Abfall

Technologien für weniger Abfall und mehr Kreislauf

Auch im Bereich Abfallwirtschaft arbeiten wir konzernweit an einer kontinuierlichen Verbesserung der Lage. Wir reduzieren die Restmüllmengen und vermindern das Gefährdungspotenzial von Abfällen. Hierfür trennen und entsorgen wir Bauschutt, sammeln Verpackungsabfälle und recyceln Produktionsabfälle mit Hilfe innovativer Technologien.

Abrissmaterial nachhaltig aufbereitet
Zu unserem betrieblichen Umweltschutz gehört auch das Management von anfallenden Rückbaumaßnahmen. Statt der herkömmlichen Deponierung von Bauabfällen streben wir umweltfreundliche Alternativen an. Beispielsweise brachten wir beim Abriss einer 2003 stillgelegten Gießerei an unserem brasilianischen Standort Anchieta innovative Trennungs- und Recyclingverfahren zum Einsatz. Diese kamen nicht nur der Umwelt zugute, sondern halfen uns gleichzeitig, Kosten zu sparen. Im Vorfeld wurden genaue Untersuchungen der Boden- und Grundwasserverhältnisse durchgeführt. Beim anschließenden Rückbau fielen 15.000 Tonnen Beton an. Nach der Entfernung des Industrieabfalls wurden diese durch ein weiterentwickeltes Recyclingverfahren aufbereitet. Dadurch standen sie anschließend wieder als Baumaterial zur Verfügung.

Kreislauf für Verpackungen optimiert
In Kooperation mit der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel haben wir am Standort Wolfsburg eine automatische Sortieranlage für Industrieverpackungen entwickelt. Das dabei eingesetzte Verfahren hat sich als vorbildlich erwiesen und wird an anderen Standorten übernommen. Mit Hilfe der Anlage konnte das inzwischen zehn Jahre bestehende Wolfsburger „Umweltteam“ das Volumen der verarbeiteten Verpackungsabfälle von 932 auf über 1000 Tonnen steigern. Das Team klassifiziert und sortiert Kartonage, Kunststoff sowie Nopaschaum und führt die Materialien gereinigt und gegen Entgelt an interne und externe Lieferanten zurück.

Wissenschaft hilft Kompostieren
Kompostierung fester, biologisch abbaubarer Abfälle ist ein weiterer Punkt unseres Abfallmanagements. Hierfür entwickeln wir am Volkswagen Standort Sao Carlos in Brasilien in einem Projekt mit der Universität Sao Paulo seit Ende 2006 ein innovatives Verfahren. Es soll künftig die Gesamtabfallmenge um jährlich 70 Tonnen reduzieren und so zur Schonung von Deponievolumen vor Ort beitragen.

Informierte Mitarbeiter und neue Technologien
Durch neue technische Anlagen, Mitarbeiterschulungen und ein systematisches Ideenmanagement optimieren wir konzernweit die Abfallwirtschaft unserer Standorte. Bemerkenswerte Fortschritte erzielte auf diese Weise unser slowakisches Volkswagen Werk Martin. Dort ist es 2006 gelungen, den Anteil von Sekundärrohstoffen an der Abfallmenge auf bis zu 84 Prozent zu erhöhen.

Recycling ohne Downgrading
Ein richtungweisendes Beispiel für die Rückführung von Produktionsabfällen ist die Herstellung von Instrumententafeln für den Golf und den Golf Plus. In Kooperation mit den Firmen Eco-Care B.V. und Ticona GmbH nutzt Volkswagen hierfür ein 2006 von der „Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe“ (AVK e.V.) preisgekröntes Verfahren. Schneidmahlgut wird dabei in hoher Reinheit aufbereitet und danach zu hochwertigem Celstran®-Granulat verarbeitet. Das Granulat wird anschließend erneut anteilig zur Produktion von Instrumententafeln für Golf und Golf Plus verwendet.