Nachhaltigkeit als Business Case

Nachhaltigkeit als Chance – vom Kostentreiber zum Business Case

Die Notwendigkeit einer nachhaltigen gesellschaftlichen Entwicklung ist heute weltweit akzeptiert. Vor allem die Wirtschaft, darunter die Automobilindustrie, wird zunehmend in die Pflicht genommen, nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Unternehmen, denen es gelingt, diese Anforderungen zu erfüllen und Nachhaltigkeit „pro-aktiv“ zum Business Case zu machen, statt sie wie früher ausschließlich als Risiko- und Kostenfaktor anzusehen, bietet sich die Chance, ihre Wertschöpfung deutlich zu verbessern. Denn eine nachhaltige Unternehmensstrategie bedeutet mehr Effizienz in der Produktion, sie ermöglicht innovativere Produkte und stellt damit auf vielen Märkten einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil dar.

Innovativer Leichtbau beim Ein-Liter-Auto

Nachhaltigkeit als Konzernwert
Der Volkswagen Konzern hat sich diese Einsicht frühzeitig zu Eigen gemacht. In unserer Strategie haben wir die Geschäftspolitik auf nachhaltige Erfolgs- und Ertragsgenerierung hin ausgerichtet, transparente und konzernweit einheitliche Prozesse etabliert und Nachhaltigkeit zu einem der sieben zentralen Konzernwerte erhoben. Schwerpunkt ist der verantwortliche Umgang mit den Mitarbeitern. Deren Qualifikation und persönlicher Einsatz werden mit dem anhaltenden Trend zur Technologisierung in zunehmendem Maße zum Wettbewerbsvorteil. Mit attraktiven Arbeitsbedingungen und einem sicheren, gesundheitsfördernden Arbeitsumfeld schaffen wir die Bedingungen dafür.

Integrierter Umweltschutz
Der Volkswagen Konzern bekennt sich darüber hinaus zum integrierten Umweltschutz. Dieser erstreckt sich auf den gesamten Lebenszyklus der Produkte einschließlich der Fertigungsprozesse. Wir schulen unsere Mitarbeiter, honorieren ihr persönliches Umweltengagement und überprüfen laufend den Ressourcenverbrauch unserer Produktionsstätten auf der ganzen Welt. Dieser verantwortungsvolle Umgang mit unseren Ressourcen schützt letztlich nicht nur die Umwelt, sondern spart auch Kosten.

Innovationsführerschaft
Vor allem sind es attraktive, innovative, preiswerte und sparsame Fahrzeuge, mit denen wir in Zukunft wichtige Wettbewerbvorteile sichern können. Damit werden wir auch in den Volumenmärkten der Zukunft Erfolg haben. Nicht zuletzt darum haben wir 2006 Modellinitiativen wie zum Beispiel „BlueMotion“ bei der Marke Volkswagen und Anfang 2007 die  „e“-Modelle bei Audi gestartet. Bereits 1989 realisierte unsere Konzerngesellschaft Audi mit der 1. Generation des Audi duo einen Hybridantrieb. 1998 kam mit dem Lupo 3L das weltweit erste Drei-Liter-Auto auf den Markt, 2001 der A2 1.2 TDI von Audi, das erste viertürige Drei-Liter-Auto. Den ersten Prototyp eines Ein-Liter-Autos stellten wir 2002 vor. Bei den Kraftstoffen verfolgen wir eine Diversifi-zierung der Energiequellen und betreiben die Ablösung fossiler Energieträger durch CO2-arme und schließlich CO2-neutrale Kraftstoffe. Bei den Antrieben streben wir kurzfristig die Effizienzführerschaft in der jeweiligen Fahrzeugklasse und langfristig die Elektrifizierung an. Mit dieser Unternehmenspolitik und einem breiten Portfolio von Fahrzeugen aller Klassen wird es uns gelingen, die Führungsrolle als nachhaltiger Automobilhersteller weiter auszubauen.