Braunschweig, 13.09.2006
Volkswagen fördert Stiftungsprofessur zu Biokraftstoffen
Mit einer Million Euro unterstützt der Volkswagen-Konzern an der TU Braunschweig eine neue Stiftungsprofessur zu Biokraftstoffen.
Prof. Dr. Jürgen Hesselbach, Präsident der TU Braunschweig, und Prof. Dr. Jürgen Leohold, Leiter der Konzernforschung von Volkswagen, unterzeichneten in Braunschweig eine entsprechende Vereinbarung. „Alternative Kraftstoffe sind ein wesentlicher Teil der Volkswagen-Antriebsstrategie. Gemeinsame Forschung von Industrie und Hochschule soll die Grundlagen für neue Anwendungen und damit ihre weitere Verbreitung schaffen.“, sagte Prof. Dr. Jürgen Leohold bei der Vertragsunterzeichnung in Braunschweig. „Volkswagen und die TU Braunschweig arbeiten seit langer Zeit erfolgreich zusammen. Mit diesem Schritt intensivieren wir die Verknüpfung zwischen Industrie und Forschung in einem zukunftsträchtigen Feld.“
Die Förderung der Professur ist auf fünf Jahre angelegt. Zum Forschungsbereich der Professur gehört unter anderem die Optimierung vor allem biogener Kraftstoffe. Zudem geht es um die Bilanzierung neuer regenerativer Kraftstoffe sowie um Chancen und Risiken bei deren Anwendung. Weitere Partner der bisher einzigartigen Kooperation sind die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) und der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V., der die Stiftungsprofessur mit jährlich 50.000 Euro unterstützt.
Volkswagen arbeitet bereits seit einiger Zeit an Konzepten zur industriellen Produktion von Biokraftstoffen der 2. Generation und kooperiert bei der Kraftstoffentwicklung eng mit anderen Automobilherstellern sowie mit Biotech-Firmen und Mineralölkonzernen. Der Autohersteller unterstützt die Entwicklung Erfolg versprechender Verfahren und arbeitet schon heute an darauf abgestimmten Antriebssystemen: Gemeinsam mit CHOREN Industries GmbH und weiteren Partnern entwickelte das Unternehmen den vollsynthetischen Dieselkraftstoff SunFuel®. Durch die Verwendung von Biomasse kann hierbei der CO2-Kreislauf fast vollständig geschlossen und eine Reduktion der Treibhausgase um ca. 90 Prozent erreicht werden. Bei Otto-Kraftstoffen kooperiert Volkswagen unter anderem mit der kanadischen Iogen Corporation, deren Verfahren zur Herstellung von Zellulose-Ethanol ein ähnlich hohes CO2-Reduktionspotential bietet.
Zu den Biokraftstoffen der 2. Generation gehören der synthetische Biomass-to-Liquid-Kraftstoff SunFuel und Zellulose-Ethanol, die die Verarbeitung ganzer Pflanzen sowie von Pflanzenresten unterschiedlichster Art, wie z.B. Stroh, erlauben. Die Biokraftstoffe der 2. Generation stehen an der Schwelle ihrer Kommerzialisierung. Die Massenproduktion von Bioethanol der 2. Generation ist wegen des verhältnismäßig hohen Herstellungsaufwands bisher jedoch noch nicht wirtschaftlich. Um diese Kraftstoffe trotzdem erfolgreich in den Markt zu bringen und eine Kosten reduzierende Weiterentwicklung anzustoßen, müssen langfristige Rahmenbedingungen geschaffen werden, die die bessere CO2-Effizienz auch finanziell attraktiv machen. Von der Politik fordert Volkswagen deshalb ein nachhaltiges Steuermodell, das Sicherheit für Investitionen in die Entwicklung und Markteinführung dieser neuen Kraftstoffe bietet. Volkswagen hat ein Modell der Kraftstoffbesteuerung entwickelt, das sowohl die CO2-Effizienz (Primärkriterium) als auch Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt. Die Kriterien können sich z.B. am Düngemittel- und Pflanzenschutzmitteleinsatz, am Schutz von Regenwaldgebieten sowie an Sozialstandards, Beschäftigungspotenzialen und Versorgungssicherheit orientieren. Ein solches System könnte nach Ansicht von Volkswagen für eine europäische Harmonisierung der Besteuerung dienen.
Die Förderung der Professur ist auf fünf Jahre angelegt. Zum Forschungsbereich der Professur gehört unter anderem die Optimierung vor allem biogener Kraftstoffe. Zudem geht es um die Bilanzierung neuer regenerativer Kraftstoffe sowie um Chancen und Risiken bei deren Anwendung. Weitere Partner der bisher einzigartigen Kooperation sind die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) und der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V., der die Stiftungsprofessur mit jährlich 50.000 Euro unterstützt.
Volkswagen arbeitet bereits seit einiger Zeit an Konzepten zur industriellen Produktion von Biokraftstoffen der 2. Generation und kooperiert bei der Kraftstoffentwicklung eng mit anderen Automobilherstellern sowie mit Biotech-Firmen und Mineralölkonzernen. Der Autohersteller unterstützt die Entwicklung Erfolg versprechender Verfahren und arbeitet schon heute an darauf abgestimmten Antriebssystemen: Gemeinsam mit CHOREN Industries GmbH und weiteren Partnern entwickelte das Unternehmen den vollsynthetischen Dieselkraftstoff SunFuel®. Durch die Verwendung von Biomasse kann hierbei der CO2-Kreislauf fast vollständig geschlossen und eine Reduktion der Treibhausgase um ca. 90 Prozent erreicht werden. Bei Otto-Kraftstoffen kooperiert Volkswagen unter anderem mit der kanadischen Iogen Corporation, deren Verfahren zur Herstellung von Zellulose-Ethanol ein ähnlich hohes CO2-Reduktionspotential bietet.
Zu den Biokraftstoffen der 2. Generation gehören der synthetische Biomass-to-Liquid-Kraftstoff SunFuel und Zellulose-Ethanol, die die Verarbeitung ganzer Pflanzen sowie von Pflanzenresten unterschiedlichster Art, wie z.B. Stroh, erlauben. Die Biokraftstoffe der 2. Generation stehen an der Schwelle ihrer Kommerzialisierung. Die Massenproduktion von Bioethanol der 2. Generation ist wegen des verhältnismäßig hohen Herstellungsaufwands bisher jedoch noch nicht wirtschaftlich. Um diese Kraftstoffe trotzdem erfolgreich in den Markt zu bringen und eine Kosten reduzierende Weiterentwicklung anzustoßen, müssen langfristige Rahmenbedingungen geschaffen werden, die die bessere CO2-Effizienz auch finanziell attraktiv machen. Von der Politik fordert Volkswagen deshalb ein nachhaltiges Steuermodell, das Sicherheit für Investitionen in die Entwicklung und Markteinführung dieser neuen Kraftstoffe bietet. Volkswagen hat ein Modell der Kraftstoffbesteuerung entwickelt, das sowohl die CO2-Effizienz (Primärkriterium) als auch Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt. Die Kriterien können sich z.B. am Düngemittel- und Pflanzenschutzmitteleinsatz, am Schutz von Regenwaldgebieten sowie an Sozialstandards, Beschäftigungspotenzialen und Versorgungssicherheit orientieren. Ein solches System könnte nach Ansicht von Volkswagen für eine europäische Harmonisierung der Besteuerung dienen.