Logistik
Von A nach B via Umweltschiene
Besondere Umweltrelevanz hat bekanntlich die Logistik. Themen wie Energieverbrauch, Emissionen und entstehende Abfälle stellen Herausforderungen für die Organisation der Transportketten dar. Ein Indiz für unsere erfolgreichen Bemühungen im Logistikbereich ist die spezifische Menge des transportierten Materials: Während wir die Fahrzeugproduktion zwischen 2004 und 2006 um 11,1 Prozent gesteigert haben, legte gleichzeitig die Menge transportierten Materials absolut lediglich um 5,1 Prozent zu.
Bahnprojekte in Spanien
Unser Ziel ist eine deutliche Reduzierung der Lkw-Straßentransporte. Wir wollen dies durch eine Verlagerung auf die Schiene und das Schiff erreichen. Dieses Vorhaben setzt allerdings eine umfassende logistische Umstrukturierung voraus. Derzeit verfolgen wir unter anderem bei SEAT in Spanien eine Reihe von Umstrukturierungsprojekten, bei denen wir Transporte auf die Schiene verlagern. Wir stellen die Beförderung von Neufahrzeugen vom Werk Martorell zum Hafen von Barcelona auf den Schienenweg um. Außerdem organisieren wir schienengebundene Transporte von Metall und Bauteilen zwischen Zona Franca und Martorell. Bei beiden Projekten erwarten wir jährliche Einsparungen von rund 750 Tonnen CO2.
Nutzungsoptimierung für die Straße
Wo die Straße den Haupttransportweg darstellt, wirken wir den Umweltfolgen mit gezielten Maßnahmen entgegen. So lenken wir zum Beispiel den Lkw-Verkehr zum Werk Braunschweig über eine Steuerstelle. Durch Optimierung der Verpackungen sorgen wir außerdem für eine maximale Auslastung der Frachtträger.
Verbesserte Leergutlogistik
Bei den europaweit in der markenübergreifenden Logistik verwendeten Universalbehältern haben wir 2006 die Leergutversorgung weiter optimiert. Mit Hilfe einer speziell entwickelten Software zur Auftragsoptimierung konnte die durchschnittliche Leergutlieferentfernung reduziert werden.
Interne Logistik prämiert
Unsere inhouse Logistik koordiniert täglich hunderttausende Transporte zwischen Wareneingang und Verbauort. 2006 haben wir hierfür eine automatische Transportsteuerung eingeführt. Sie hilft uns, die Effizienz und Effektivität der mehrstufigen Transporte vom Wareneingang bis zum Lagerplatz zu steigern. Für unser inhouse Transport Logistik System (iTLS) erhielten wir im März 2007 den „Innovationspreis für Logistik“ des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI).
Logistikplanung bei Produktentwicklung
Bei den Marken Volkswagen und Audi beschäftigt sich die Fahrzeugentwicklung auch mit der Logistik. Themen wie Mehrwegkonzepte, Verpackungstechnik, Fertigungstiefe und Bauteilgeometrie beeinflussen die Fahrzeugkonzepte. Von Anfang an achten wir so auf die Minimierung umweltbelastender Transporte.
Ende der Wachskonservierung
Umweltbelastungen verursacht auch der Transportschutz neu produzierter Fahrzeuge. Die Oberflächen exponierter Lackflächen schützten wir bisher häufig durch einen lösemittelhaltigen Wachsauftrag. Auch das später erforderliche Entwachsen erforderte den Einsatz von Lösemitteln. Zum Jahresende 2007 hat der Volkswagen Konzern nun den Ausstieg aus der Wachskonservierung beschlossen. Das Verfahren werden wir künftig durch eine Schutzfolienbeklebung oder den Einsatz von teilweise wiederverwendbaren Transportschutzhauben ersetzen.