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Neckarsulm, 27.11.2006

Umweltgespräch der Audi AG

Die Car-to-Car-Kommunikation soll eine ökonomische Fahrweise fördern.

Beim diesjährigen Umweltgespräch der Audi AG in Neckarsulm, zu dem Werkleiter Jürgen Lunemann regionale Vertreter der Umweltverbände, öffentlicher Einrichtungen, Gewerkschaften und Medien eingeladen hatte, stand das Thema "Car-to-Car-Kommunikation“ im Mittelpunkt. „Diese Technologie soll in Zukunft Sicherheit und Komfort im Straßenverkehr erhöhen und damit zu einer deutlich effizienteren und ökonomischeren Fahrweise beitragen“, so Lunemann.

Ermöglicht wird das Ganze durch den elektronischen Daten- und Informationsaustausch zwischen den einzelnen Fahrzeugen. Zusätzlich soll das System aber auch mit Ampelanlagen oder Parkhäusern vernetzt werden. So können Verkehrsflüsse und -behinderungen frühzeitig erkannt werden und es gelingt, die Fahrweise an die jeweilige Situation anzupassen. Unterm Strich führt das zu deutlich geringerem Kraftstoffverbrauch. Wie die neue Technologie in der Praxis funktioniert, wurde auf dem Verkehrsparcours der Kreisverkehrswacht Heilbronn am Wartberg demonstriert. Drei Anwendungen wurden dabei vorgestellt: Bei der Pannenwarnung schaltet ein Fahrzeug an einer unübersichtlichen Stelle die Warnblinkanlage ein. Die Fahrer anderer Fahrzeuge bekommen über das Navigationssystem automatisch angezeigt, wo die Gefahrenstelle liegt und können darauf frühzeitig reagieren. Kritische Situationen werden so vermieden. Bei der so genannten Schleuderwarnung wird ein ABS- oder ESP-Eingriff (zum Beispiel ausgelöst durch Glätte) den nachfolgenden und entgegenkommenden Fahrzeugen als Gefahrenstelle signalisiert. Bei der Abstandswarnung teilen sich die mit Car-to-Car-Systemen ausgestatteten Fahrzeuge gegenseitig Geschwindigkeit und Position mit. Ein Fahrzeug, das sich dem voraus fahrenden zu schnell nähert, kann so seinen Fahrer frühzeitig warnen.

Alle Anwendungen tragen zur Verkehrssicherheit bei und helfen Unfälle und Staus zu vermeiden. Reisezeiten werden verkürzt und die Infrastruktur wird effizienter genutzt. Diese Verbesserungen wirken sich auch merklich auf die Emissionen und den Energieverbrauch aus. Außer den gezeigten Beispielen sind viele weitere Anwendungen möglich. Tests belegen, dass besser informierte Fahrer zur Stauvermeidung beitragen und innerstädtische Ampel-Fahrzeug-Kommunikation die „Grüne Welle" begünstigt. Der Verkehr kann dadurch insgesamt flüssiger gemacht und unnötige Stopps, die zu zusätzlichen Fahrzeugemissionen führen, werden vermieden. „In Zukunft wird das Auto aktiver Bestandteil der vernetzten Welt sein. Um für unsere Kunden den besten Nutzen zu erzielen, ist es wichtig mit anderen Autoherstellern zusammenzuarbeiten, so dass möglichst bald einheitliche Standards für die Kommunikationstechnik etabliert werden", sagte Ingrid Paulus, Leiterin Umwelt und Verkehr bei der Audi AG.

Das Umweltgespräch bei Audi in Neckarsulm fand bereits zum 13. Mal statt. Neben aktuellen Umweltthemen des Standortes werden dabei regelmäßig auch neue Ansätze für den Umweltschutz im Straßenverkehr vorgestellt. Ziel des Umweltgespräches ist es, das Umweltmanagement des Unternehmens darzustellen und die Umweltschutzleistungen des Standorts kontinuierlich zu.