Globalisierung

Verantwortliches Wachstum

Die Wachstumspotenziale der Globalisierung verantwortungsvoll zu nutzen, ist eine der größten Herausforderungen international orientierter Unternehmen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen neue Märkte erschlossen und die Produktivität an allen Standorten permanent verbessert werden. Die europäische Automobilbranche konkurriert dabei mit asiatischen und amerikanischen Herstellern. Während die Märkte in Europa und USA weitgehend gesättigt sind, liegen in den Schwellenländern und hier besonders in den so genannten BRIC Staaten – Brasilien, Russland, Indien und China – die größten Zukunftschancen für die Autoindustrie. Um diese Märkte zu erschließen, ist es wichtig, in eigenen Produktionsstätten vor Ort zu landesüblichen Kosten Modelle zu fertigen, die speziell auf die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung zugeschnitten wurden.

Weltweite Mindeststandards
Die Bedingungen, unter denen global agierende Unternehmen in den Schwellen- und Entwicklungsländern produzieren, werden sehr genau von der Öffentlichkeit beobachtet. Denn in diesen Ländern sind in der Regel die Umwelt- und Sozialstandards im Vergleich zu den Industrienationen deutlich geringer. Für den Volkswagen Konzern ist es aber von Anfang an selbstverständlich gewesen, nicht nur seine Geschäftsbeziehungen zu globalisieren, sondern konzernweit soziale und ökologische Mindeststandards zu setzen. Die Grundsätze der Umwelt- und Arbeitsschutzpolitik wurden für alle Standorte festgeschrieben. Die Volkswagen Sozialcharta, die auf den Grundsätzen der International Labour Organisation (ILO) basiert, gilt für alle Standorte gleichermaßen.

Dabei übernimmt der Volkswagen Konzern auch Mitverantwortung für seine gesamte Lieferantenkette. Im Jahr 2006 wurde ein Partnerschaftsmodell umgesetzt, in dem sich Lieferanten global zur Einhaltung ökologischer und sozialer Mindeststandards bekennen.

So wollen wir einen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften weltweit leisten und gleichzeitig unsere Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Flagge zeigen
Der Volkswagen Konzern hat früher als andere die Chancen einer internationalen Ausrichtung erkannt. Vor mehr als 50 Jahren, als noch keiner von Globalisierung gesprochen hat, wurde die erste Niederlassung in Südamerika eröffnet. Und 1959 wurde in São Paulo in Brasilien das erste Volkswagen-Werk außerhalb Deutschlands eingeweiht. Heute werden in Südamerika insgesamt 12 Prozent der Gesamtproduktion gefertigt.  Weitere 12 Prozent der Produktion stammen vom wichtigen asiatischen Markt.

Steigerung der Produktivität
Dennoch fühlt sich der Volkswagen Konzern als traditionell im europäischen Markt verwurzeltes Unternehmen den dortigen Standorten besonders verpflichtet. Bis heute werden knapp 70 Prozent der Volkswagen-Produkte in Europa gefertigt.

Wegen des verschärften Kostendrucks in den vergangenen Jahren wurden an den deutschen und europäischen Märkten umfassende Restrukturierungsmaßnahmen notwendig. Unternehmensprozesse wurden verbessert, die Arbeitsproduktivität gesteigert, Synergien geschaffen.

Vor allem durch das ForMotion-Programm und dem Nachfolger ForMotion Plus (seit Anfang 2006) kann der Volkswagen Konzern heute auf wichtige Erfolge bei der Prozessoptimierung und Kostenreduzierung verweisen.