Emissionen
Mit Technologie alle Abgasnormen unterbieten
Ein nachhaltiger Automobilverkehr erfordert nicht nur die Reduktion der CO2-Emissionen, Der Ausstoß von Schadstoffen wie Dieselpartikeln und Stickoxiden muss ebenfalls reduziert werden. Dies erreichen wir durch die ständige Weiterentwicklung unserer Motortechnologien, bei der wir insbesondere die Verbrennungsvorgänge im Motor optimieren. Darüber hinaus setzen wir wirksame Abgasnachbehandlungs-Systeme ein. Dieselpartikelfilter bieten wir konzernweit serienmäßig oder optional für nahezu alle Neufahrzeuge mit TDI-Motoren an. Die Filter sind langzeiterprobt und individuell für jedes Modell und seine Motorisierung entwickelt und abgestimmt. Für ältere Fahrzeuge gibt es ein breites Angebot von Nachrüstlösungen.
Saubere Sache
Der Volkswagen Konzern bringt seit Mitte 2008 unter der Bezeichnung Clean TDI die weltweit sauberste Dieseltechnik in Serie. Die neuen TDI Motoren kombinieren Leistungsfreude und überlegene Durchzugskraft moderner TDI-Triebwerke mit exzellenten Verbrauchswerten und unerreicht niedrigen Emissionen. Das integrierte „ultra low emission system“ sorgt anschließend für eine weitgehende Abgasreinigung.
Optimierte Verbrennung und integrierte Abgasreinigung
Zentraler Aspekt des Gesamtsystems ist die Reduzierung der Stickoxide. Dieses Ziel wird durch innermotorische Maßnahmen und neue Abgasnachbehandlungs-Technologien erreicht. Die Technologie beruht auf dem TDI-Prinzip der Diesel-Direkteinspritzung mit Turboaufladung. Hinzu kommt ein ganzes Bündel innovativer Maßnahmen: Das neue Piezo Common Rail-System mit 2.000 bar Einspritzdruck, die hoch effiziente Abgasrückführung sowie die optimierte Aufladung bringen deutlich gesenkte Motor-Rohemissionen. Die weltweit erstmals eingesetzten Brennraumsensoren ermöglichen eine noch präzisere Regelung der Verbrennungsvorgänge im Motor.
Den Rest erledigt das nachgeschaltete ultra low emission system. Es besteht aus Katalysator, Dosiermodul, AdBlue-Tank, beheizten Leitungen und einer umfassenden Sensorik. Mit NOx-Speicherkats oder so genannten SCR-Kats (Selective Catalytic Reduction) für größere Modelle reduziert es die Stickoxidemissionen um bis zu 90 Prozent.
Die SCR-Kats des ultra low emission system arbeiten mit AdBlue, einer biologisch abbaubaren Harnstofflösung. Diese wird in minimaler Dosierung vor dem Katalysator eingespritzt. Im heißen Abgas wandelt sich der Harnstoff in Ammoniak um und spaltet dann die Stickoxide in Stickstoff und Wasser auf. Das komplette System besteht aus Katalysator, Dosiermodul, AdBlue-Tank und beheizten Leitungen sowie einer umfassenden Sensorik. Ein zusätzlichen Oxidationskatalysator und der hoch wirksame, geregelte Dieselpartikelfilter komplettieren das umfassende Abgasreinigungssystem.
Durch das optimierte Brennverfahren und den Einsatz des ultra low emission system erfüllen diese Fahrzeuge die in den USA gültige BIN-5-Norm sowie die in Europa künftig zu erwartenden strengsten Normen. Sie können weltweit eingesetzt werden, selbst im US-Bundesstaat Kalifornien mit seinen strengen Reglementierungen. Gegenüber dem Flottendurchschnitt der in den USA üblichen Ottomotoren hat der TDI einen Verbrauchsvorteil von bis zu 35 Prozent.
Kooperation gegen Stickoxide
In den USA haben die Marken Volkswagen und Audi zusammen mit Mercedes-Benz die Initiative BLUETEC gestartet. Gemeinsam wollen sie das Label BLUETEC als Bezeichnung für saubere und verbrauchsarme Pkw mit Dieselantrieb etablieren und besonders die Emissionen von Stickoxiden (NOx) weiter reduzieren. Unsere Dieselmotoren werden künftig die strengsten Emissionsvorschriften des US-Marktes erfüllen und mit ihren Verbrauchswerten dabei gleichzeitig eine Alternative zum Hybridantrieb darstellen.
