Mobilitätsforschung
Intelligente Systeme integrieren
Der Volkswagen Konzern übernimmt Verantwortung in vielen Bereichen. Neben der Herstellung von Automobilen zählen wir auch die Erforschung und Weiterentwicklung des Gesamtsystems Straßenverkehr zu unseren Aufgaben. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Politik oder Wirtschaft suchen wir nach Lösungen für eine intelligente und nachhaltige Mobilität.
Neue Verkehrskonzepte
Durchgehend flüssiger Verkehr muss kein Wunschtraum sein. Diese Einsicht vereint die 28 Teilnehmer von AKTIV, der deutschen Forschungsinitiative „Adaptive und Kooperative Technologien für den Intelligenten Verkehr“. Die Partner stammen aus der Automobilbranche, aus Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sowie der Wissenschaft. Als Innovationsführer in der Automobilindustrie beteiligt sich der Volkswagen Konzern an dem Projekt, das bis zum Jahre 2010 Lösungen vorlegen soll.
Technologien vernetzen
Die AKTIV-Teilnehmer wollen Fahrerassistenzsysteme, Informationstechnologien und verbesserte Verkehrsmanagementsysteme zu neuen übergreifenden Lösungen zusammenführen. In das Teilprojekt „Störungsadaptives Fahren“ bringt der Volkswagen Konzern die Entwicklung ihres geplanten „Baustellen-Lotsen“ ein.
So bleibt alles im Fluss
Der Baustellen-Lotse nutzt die fortschrittliche Technik von ACC-Systemen (Adaptive Cruise Control) und erweitert diese um eine Verkehrsassistenz. In seinem Fahrzeug wird der Fahrer damit bei einer für dichten Verkehr optimalen Fahrweise unterstützt. Verkehrsstörungen werden so vermindert, Umweltbelastungen reduziert und Reisezeiten verringert. Technisch erfolgt die Leistungssteigerung durch eine vorausschauende, dem Verkehrsumfeld angepasste Regelstrategie für die Parameter Abstand, Geschwindigkeit und Beschleunigung.
Verkehrlicher Horizont zur Fahrerinformation
In Bergisch-Gladbach hat Volkswagen am 25. Juni 2008 im Rahmen der Aktiv Halbzeitpräsentation den neuesten Stand dieses ADR-Systems mit Leistungssteigerung durch Car-to-X (C2X) der Öffentlichkeit vorgestellt. Kernstück im Baustellen-Lotsen ist der verkehrliche Horizont: Er entsteht durch einen Erfahrungsaustausch zwischen den Fahrzeugen und der Infrastruktur. Der Nutzen besteht in der Fahrerinformation sowie der verkehrsoptimalen Voreinstellung der Abstandsregelung (ADR).
BILD: Verkehrlicher Horizont
Neue Infrastruktur nötig
Um mehr Effizienz im Straßenverkehr der Zukunft zu erreichen, gilt es vier Faktoren zu berücksichtigen: Eine intelligente Straße, innovatives Verkehrsmanagement, hoch entwickelte Fahrzeugtechnik sowie eine intakte Infrastruktur. Mit diesem Ziel arbeiten wir an längerfristigen, wissenschaftlich fundierten Lösungsansätzen. Hierfür haben wir gemeinsam mit acatech (Konvent für Technikwissenschaften der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften) Prognosen zur Verkehrsentwicklung in Deutschland bis zum Jahr 2020 erstellt. Sie kündigen weiteren Verkehrszuwachs an und knüpfen den Aufbau eines funktionierenden Verkehrsmanagements an die Schaffung einer intakten und ausreichend ausgebauten Infrastruktur. Hierzu gehören die flächendeckende Diagnose und schnelle Verarbeitung der Verkehrslageinformationen, die Ableitung von Fahrempfehlungen sowie ein optimiertes Baustellenmanagement.