Touareg Stanley
Grundlage für die Fahrerassistenz der Zukunft
Sand so weit das Auge reicht. Mittendrin ein Touareg. Nein, hier geht es nicht um ein afrikanisches Volk und auch nicht um eine Erfolgsgeschichte von der Rallye Dakar. Es geht um Stanley, einen Volkswagen Touareg, der auch ohne Fahrer bestens zurechtkommt. Dessen verantwortungsvollen Job erledigen die zahlreichen Hightech-Systeme, die er an Bord hat.
Stanley ist ein selbstfahrendes Labor, das konstruiert wurde, um die Technik der Zukunft zu testen und weiterzuentwickeln. Unterschiedliche Sensoren und ein Verbund von vier Laser-Detektoren erfassen ungezählte Einzeldaten. Zusätzlich gibt es Stereo-Sichtgeräte, hoch entwickelte 24-Gigahertz-Radaranlagen und ein besonders exakt arbeitendes satellitengestütztes Navigationssystem, mit dessen Hilfe Stanley nicht nur seine Position zu jedem Zeitpunkt der Fahrt exakt bestimmt, sondern auch den optimalen Weg zum vorgegebenen Ziel berechnet. Die Bewältigung der Informationsflut übernimmt ein mit sieben 1,6-Gigahertz-Prozessoren ausgerüstetes Rechenzentrum im Kofferraum dieses Touareg. Die eigens zu diesem Zweck entwickelte Software berechnet notwendige Geschwindigkeits- und Richtungsänderungen und ist letztlich dafür verantwortlich, dass Stanley sein Ziel sicher erreicht.
Sieger der Grand Challenge
Wie schnell er das schafft, hat der in Kooperation mit der Volkswagen Forschung in Wolfsburg, der Stanford University und dem Volkswagen Electronics Research Laboratory in Palo Alto entwickelte Touareg bei der Grand Challenge 2005, einem Rennen für automatische Automobile, eindrucksvoll gezeigt. Stanley erreichte nach 220 Kilometern und knapp sieben Stunden Fahrt durch die Mojave-Wüste bei Las Vegas den ersten Platz.
Obwohl Stanley mit all seinen Fähigkeiten seiner Zeit weit voraus ist, steht er heute im Museum, genauer gesagt, im Smithsonian National Museum of American History in Washington DC, dem größten Technikmuseum der Welt. Das liegt zum einem an seiner Einmaligkeit, die ihn zur weltweit begehrten Attraktion macht, und zum anderen an einem noch besseren Nachfolger (Junior). Außerdem lässt sich an diesem Touareg gut nachvollziehen, was Volkswagen-Käufer in Zukunft von ihren Fahrzeugen erwarten dürfen. Mit der automatischen Distanzregelung oder dem ESP plus Lenkempfehlung sind manche schon vertraut, doch mithilfe von Stanley und seinen Nachfolgern wurden und werden weitere Fahrerassistenzsysteme erforscht und entwickelt, die noch mehr Sicherheit und Komfort bieten.