Verkehrslärm

Lärm vermeiden und Lärm dämmen

Ein wichtiges Ziel des Volkswagen Konzerns ist die Reduzierung von Verkehrslärm. Mit neuen Prüftechniken rücken unsere Akustik-Teams den Lärmquellen am Fahrzeug systematisch zu Leibe. Unser Ziel sind Optimierungen am Antriebsstrang, der sich aus Motor, Getriebe, Gelenkwellen, Ansaugung und der Abgasanlage zusammensetzt, sowie im Bereich von Reifen und Fahrbahn. Letztere sind besonders wichtig, da sie mittlerweile für 90 Prozent der Geräuschemissionen im Straßenverkehr verantwortlich sind. Die Antriebsaggregate haben wir hingegen etwa durch innovatives Motormanagement, bessere Schalldämpfer und gekapselte Motorräume schon deutlich leiser gemacht.

Dem Schall auf der Spur
Um bei der Lärmbekämpfung erfolgreich zu sein, gilt es zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen. Neben dem Motorengeräusch spielen die Abrollgeräusche auf der Straße eine Rolle. Das VW-Akustikzentrum Wolfsburg richtete eine Reihe neuester Prüfstände zur Untersuchung von Roll- und Motorgeräuschen ein. Hier testen die Akustiker der Marke Volkswagen die unterschiedlichsten Lärmquellen im Fahrzeugbetrieb.

300 km/h in der Messhalle
Auf Allrad-Rollenprüfständen testen die Ingenieure die Vorbeifahrtgeräusch der Fahrzeuge in der Außengeräusch-Messhalle. Ein Asphalt-ähnlicher Fahrbahnbelag simuliert Straßenverhältnisse. Alle Testbedingungen werden konstant gehalten. Serien von Mikrophonen, gezielt an- und zugeschaltet, simulieren Vorbeifahrten bis zu 300 km/h. Die einzelnen Geräuschquellen am Fahrzeug werden bei der Aufnahme herausgefiltert und analysiert. Bauteile, die gesetzlichen Grenzwerte nicht einhalten oder in anderer Weise optimierungsbedürftig sind, gehen zurück in die Entwicklung.

Flüster-Reifen für Neuwagen
Ein Teil der Geräusche, so das Ergebnis der Tests, ist durch die Reifenqualität bedingt. Fahrzeugseitig sorgen wir darum bei der Erstausstattung von Neuwagen auf geringe Emissionswerte der verwendeten Reifen. Bei der Marke Volkswagen verwenden wir dazu Produkte, die sich an den Grenzwerten des deutschen Umweltgütesiegels „Blauer Engel“ orientieren. Audi führt ein eigenes Prüfverfahren durch. Seine Anforderungen sind wesentlich höher als die gesetzlichen Normen.

Mehr Komfort in der Kabine
Lärm im Inneren des Fahrzeugs kann eine erhebliche Belästigung darstellen. Auch der Geräusch- und Schwingungskomfort in der Fahrzeugkabine unterliegt daher aufwendigen Tests. Die Ergebnisse liefern Maßstäbe zur Entwicklung künftig noch leiserer Modelle.

Leise aber leistungsstark
Der Motorenprüfstand dient zur Ermittlung der Betriebsgeräusche der Motoren bei unterschiedlichen Lastzuständen. Hierbei können einzelne Bauteile gezielt untersucht werden. Durch die innovative Motorkapselung und effiziente Schwingungsdämpfer sind die Lärmemissionen im Motorbereich heute schon sehr weit voran geschritten.

In der Ruhe liegt die Kraft
Eine ruhige, spritsparende Fahrweise schont die Nerven und sorgt für deutlich weniger Lärm. Zusammen mit dem NABU bietet die Marke Volkswagen unentgeltliche Spritspartrainings an. Erfreulicher Nebeneffekt: Wer spritsparend fährt, ist dabei auch leiser. Denn neben einer Schallemissionen vermindernden Bauweise hat auch das Verhalten der Autofahrer einen erheblichen Einfluss auf den Verkehrslärm.

Sprit sparen, Lärm vermeiden
Wer sich beim Fahren nach Möglichkeit im niedertourigen Drehzahlbereich bewegt, erzeugt weniger Schall. Nachweislich lassen sich durch den effizienten Umgang mit Gas und Bremse bis zu 25 Prozent Kraftstoff sparen. Dies schont Geldbeutel und Klima. Aber auch die Schallreduzierung ist erheblich: Ein Pkw mit 4.000 U/min verursacht etwa denselben Schallpegel wie 32 Fahrzeuge mit 2.000 U/min.

Einfache Regeln für die Praxis
Schnelles Hochschalten spart Verbrauch und Lärm. Schon bei Tempo 50 kann man auf ebenem Terrain bedenkenlos den fünften Gang nehmen. Bei absehbaren Standzeiten über 20 Sekunden lohnt es sich, den Motor abzuschalten – und die Ruhe zu genießen.