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Wolfsburg, 11.06.2007

Produktivität und Auslastung machen deutliche Fortschritte

Betriebsversammlung im Werk Wolfsburg

 

Dr. Neumann kündigt weitere Schritte für mehr Beschäftigung an

Die Produktivität von Volkswagen macht deutliche Fortschritte. Das stellte der Personalvorstand der Volkswagen Aktiengesellschaft, Dr. Horst Neumann, am Montag in der Betriebsversammlung des Werks Wolfsburg fest. „Voraussichtlich auf 27 Fahrzeuge je Mitarbeiter werden wir es am Standort Wolfsburg 2007 bringen, im Vorjahr waren es 24. Im Kehrwert dazu sind die Stunden je Fahrzeug gefallen.“

Neumann kündigte weitere Schritte zur Produktivitätsentwicklung an. „Die engere Vernetzung von Entwicklung, Beschaffung und Produktion ist ein wesentliches Ziel“, betonte er. Dieses Ziel sei Teil des Volkswagen-Wegs – „darunter verstehen wir die Verbesserung von Qualität und Effizienz, Innovation und Beteiligung der Mitarbeiter“. Dazu gehörten zahlreiche kleine Schritte zum Beispiel am Arbeitsplatz und in der Arbeitsorganisation. „Der Volkswagen-Weg ist aber auch ein ganzheitlicher Prozess. Neben der bereichsinternen Optimierung ist gerade die bereichsübergreifende Zusammenarbeit beispielsweise in der Fahrzeugentwicklung oder zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit entscheidend.“

Auch die Auslastung der Werke sei einen großen Schritt vorangekommen, stellte Dr. Neumann fest. Dennoch gebe es noch Herausforderungen. Diese müssten durch den neuen Schwung bei Volkswagen gelöst werden. „Das bedeutet zuerst weitere Absatzsteigerung durch Autos, die die Kunden begeistern und zufriedenstellen. Das erfordert aber auch höhere Eigenleistung statt Fremdvergabe – in Entwicklung, Qualität, Produktion und anderen Bereichen.“

Darüber hinaus würden bis zum Jahr 2012 weitere 10.000 Mitarbeiter in den Vorruhestand gehen. Nach dem Auslaufen dieses Altersteilzeit-modells müsse dringend eine Anschlussregelung geschaffen werden. „Die Tarifparteien der Metallindustrie haben den Ernst der Lage begriffen und verabredet, eine tarifliche Regelung zu schaffen. Dazu bedarf es aber gesetzlicher Rahmenbedingungen“, stellte der Personalvorstand fest. „Wir müssen dafür eintreten, dass es in allen Verbänden und Parteien bewusst ist, dass der internationale Wettbewerbsdruck gerade für Industriearbeiter extrem hoch bleiben wird.“ Es sei immer noch besser, einen älteren Arbeitnehmer nach einem harten Arbeitsleben in die Altersteilzeit zu schicken als den 20jährigen Berufsanfänger in die Arbeitslosigkeit.

Der Personalvorstand kündigte daher an, das hohe Niveau der Ausbildung bei Volkswagen zu halten. „Außerdem möchten wir in diesem Jahr rund 500 Hochschulabsolventen einstellen“, betonte er. Dazu gehöre, Volkswagen zu einem der attraktivsten Arbeitgeber zu entwickeln. Dr. Neumann: „Wir werden Berufseinstieg und Personalentwicklung bei Volkswagen auf ein Spitzenniveau bringen.“