Lärm vermeiden und Lärm dämmen
Ein wichtiges Ziel des Volkswagen Konzerns ist die Reduzierung von Verkehrslärm. Mit neuen Prüftechniken rücken unsere Akustik-Teams den Lärmquellen am Fahrzeug systematisch zu Leibe. Unser Ziel sind Optimierungen am Antriebsstrang, der sich aus Motor, Getriebe, Gelenkwellen, Ansaugung und der Abgasanlage zusammensetzt, sowie im Bereich von Reifen und Fahrbahn. Letztere sind besonders wichtig, da sie mittlerweile für 90 Prozent der Geräuschemissionen im Straßenverkehr verantwortlich sind. Die Antriebsaggregate haben wir hingegen etwa durch innovatives Motormanagement, bessere Schalldämpfer und gekapselte Motorräume schon deutlich leiser gemacht.
Dem Schall auf der Spur
Um bei der Lärmbekämpfung erfolgreich zu sein, gilt es zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen. Neben dem Motorengeräusch spielen die Abrollgeräusche auf der Straße eine Rolle. Das VW-Akustikzentrum Wolfsburg richtete eine Reihe neuester Prüfstände zur Untersuchung von Roll- und Motorgeräuschen ein. Hier testen die Akustiker der Marke Volkswagen die unterschiedlichsten Lärmquellen im Fahrzeugbetrieb.
300 km/h in der Messhalle
Auf Allrad-Rollenprüfständen testen die Ingenieure die Vorbeifahrtgeräusch der Fahrzeuge in der Außengeräusch-Messhalle. Ein Asphalt-ähnlicher Fahrbahnbelag simuliert Straßenverhältnisse. Alle Testbedingungen werden konstant gehalten. Serien von Mikrophonen, gezielt an- und zugeschaltet, simulieren Vorbeifahrten bis zu 300 km/h. Die einzelnen Geräuschquellen am Fahrzeug werden bei der Aufnahme herausgefiltert und analysiert. Bauteile, die gesetzlichen Grenzwerte nicht einhalten oder in anderer Weise optimierungsbedürftig sind, gehen zurück in die Entwicklung.
Flüster-Reifen für Neuwagen
Ein Teil der Geräusche, so das Ergebnis der Tests, ist durch die Reifenqualität bedingt. Fahrzeugseitig sorgen wir darum bei der Erstausstattung von Neuwagen auf geringe Emissionswerte der verwendeten Reifen. Bei der Marke Volkswagen verwenden wir dazu Produkte, die sich an den Grenzwerten des deutschen Umweltgütesiegels „Blauer Engel“ orientieren. Audi führt ein eigenes Prüfverfahren durch. Seine Anforderungen sind wesentlich höher als die gesetzlichen Normen.
Mehr Komfort in der Kabine
Lärm im Inneren des Fahrzeugs kann eine erhebliche Belästigung darstellen. Auch der Geräusch- und Schwingungskomfort in der Fahrzeugkabine unterliegt daher aufwendigen Tests. Die Ergebnisse liefern Maßstäbe zur Entwicklung künftig noch leiserer Modelle.
Leise aber leistungsstark
Der Motorenprüfstand dient zur Ermittlung der Betriebsgeräusche der Motoren bei unterschiedlichen Lastzuständen. Hierbei können einzelne Bauteile gezielt untersucht werden. Durch die innovative Motorkapselung und effiziente Schwingungsdämpfer sind die Lärmemissionen im Motorbereich heute schon sehr weit voran geschritten.
In der Ruhe liegt die Kraft
Eine ruhige, spritsparende Fahrweise schont die Nerven und sorgt für deutlich weniger Lärm. Zusammen mit dem NABU bietet die Marke Volkswagen unentgeltliche Spritspartrainings an. Erfreulicher Nebeneffekt: Wer spritsparend fährt, ist dabei auch leiser. Denn neben einer Schallemissionen vermindernden Bauweise hat auch das Verhalten der Autofahrer einen erheblichen Einfluss auf den Verkehrslärm.
Sprit sparen, Lärm vermeiden
Wer sich beim Fahren nach Möglichkeit im niedertourigen Drehzahlbereich bewegt, erzeugt weniger Schall. Nachweislich lassen sich durch den effizienten Umgang mit Gas und Bremse bis zu 25 Prozent Kraftstoff sparen. Dies schont Geldbeutel und Klima. Aber auch die Schallreduzierung ist erheblich: Ein Pkw mit 4.000 U/min verursacht etwa denselben Schallpegel wie 32 Fahrzeuge mit 2.000 U/min.
Einfache Regeln für die Praxis
Schnelles Hochschalten spart Verbrauch und Lärm. Schon bei Tempo 50 kann man auf ebenem Terrain bedenkenlos den fünften Gang nehmen. Bei absehbaren Standzeiten über 20 Sekunden lohnt es sich, den Motor abzuschalten – und die Ruhe zu genießen.
Weitere Spritspartipps erhalten Sie unter Mobilität und Nachhaltigkeit.