1980-1990
Die Volkswagenwerk AG erwirbt im März 1979 zwei Drittel des Stammkapitals der "Chrysler Motors do Brasil Ltda." im brasilianischen São Bernardo do Campo. Diese wird im Februar 1981 in "Volkswagen Caminhões Ltda." umbenannt und zu einem reinen Nutzfahrzeughersteller.
Ein Probemontage-Vertrag mit der "Shanghai Tractor & Automobil Corporation" bildet 1982 den Auftakt zum Engagement des Volkswagen Konzerns in der Volksrepublik China. Mehrjährige Verhandlungen führen am 20. April 1985 zur Gründung der "Shanghai-Volkswagen Automotive Company Ltd.". Die VOLKSWAGEN AG hält 50 Prozent der Anteile an dem chinesisch-deutschen Gemeinschaftsunternehmen, das sich im Zuge des Kapazitätsausbaus zur größten und modernsten PKW-Fabrik Chinas entwickelt.
Am 6. Februar 1991 verschafft sich die VOLKSWAGEN AG ein zweites Standbein in China. Aus der seit 1988 bestehenden Kooperation mit der "First Automobile Works" geht das Gemeinschaftsunternehmen "FAW-Volkswagen Automotive Company Ltd." in Changchun hervor, an dem die VOLKSWAGEN AG 40 Prozent der Anteile hält. Mit diesem Joint Venture baut der Volkswagen Konzern seine Position in China aus, um die Marktführerschaft langfristig zu sichern und einen kostengünstigen Produktionsstandort in Asien aufzubauen.
Durch eine im September 1982 vereinbarte Kooperation mit der "Sociedad Española de Automóviles de Turismo, S.A." (SEAT) bereitet die Volkswagenwerk AG die Erschließung des iberischen Marktes vor. Nach bewährter Zusammenarbeit übernimmt die VOLKSWAGEN AG am 8. Juni 1986 mit zunächst 51 Prozent des Aktienkapitals den spanischen Automobilhersteller SEAT, S.A., der als dritte eigenständige Marke in den Volkswagen Konzern integriert wird.
Der Produktionsanlauf der zweiten Golf-Generation in der eigens hierfür gebauten Endmontagehalle 54 leitet im Juni 1983 im Volkswagen Konzern eine neue Ära der Fertigungstechnik ein. Erstmals wird hier roboterunterstützt ein Fahrzeug gebaut, das in seinen konstruktiven Details auf eine sehr weitgehend automatisierte Montage abgestimmt ist.