Beschäftigung

Wettbewerbsfähigkeit sichert Beschäftigung

Wettbewerbsfähigkeit ist die Grundlage der Beschäftigungssicherung, denn nur erfolgreiche Unternehmen können auch Arbeitsplätze sichern. Der Volkswagen Konzern ist sich dieser Herausforderung bewusst. Mit unserem Programm ForMotion Plus stellen wir konzernweit alle Produkte und Prozesse erneut auf den Prüfstand. Vorstand und Gesamtbetriebsrat der Volkswagen AG unterzeichneten 2006 beispielsweise die Betriebsvereinbarung „Volkswagen Weg“. Ziel ist es Unternehmensprozesse zu verbessern, Arbeitsproduktivität zu steigern und Synergien stärker zu nutzen. Ein bedeutender Faktor war in diesem Zusammenhang die Einführung innovativer Arbeitsplatzmodelle sowie die Rückkehr zur Fünf-Tage-Woche ohne direkten Lohnausgleich.

Mitarbeiter werden beteiligt
Als Teilkompensation für den fehlenden Lohnausgleich beinhaltet der im Oktober 2006 für die Werke der Volkswagen AG in Deutschland vereinbarte Tarifabschluss unter anderem ein neues Modell der Ergebnisbeteiligung für die Mitarbeiter. Die an die Beschäftigten ausgeschütteten Beträge können – abhängig vom Unternehmensergebnis – zukünftig deutlich über den Beträgen vergangener Jahre liegen. Elemente einer leistungs- und erfolgsabhängigen Vergütung sind auch bei der Auto 5000 GmbH tariflich festgeschrieben. Jeder Mitarbeiter wird dort an der erwirtschafteten Rendite beteiligt. Im Rahmen eines individuellen Leistungsbeurteilungsbonusses werden 60 bis 140 Prozent einer Bonussumme ausgeschüttet. Maßgeblich für eine individuelle Leistungszulage ist unter anderem die Arbeitsqualität sowie die Flexibilität und Effektivität des einzelnen Beschäftigten.

Abfindungen und Altersteilzeit
Personalanpassungen, wie sie 2006 auf Grund der Restrukturierungsmaßnahmen bei der Volkswagen AG notwendig wurden, sind nach dem Prinzip der doppelten Freiwilligkeit vorgenommen worden. Alle Tarifmitarbeiter erhielten ein Angebot, das Unternehmen auf Basis eines Aufhebungsvertrags zu verlassen. Der jeweiligen Entscheidung gingen umfangreiche Gespräche mit den betroffenen Mitarbeitern voraus. Darüber hinaus wurden zahlreiche Betreuungs- und Beratungsangebote für eine berufliche Neuorientierung angeboten und genutzt. Parallel zu den Abfindungsangeboten wurden die Möglichkeiten der Altersteilzeit erweitert. Dazu wurde die Dauer der Altersteilzeit bereits Ende 2005 auf bis zu sieben Jahre erhöht.

Drehscheibe gegen Personalüberhänge
Mit dem neu entwickelten Instrument der „Personal-EinsatzBetrieb-Beschäftigungssicherung“ besteht die Möglichkeit, Mitarbeiter sehr flexibel im Konzern einzusetzen. Es funktioniert ähnlich einer Personaldrehscheibe und gleicht personelle Überhänge und Personalmangel in Beschäftigungsfeldern aus. Ähnliche Aufgaben übernimmt die AutoVision GmbH, die im Volkswagen Konzern mit vielerlei Maßnahmen hilft, Projektumfänge im Konzern zu halten und so auch zum Beschäftigungserhalt beiträgt.

Steigerung der Produktivität
Die Produktivität deutlich zu steigern, ist auch an unseren internationalen Standorten das Ziel. Am Standort in Brüssel beispielsweise werden in Zukunft neue Audi Modelle gefertigt. Die damit verbundene Verringerung der Arbeitskosten durch eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 38 Stunden fand eine breite Zustimmung unter den Mitarbeitern. Bereits im Herbst 2005 wurde bei Shanghai-Volkswagen, bei SEAT (2006-2009) und an den Standorten in Brasilien (2006) ein Restrukturierungsprogramm gestartet. Mit Hilfe dieses Programms konnten wir dort wettbewerbsfähige Arbeitskosten, eine höhere Auslastung der Fertigungsstätten und sichere Arbeitsplätze erreichen.

Transparente Informationspolitik
Sind signifikante betriebliche Änderungen im Unternehmen unabwendbar, wird die Arbeitnehmervertretung frühzeitig eingebunden. Dies wird schon allein durch die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sichergestellt. Über die entsprechenden Gremien der Arbeitnehmervertretung (zum Beispiel Welt-Konzernbetriebsrat) werden die relevanten Informationen dann an die Belegschaft weitergegeben. Die Unternehmenskommunikation unterstützt diesen Prozess.