report - Mitigation of Climate Change“ im Jahre 2014.

    Ottmar Edenhofer veröffentlichte zahlreiche Artikel, u.a. in den Wissenschaftsmagazinen “Science”, “PNAS”, “Nature Climate Change” sowie in zahlreichen weiteren, hochkarätigen Umwelt-, Energie- und Wirtschaftspublikationen und -büchern.
     

  • Connie Hedegaard – ehemalige EU-Kommissarin für Klimaschutz

    Connie Hedegaard ist Vorstandsvorsitzende der Universität Aarhus und Vorstandsvorsitzende der KR Foundation, einer internationalen Klimastiftung. Von 2010 bis 2014 war Connie Hedegaard EU-Kommissarin für Klimaschutz und von 2004 bis 2009 dänische Ministerin für Umwelt und nordische Kooperation sowie für Klima und Energie.

    Connie Hedegaard wurde 1960 in Holbæk (Dänemark) geboren und schloss 1991 ihr Studium mit einem Master in Literatur und Geschichte ab. Sie startete ihre politische Karriere als Mitglied des Dänischen Parlaments für die konservative Volkspartei im Jahr 1984. Von 1990 bis 2004 arbeitete sie als Journalistin für verschiedene Medien, bevor sie ihre politische Karriere fortsetzte.

    Unter anderem ist Connie Hedegaard Vorsitzende des OECD Roundtable für Nachhaltige Entwicklung, Vorstandsmitglied der Unternehmen Danfoss und Nordex und Vorsitzende der Berlingske Media Group.

    Connie Hedegaard wurde mit dem Ebbe Munck Preis, dem Christian Listeners and Viewers Association Award, dem People’s Education Association Culture Award und dem National Press Club of Denmark Award ausgezeichnet.
     

  • Prof. Dr. Gesche Joost – Professorin für Designforschung an der Universität der Künste in Berlin

    Gesche Joost ist Professorin für Designforschung an der Universität der Künste Berlin und leitet seit 2005 das Design Research Lab. Gemeinsam mit internationalen Partnern entwickelt sie Forschungs- und Lehrprojekte in den Bereichen Mensch-Computer-Interaktion und Wearable Computing sowie nutzerzentriertes Design und Partizipation.

    Bis 2010 war sie Professorin für Interaction Design & Media an der Technischen Universität Berlin in Kooperation mit Telekom Innovation Laboratories. Als Gastprofessorin dozierte sie zu Gender & Design an der Fachhochschule Hildesheim und war Distinguished Research Fellow an der UTS Sydney im Jahr 2014. In 2009 erhielt sie den Nachwuchs-Wissenschaftspreis des Regierenden Bürgermeisters von Berlin.

    Sie arbeitet in verschiedenen Ausschüssen, unter anderem im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Designtheorie und -forschung e.V. und der Studienstiftung des deutschen Volkes. Sie ist Mitgründerin des gemeinnützigen Unternehmens Calliope, das sich für die digitale Bildung von Schulkindern in Deutschland einsetzt. Von 2014 bis 2018 war sie Internetbotschafterin (Digital Champion) für die Europäische Kommission. Seit 2015 ist sie Mitglied im Aufsichtsrat von SAP. Seit 2018 ist sie Mitglied im Aufsichtsrat von ING DiBa AG und Ottobock SE & Co. KGaA.
     

  • Georg Kell – Gründungsdirektor UN Global Compact

    Georg Kell ist Gründungsdirektor des United Nations Global Compact, der weltgrößten freiwilligen Nachhaltigkeitsinitiative von Unternehmen. Er war ebenso verantwortlich für die Gründung der Initiativen der Principles for Responsible Investment, der Sustainable Stock Exchange und der Principles for Responsible Management Education der UN.

    Georg Kell ist Vorsitzender von Arabesque, einem ESG (Environmental, Social, und Governance) Quant Fund, der mit selbst-lernenden quantitative Modellen und big data die Leistung und Nachhaltigkeit global gelisteter Unternehmen bewertet und in Investmentstrategien integriert.

    Georg Kell verfügt über Hochschulabschlüsse in Ökonomie und Ingenieurswissenschaft von der Technischen Universität Berlin. Nach seinem Studium startete er sein Postgraduiertenstudium und arbeitete als Forscher für das Fraunhofer Institut. Im Anschluss war er als Finanzanalyst tätig und bewertete Investmentportfolios multinationaler Unternehmen in Asien und Afrika. Georg Kell war Leiter des New Yorker Büros von UNCTAD und Senior Officer im Exekutivbüro des UN Generalsekretärs.
     

