Winterkorn: Das Werk Brüssel hat eine Zukunft
Spitzengespräch mit belgischer Regierung
Winterkorn begrüßte die offene und sachliche Atmosphäre des Gesprächs. „Wir sind heute im Interesse der Mitarbeiter im Werk Brüssel einen wichtigen Schritt vorangekommen. Beide Seiten sind sich darin einig, dass dieser Standort eine Zukunft hat.“ Bei allen Beteiligten sei der klare Wille erkennbar, konstruktive Lösungen zu finden.
Winterkorn erläuterte den Regierungsvertretern die Möglichkeit, im Werk Brüssel vom Jahr 2009 an ein neues Modell von Audi zu produzieren. „Es handelt sich dabei um ein Einstiegsmodell mit dem Namen A1. Es könnte, sofern es sich an dem Standort Brüssel wirtschaftlich darstellen lässt, in einem Volumen von weit mehr als 100.000 Fahrzeugen pro Jahr gefertigt werden.“ Dies würde die Beschäftigung von bis zu 3000 Menschen an dem Standort ermöglichen. Ein Teil davon würde nicht direkt bei Volkswagen, sondern bei anderen Gesellschaften angestellt werden.
Weitere Voraussetzung sei, dass gemeinsam mit der belgischen Regierung und den Arbeitnehmervertretern eine Überbrückungslösung für die betroffenen Mitarbeiter bis zum möglichen Produktionsbeginn gefunden werde. „Wir werden in den kommenden Wochen mit allen Beteiligten darüber intensiv verhandeln. Ich bin zuversichtlich, dass wir Wege finden werden“, sagte Winterkorn. Er stellte außerdem in Aussicht, dass im Falle einer Umsetzung des Audi A1-Projektes schon von 2008 an Investitionen in den Standort Brüssel fließen würden.
Winterkorn zeigte sich überzeugt, dass die Verhandlungen weiterhin in einer sachlichen Atmosphäre verlaufen können. In dem Zusammenhang wäre die Wiederaufnahme der derzeit ruhenden Produktion im Werk ein wichtiges Signal, betonte Winterkorn.