2003-2006

Volkswagen präsentiert im Januar 2004 auf der North American International Autoshow in Detroit die Studie Concept T. Mit diesem Offroad-Coupé, das die Eigenschaften eines Geländewagens und eines Sportwagens vereint, betritt der Konzern ein neues Marktsegment.

Um die Fertigungskapazitäten in China auszubauen, wird am 13. Juli die „Volkswagen FAW Platform Company Ltd.“ in Changchun gegründet. Dort werden Fahrwerks-komponenten für die Auto produzierenden chinesischen Gemeinschaftsunternehmen hergestellt. Am 6. Dezember folgen zwei Vertragsunterzeichnungen für Motoren-Joint-Ventures, die ab 2006 Triebwerke produzieren werden. Die „FAW Engine (Dalian) Company Ltd.“ wird insbesondere emissionsarme Motoren für Mittelklasse-Fahrzeuge fertigen, während die „Shanghai Volkswagen Powertrain Company Ltd.“ Motoren für Kleinwagen herstellt.

Die „Volkswagen Mechatronic GmbH & Co. KG“ nimmt im November die Fertigung von Einspritzelementen für Dieselmotoren auf. Das Unternehmen wurde zusammen mit Siemens VDO in Stollberg/Sachsen gegründet. Im selben Monat läuft die Produktion der fünften Generation des Jetta bei Volkswagen de Mexico an. Der im Werk Puebla gefertigte Jetta wird ab März 2005 in den USA und ab August auf dem europäischen Markt eingeführt.

Passat LimousineIm Januar 2005 startet die Serienproduktion des Passat. Die sechste Generation der beliebten Baureihe wird Anfang März auf dem Internationalen Automobilsalon in Genf vorgestellt. Im April folgt auf der Auto Mobil International in Leipzig die euro-päische Markteinführung des Kleinwagens Fox, der noch im selben Jahr die Marktführerschaft in seiner Klasse übernimmt.

Am 13. September gründet der Volkswagen Konzern die „Volkswagen Reinsurance AG“. Dadurch erhöht sich der Einfluss der Volkswagen Financial Services AG auf die Entwicklung und Preisgestaltung der Versicherungsprodukte. Mit insgesamt 1,6 Millionen abgeschlossenen Versicherungsverträgen und einer Vielzahl an Leasing- und Finanzierungsangeboten ist der Konzern der größte automobile Finanzdienstleister in Europa.

Cabriolet Coupé EosAuf der IAA in Frankfurt feiert das Cabriolet-Coupé Eos im September Weltpremiere. Besonderheit dieses Modells ist die fünfteilige Dachkonstruktion, die sich auf Knopfdruck innerhalb von 25 Sekunden öffnet oder schließt. Im Golf GT TSI wird der erste direkteinspritzende Benzinmotor mit Kompressor- und Turboaufladung eingesetzt. Diese neue Motorengeneration mit 1,4 Litern Hubraum und 170 PS Leistung, setzt Maßstäbe in Punkto Dynamik und Verbrauch.

Mit dem Erwerb von 18,5 Prozent der Stammaktien der Volkswagen Aktiengesellschaft wird die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG im Oktober 2005 zum größten Anteilseigner. Dieser Schritt fundiert die vereinbarte strategische Partnerschaft der beiden Unternehmen. 2006 stockt der schwäbische Sportwagenbauer seine Anteile an der Volkswagen Aktiengesellschaft auf 30 Prozent auf.“
 
Polo Blue MotionAuf dem Internationalen Automobilsalon in Genf im März 2006 präsentiert Volkswagen den Polo BlueMotion, der mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,9 Liter als das sparsamste Auto seiner Klasse in Europa gilt. Zum Aufbau eines Produktionsstandorts in Russland gründet Volkwagen im Mai 2006 160 Kilometer südwestlich von Moskau die „000 Volkswagen RUS“ mit Sitz in Kaluga. Die Grundsteinlegung für die Fabrik, in der Fahrzeuge der Marken Volkswagen und Skoda gefertigt werden sollen, erfolgt am 28. Oktober.
 
Auf dem US-Markt feiert im August der Touareg V10 TDI als erster Turbodiesel-Geländewagen mit Partikelfilter Premiere.
 
Zur Abwehr einer möglichen unfreundlichen Übernahme erwirbt die Volkswagen AG am 3. Oktober 2006 eine strategische Beteiligung von 15,06 Prozent an der MAN AG, einem der weltweit führenden Nutzfahrzeug- und Dieselmotorenhersteller.
 
Der für die Volkswagen AG ausgehandelte Tarifvertrag fixiert im Oktober wesentliche Elemente eines Restrukturierungsprogramms, das Produktivität, Arbeitskosten und Kapazitätsauslastung auf Wettbewerbsniveau bringen soll. Den Kern der Vereinbarung bildet die Abschaffung der 1994 eingeführten Viertagewoche. Die Erhöhung der Arbeitszeit auf bis zu 33 Wochenstunden in der Produktion und auf bis zu 34 Wochenstunden in den indirekten Bereichen ist mit einer Festlegung von Fertigungsumfängen verbunden, die in den kommenden Jahren die Auslastung und Beschäftigung sichern.
 
Volkswagen betritt Ende November 2006 einen neuen Zukunftsmarkt, wo die Konzernmarke Skoda bereits seit 2002 Fahrzeuge baut und vertreibt. Das mit der indischen Regierung geschlossene Investitionsabkommen stellt die Weichen für die Errichtung einer Automobilfabrik in Pune im indischen Bundesstaat Maharashtra.
 

Am 17. November beschließt der Aufsichtsrat der Volkswagen Aktiengesellschaft den Führungswechsel in der Konzernspitze. Zum 1. Januar 2007 wird der amtierende Audi-Chef Martin Winterkorn seinen neuen Posten als Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns antreten.