  • Yves Leterme – ehemaliger stellvertretender Generalsekretär der OECD und ehemaliger Premierminister von Belgien

    Yves Leterme ist Generalsekretär des International Institute for Democracy and Electoral Assistance (IDEA), ehemaliger Vorsitzender der Christian Democratic and Flemish Party (CD&V) in Belgien und Mitglied der belgischen Abgeordnetenkammer.

    Yves Leterme wurde 1960 in Wervik (Belgien) geboren und studierte Politik- und Rechtswissenschaften an der Universität Leuven und der Universität Gent.

    Yves Leterme bekleidete unterschiedliche politische Ämter in Belgien auf verschiedenen Ebenen und Fachgebieten der Regierung: Er ist ehemaliger Belgischer Premierminister, ehemaliger Bundesminister für auswärtige Angelegenheiten und Außenhandel in Belgien sowie ehemaliger Ministerpräsident der Region Flandern. Während seiner Amtszeit als Premierminister hielt Belgien den Ratsvorsitz der Europäischen Union. Aktuell ist Yves Leterme Staatsminister. Von 2011 bis 2014 war er als stellvertretender Generalsekretär der OECD verantwortlich für die Gebiete Sozialpolitik, Arbeit, Gesundheit und kleine und mittlere Unternehmen. Vor seinem Eintritt in die nationale Politik arbeitete Yves Leterme als Wirtschaftsprüfer am Nationalen Rechnungshof sowie als Verwaltungsbeamter beim Europäischen Parlament.

    Darüber hinaus ist Yves Leterme Chefermittler „Financial Fairplay“ der UEFA, Mitglied des Aufsichtsrates der Tele Columbus AG und Juror des European Business Award.
     

  • Margo T. Oge, ehemalige Direktorin Transportation Air Quality, US Environmental Protection Agency (EPA)

    Margo T. Oge ist ehemalige Direktorin des Office of Transportation Air Quality der Amerikanischen Umweltschutzbehörde (U.S. Environmental Protection Agency (EPA)), in der sie 32 Jahre lang tätig war. Sie war die Hauptarchitektin einiger der wichtigsten Errungenschaften bei der Verringerung der Luftverschmutzung durch Pkw, Lkw, Lokomotiven und Schiffe. Sie leitete die Umsetzung der ersten nationalen Treibhausgasemissionsnormen der EPA für Pkw und schwere Nutzfahrzeuge, um die Kraftstoffeffizienz bis 2025 zu verdoppeln und die Treibhausgasemissionen um 50 Prozent zu reduzieren.

    Margo T. Oge ist Autorin des Buches „Driving the Future: Combating Climate Change with Cleaner, Smarter Cars”. Desweiteren ist Margo T. Oge Destinguished Fellow der ClimateWorks Foundation. Sie ist Stellvertretende Vorstandsvorsitzende von DeltaWing Technologies, Mitglied des Vorstandes der National Academies of Science on Energy and Environment Systems, Mitglied der Union of Concerned Scientists (UCS), des International Council on Clean Transportation (ICCT), sowie Beiratsmitglied der National Academies of Science für das U.S. Global Climate Change Research Program. Außerdem ist sie Beraterin von Square Roots, einem Life Science-Unternehmen.

    Margo T. Oge wurde in Athen (Griechenland) geboren und besitzt einen Masterabschluss in Ingenieurswissenschaften der University of Massachusetts at Lowell.

    Margo T. Oge erhielt jeweils einen Presidential Award der Präsidenten Bill Clinton und George W. Bush sowie zahlreiche Umwelt- und Industrieauszeichnungen.
     

  • Prof. Ye Qi, Director des Instituts für Public Policy der Hong Kong University Science and Technology

    Ye Qi ist Professor für Public Policy und Direktor des Institute of Public Policy an der Hong Kong University Science and Technology. Bevor er im Januar 2019 zu HKUST kam, war er Cheung Kong-Professor für Umweltpolitik und -management an der School of Public Policy and Management der Tsinghua University in Peking und Volkswagen-Professor für Nachhaltigkeit am Schwarzman College. Von April 2014 bis Januar 2019 war er Senior Fellow an der Brookings Institution und Direktor des Brookings-Tsinghua Center for Public Policy. Von 2002 bis 2005 wurde er zum Cheung Kong Professor für Umweltwissenschaften an der Beijing Normal University ernannt. Bevor er 2003 nach China zurückkehrte, unterrichtete er von 1996 bis 2003 Ökosystemmanagement und Klimawandelwissenschaften an der Fakultät für Umweltwissenschaften, Politik und Management der University of California in Berkeley. Im Jahr 1994 schloss Ye Qi seine Promotion in Umweltwissenschaften mit einem Doppel-Abschluss des College of Environmental Science and Forestry der State University of New York sowie der Syracuse University ab.

