Parklenkassistent
Touran wird als erster Volkswagen halbautomatisch Parken
Parklenkassistent scannt die Lücke ab und fädelt den Wagen ein
Assistierter Parkvorgang ist nach 15 Sekunden abgeschlossen
Parklenkassistent scannt die Lücke ab und fädelt den Wagen ein
Assistierter Parkvorgang ist nach 15 Sekunden abgeschlossen
Wolfsburg, 04. Juli 2006
Dem oft anstrengenden Suchen einer City-Parklücke folgt nicht weniger häufig das umständliche Einfädeln des Autos in die Parkraumfläche. Manch freier Parkplatz wird eventuell gar nicht erst angenommen, weil er vermeintlich zu klein oder zu eng ist. Tatsächlich wünschen sich viele Autofahrer ein assistiertes, komfortables und sicheres Einparken. Als Komponenten sind dabei Ultraschallsensoren zum Vermessen der Parklücke, zusätzliche Steuergeräte und Software sowie eine entsprechende Aktuatorik erforderlich. Im Verbund werden die Systeme als Parklenkassistent (PLA) künftig dafür sorgen, dass jeder Autofahrer entspannt die kleinste Parklücke ansteuern kann. Als erster Volkswagen wird der Touran mit PLA zur Verfügung stehen.
Der Touran scannt mit 30 km/h die Parklücken ab
Im Suchmodus – das Fahrzeug darf hier bis zu 30 km/h schnell sein – erfasst die Ultraschallsensorik während der Vorbeifahrt die Dimensionen der parallel zur Fahrbahn ausgerichteten Parklücke sowie mögliche Hindernisse (z.B. Poller). Die Parklücke kann sich dabei sowohl am linken als auch rechten Straßenrand befinden. Nach dem Auswerten der Sensordaten und dem Erkennen der Parklücke berechnet das System automatisch den idealen Weg zum Parken des Autos. Per Knopfdruck teilt der Fahrer seinen Einparkwunsch mit; jetzt erhält er die notwendigen Informationen über die Parklücken und den Einparkvorgang. Im Folgenden schaltet der Fahrer durch das Einlegen des Rückwärtsganges die Lenkassistenz hinzu; das Auto fädelt im Rückwärtsgang in die zur Verfügung stehende Fläche ein. Der Fahrer muss während des gesamten Parkvorgangs – der in rund 15 Sekunden abgeschlossen wird – nur noch Gas geben und bremsen, das Lenken wird automatisch vom Fahrzeug übernommen.
Rückwärtsgang einlegen, Hände vom Lenkrad und los geht es
Der Parklenkassistent besteht im wesentlichen aus zwei Ultraschallsensoren in den Stoßfängern und einem Steuergerät. Die beiden Ultraschallsensoren scannen bei Vorwärtsfahrt ständig die Fahrer- und Beifahrerseite. Die Sensoren registrieren bis zu einem maximalen Abstand von 1,5 Metern zuverlässig geparkte Autos respektive Parklücken. Aus Sicherheitsgründen Gründen reagiert das System nicht auf andere Gegenstände wie beispielsweise Bäume, Poller oder Laternenmasten. Um eine Gefährdung zu vermeiden, kann in diesem Fall der assistierte Parkvorgang nicht eingeleitet werden.
Unter Verwendung der Weginformationen der Raddrehzahlsensoren berechnet das Steuergerät exakt die Größe der Parklücke und die aktuelle Position des Volkswagen. Damit das Auto in einem Zug rückwärts eingeparkt werden kann, muss die Größe der Parklücke 1,4 Meter Länger als das zu parkende Auto sein. Mit dem Setzen des Blinkers in die entsprechende Richtung signalisiert der Fahrer dem System, auf welcher Straßenseite er einparken möchte. Über eine intuitiv verständliche Darstellung in der Multifunktionsanzeige dirigiert der PLA den Fahrer in die exakte Ausgangsposition. Zusammen mit Informationen über den Lenkwinkel (via Daten der elektromechanischen Servolenkung) verfügt das Steuergerät nun über alle notwendigen Messgrößen, um den optimalen Parkvorgang innerhalb von Sekundenbruchteilen zu berechnen. Nach Einlegen des Rückwärtsgangs steuert das PLA-Steuergerät den Servomotor der elektromechanischen Servolenkung an und lenkt das Fahrzeug eigenständig in die Parklücke. Alles was der Fahrer dabei zu tun hat, ist die Hände vom Lenkrad zu nehmen und Gas zu geben beziehungsweise zu bremsen. Sobald die Geschwindigkeit beim Einparken höher als sieben km/h ist oder Fahrer selbst lenkt, wird das assistierte Parken ebenso unterbrochen.