Naturschutz
Unterwegs für biologische Vielfalt
Im Gegensatz zum Klima ist die Biodiversität für die meisten Menschen noch ein unbekanntes Fremdwort. Als Vorbereitung auf die UN-Naturschutzkonferenz im Mai 2008 in Bonn startete die Bundesregierung deshalb im Sommer 2007 eine große Informations-Kampagne. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel rief überdies eine „Naturallianz“ ins Leben – ein Bündnis namhafter Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kultur, Unternehmen und NGOs, die ihr Teil dazu beitragen wollen, um die Gesellschaft für den notwendigen Erhalt der biologischen Vielfalt zu sensibilisieren. Als Partner und Hauptsponsor der Kampagne hat es Volkswagen ermöglicht, dass im Herbst 2007 eine 4-wöchige Deutschlandtour „Unterwegs für Vielfalt“ durch alle 16 Bundesländer stattfinden konnte. Im Rahmen dieser Roadshow – mit einem umgebauten und auffällig beklebten Infobus – hat Volkswagen die Öffentlichkeit auch über die eigenen weltweiten Aktivitäten im Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sowie über das VW-NABU-Projekt „Willkommen Wolf!“ aufgeklärt. Der Vorstandsvorsitzende Prof. Martin Winterkorn trat überdies der „Naturallianz“ bei.
Klimaauswirkungen kompensiert
Von der Papierherstellung über den Druck bis zum Transport verursachen Druckerzeugnisse Treibhausgas-Emissionen. Bei der Herstellung des neuen Nachhaltigkeitsberichts des Volkswagen Konzerns wurden diese Emissionen durch Klimaschutz-Förderprojekte neutralisiert.
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Verantwortung für den Wald
Mit dem Label des Forest Stewardship Council (FSC) weist der Nachhaltigkeitsbericht des Volkswagen Konzerns auf die kontrollierte Herkunft des bei seinem Druck verwendeten Zellstoffs hin. Joachim Erb, Geschäftsführer des Druckdienstleisters MediaLogik, gibt im Interview Auskunft zu den Hintergründen.
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Natur zum Ausgleich für Mensch und Industrie
Der Bau von Industrieanlagen bringt bereits durch seinen Flächenverbrauch eine Beeinträchtigung der Umwelt mit sich. Bestimmte Baumaßnahmen müssen daher durch Ausgleichsmaßnahmen für den Naturschutz kompensiert werden. Diese Konsequenz ergibt sich aus den gesetzlichen Verpflichtungen und aus unserem Bekenntnis zu einer umweltgerechten und nachhaltigen Automobilproduktion.
Brücke und Trittstein für bedrohte Arten
Ein aktuelles Beispiel hierfür ist unser gemeinsames Projekt mit der Stadt Wolfsburg zur Renaturierung der Aller-Niederung. Ziel ist die Schaffung einer Verbindung zwischen den Naturschutzgebieten Barnbruch und Drömling. Diese liegen jeweils unweit im Westen und Osten unseres Industriestandortes. Direkt vor den Toren des Volkswagen Werks entstehen so auf einer Fläche von 100 ha Auen-Biotope und Lebensräume für viele seltene Pflanzen- und Tierarten. Die Besonderheit der Maßnahme ist die großflächige Verbindung vieler Einzelmaßnahmen zu einem Biotopverbund. Dort werden sich viele natürliche und häufig bedrohte Arten wieder ansiedeln können, weil sie artgemäße Bedingungen vorfinden. Flurbereinigung und Entwässerung haben derartige Biotope heute in Deutschland rar gemacht. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Renaturierung als ökologisch besonders wertvoll dar.
Sanierung und Rekultivierung
Zwischen 1973 und 1985 betrieb das Volkswagenwerk Emden mit behördlicher Genehmigung eine werkseigene Deponie für Industrie- und Bauabfälle. Um das Austreten von Schadstoffen in Boden und Grundwasser zu vermeiden, hat Volkswagen gemeinsam mit der Stadt Emden einen Sicherungs- und Sanierungsplan aufgelegt. Das Sanierungskonzept umfasst neben Versiegelung und Grundwasserüberwachung auch eine Rekultivierung. Bis Ende 2007 werden hier Bäume und Sträucher gepflanzt. Es entstehen Tümpel, Kleingewässer und eine artenreiche Wildrasen- und Wildkräuterflora.
Bäume für den Küstenwald
Der Volkswagen Konzern führt an fast allen Standorten weltweit Naturschutzprojekte durch. In Brasilien beteiligt sich Volkswagen Nutzfahrzeuge auf freiwilliger Basis an einem Aufforstungsprojekt für Küstenwald am Atlantik. 2006 wurden dort mit Unterstützung von Volkswagen Trucks & Buses Brazil 200.000 Bäume gepflanzt. Noch einmal so viele folgen 2007. Partner des Projekts sind die Nichtregierungsorganisation SOS-Mata Atlântica sowie einige Städte aus dem Bundesstaat Rio de Janeiro. Das Konzept bezieht unsere brasilianischen Kunden mit ein: Der Volkswagen Konzern lässt für jeden verkauften Lkw mit elektronischer Motorensteuerung zehn Bäume pflanzen.
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Lebensraum für 62 Vogelarten
Am argentinischen Standort Pacheco/Buenos Aires legte Volkswagen Argentina einen künstlichen See an. Er dient als Löschwasserreservoir und hat sich zugleich zu einem Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen entwickelt. Außerdem stehen hier über 4000 neu gepflanzte Bäume. Weitere kommen hinzu.
Aufforstung auch in Spanien und den USA
Aufforstung ehemals bewaldeter Regionen mit neuen Bäumen hilft, CO2 in Biomasse zu binden. Sie stellt einen Beitrag zum Klimaschutz dar und ist darüber hinaus ein wirksames Mittel zur Schaffung neuer Lebensräume für bedrohte Arten. Der Volkswagen Konzern leistet dabei gezielte Unterstützung.
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