    Seine Forschungsbereiche umfassen die Governance und Politik für Umwelt, Energie, Klimawandel und Urbanisierung. Sein aktueller Forschungsschwerpunkt liegt auf der Energiewende und kohlenstoffarmen Entwicklung in einer sich schnell urbanisierenden Welt. Ye Qi leitete Chinas ersten kohlenstoffarmen Entwicklungsplan für die Stadt Baoding. Seit 2010 leitet er die Forschung und das Verfassen des Jahresberichts zur kohlenstoffarmen Entwicklung in China. Er hat über 200 Veröffentlichungen in von Fachleuten geprüften Zeitschriften, Büchern, Zeitungen, Think Tank-Outlets und anderen Magazinen.
     

  • Michael Sommer, ehemaliger Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)

    Michael Sommer ist stellvertretender Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung, Kuratoriumsmitglied der VolkswagenStiftung und ehemaliger Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

    Michael Sommer wurde 1952 in Büderich (Deutschland) geboren. Er studierte Deutsch und Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und besitzt einen Abschluss in Politikwissenschaft. Von 1980 bis 1993 war er Gewerkschaftssekretär in verschiedenen Positionen der Deutschen Postgewerkschaft in Bremen und Frankfurt/Main. Anschließend war er Mitglied des geschäftsführenden Vorstands und stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Postgewerkschaft sowie stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Ver.di. Von 2002 bis 2014 war Michael Sommer Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und – zwischen 2010 und 2014 – Präsident der International Trade Union Confederation.

    Seit 2000 ist Michael Sommer Mitglied des Aufsichtsrates der Deutschen Telekom. Seit 2016 ist Michael Sommer zudem Mitglied des Verwaltungsrates sowie Vorsitzender des Finanzausschusses des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF). Er erhielt das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland sowie das Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
     

  • Elhadj As Sy, Generalsekretär der Internationalen Rotkreuz-Rothalbmond-Föderation (IFRC)

    Elhadj As Sy ist Generalsekretär der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC). Diese Führungsrolle begann er am 1. August 2014 und hat seinen Sitz im IFRC-Sekretariat in Genf, Schweiz.

    Herr Sy verfügt über umfangreiche Erfahrung in Führungspositionen im humanitären Sektor, nachdem er zuvor mehr als 25 Jahre lang in leitenden Funktionen für UNICEF, UNAIDS, den Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria und andere Organisationen tätig war.

    Vor seinem Einstieg bei der IFRC - dem weltweit größten humanitären Netzwerk - war Herr Sy Direktor für Partnerschaften und Ressourcenentwicklung bei UNICEF in New York. Er arbeitete zudem als UNICEF-Regionaldirektor für Ost- und Südafrika und als Global Emergency Coordinator für das Horn von Afrika.

    Von 2005 bis 2008 war Herr Sy Direktor für HIV/AIDS Practice beim Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) in New York. Davor arbeitete er für den Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria als Regionaldirektor für Afrika und später als Direktor für operative Partnerschaften und Länderunterstützung in Genf. Herr Sy war auch als UNAIDS-Repräsentant in New York und Direktor des New Yorker Verbindungsbüros tätig.

    Von 1988 bis 1997 war er Direktor für Gesundheits- und Entwicklungsprogramme mit Umwelt- und Entwicklungsmaßnahmen in der Dritten Welt in Dakar, Senegal.

    Herr Sy hat einen Bachelor-Abschluss in Kunst- und Humanwissenschaften von der University of Dakar. Anschließend absolvierte er ein Masterstudium in Kunst und Germanistik an der Universität Graz und schloss sein Studium an der Diplomatischen Akademie in Wien ab. Er erhielt außerdem ein Postgraduiertendiplom in Erziehung von der École normale supérieure in Dakar. Er spricht Englisch, Französisch und Deutsch und ist senegalesischer Staatsbürger.