Koordination

Alle für ein Ziel

Die Nachhaltigkeitsstruktur im Volkswagen Konzern ist klar gegliedert. Vor allem mit der  Einrichtung der Geschäftsstelle „Koordination CSR und Nachhaltigkeit“ im Jahr 2006 hat der Volkswagen Konzern sein Nachhaltigkeitsprofil noch weiter schärfen können.

Geschäftsstelle CSR und Nachhaltigkeit: Bündelung von Informationen
Die Koordinationsstelle ist zuständig für die strategische Ausrichtung und Optimierung des CSR- und Nachhaltigkeitsmanagements im Konzern. Dabei ist ein wesentlicher Bestandteil der Aufgaben der Blick ins Unternehmen selbst. Ziel ist unter anderem die Stärkung der Austauschprozesse zwischen den einzelnen Fachabteilungen, um die bestehenden Prozesse zu verbessern, Informationssysteme des gegenseitigen Lernens anzupassen und so schneller und besser auf externe Ereignisse reagieren zu können.

Auf diese Weise wird das Know-how dort abgeholt, wo es vorhanden ist, um es für das CSR- und Nachhaltigkeitsprofil des Unternehmens zu nutzen. Zum Beispiel um die Anpassung und Entwicklung von Informationssystemen – etwa im Umweltbereich und im Sozialwesen –  zu forcieren. Oder auch um Informationen für Profile, Ratings und Publikationen zu bündeln und aufzubereiten. Über die Aktivitäten im Konzern berichtet die Geschäftsstelle direkt an den Lenkungskreis CSR, in dem sich Entscheidungsträger aus zentralen Konzernabteilungen regelmäßig versammeln.

Nachhaltigkeitsstruktur im Konzern

Neuorganisation des Umweltschutzes im Konzern
2006 wurde die konzernweite Koordination unserer Umweltschutzaktivitäten weiter verbessert. Dafür haben wir den Konzernbereich Umwelt neu organisiert und auf strategische, produkt-, produktions- und mobilitätsbezogene Aspekte ausgerichtet. Bereits seit 2003 entwickelt der Konzernsteuerkreis-Umwelt (KSK-U) in engem Austausch mit den jeweiligen Umweltschutzgremien der Marken konzernweite Umweltstrategien und -ziele. Im KSK-U sind die Marken des Konzerns, die Standortregionen sowie Experten aus der Konzernzentrale vertreten. Dies stellt sicher, dass die erarbeiteten Umweltstrategien an den einzelnen Standorten umgesetzt und eingehalten werden.

Produktbezogener Umweltschutz bei Volkswagen neu organisiert
Im Rahmen einer Neuorganisation des produktbezogenen Umweltschutzes in der Volkswagen AG im Jahr 2006 übernahm der Umweltmanagementbeauftragte auch die Funktion des Umweltbeauftragten für die Produkte. In dieser Funktion hat er die Aufgabe, bei Entwicklung und Einführung der Produkte auf deren Umweltfreundlichkeit und Wiederverwendung hinzuwirken. Um im operativen Entwicklungsprozess zu gewährleisten, dass umweltrelevante Aspekte in jedes neue Fahrzeugprojekt einfließen, wurde ein Team von Umweltexperten aufgebaut.

Es wirkt unter Zuhilfenahme der Instrumente des Umweltmanagementsystems beratend und steuernd auf die einzelnen Modellentwicklungen ein. Schon in den Vorplanungen zur Fahrzeugentwicklung werden damit Konzepte zum Einsatz nachwachsender Rohstoffe, die Verwendung umweltgerechter Materialien sowie Maßnahmen für Verbrauchseinsparung und Reduktion der CO2-Emissionen bewertet, abgestimmt und umgesetzt.
 
Ein erfolgreiches Beispiel für das Zusammenspiel aller Fachbereiche und die beratende Funktion des Umweltbeauftragten stellt der Passat BlueMotion dar, der mit 5,1 l/100km (136 g CO2/km) als Limousine bzw. mit 5,2l/100 km (137 g CO2/km) als Variant einen sehr niedrigen Spritverbrauch und damit in seiner Klasse sehr günstige CO2-Emissionen aufweist.

Nächste Konzern-Umweltkonferenz in Wolfsburg
Ein weiteres wichtiges Instrument in der konzernweiten Umweltorganisation sind unsere Regionalkonferenzen. Sie gewährleisten den Austausch zwischen der Konzernzentrale und den regionalen Umweltmanagementbeauftragten. Alle drei Jahre informieren sich unsere Mitarbeiter über Projekte an anderen Standorten, vereinbaren gemeinsame Ziele und reduzieren so die Haftungs- und Imagerisiken des Konzerns. Zudem haben wir festgestellt, dass der Austausch von Wissen auch zu konkreten Kosteneinsparungen führt. Die erste Regionalkonferenz haben wir 2003 in Mexiko abgehalten. Ende 2007 laden wir zu einer Konzern-Umweltkonferenz in Wolfsburg ein, um über die Fortschritte auf Konzernebene und die Ergebnisse der Regionalkonferenzen zu berichten und gemeinsame Ziele zu erarbeiten.